07.04.2020

Unterwasserbeton für die A 100

Taucher im Einsatz unter der Wasserlinie

Unterwasserbeton ist gefragt, wenn Bauteile unter der Wasserlinie betoniert werden müssen. Kürzlich wurde mit einem solchen Spezialbeton auf der Baustelle der A 100 in Berlin eine wasserdichte Konstruktion erstellt, aus der das Grundwasser abgepumpt werden kann. Anschließend werden die Bauarbeiten auf trockenem Untergrund fortgeführt.

CEMEX Deutschland ist an vielen Abschnitten des Infrastruktur-Großprojekts A 100 als Lieferant von Transportbeton und mineralischen Rohstoffen involviert. In Los 1 stand vor einigen Wochen die Herstellung der Unterwasserbetonsohle von Dock 3 auf dem Plan. Unterwasserbeton ist ein zunächst fließfähiger Baustoff, der sich unter Wasser nicht auflöst, sondern erstarrt und dauerhaft erhärtet. Der hochmoderne Baustoff braucht eine gute Verarbeitbarkeit und einen besonders guten Zusammenhalt, der sein Entmischen beim Kontakt mit dem Wasser und das Ausspülern des Bindemittels verhindert. Eine mobile Baustellenmischanlage der CEMEX-Tochter Transmobil Baustoff GmbH und das CEMEX-Transportbetonwerk Schönefeld produzierten für diesen Auftrag gut 6.200 Kubikmeter Unterwasserbeton, eingebaut in zwei Großbetonagen von ca. 30 und 29 Stunden Dauer. Bestandteile des Unterwasserbetons sind unter anderem Hochofenzement CEM III/A 32,5 N-LH (na) der CEMEX Zement GmbH, Flugaschen und Zusatzmittel von CEMEX Admixtures.

Schalung unter Wasser

Weil der Sohlenabschnitt in diesem Bereich einen sehr starken Anstieg aufweist, wurde er zunächst von Tauchern mit einer speziellen Schalung in drei Abschnitte unterteilt. „Die besondere Herausforderung bei dieser Sache war es, die Konstruktion wasserdicht herzustellen und die erforderliche hohe Lieferleistung für den Beton sicherzustellen,“ berichtet Andreas Schauerte, Area Manager bei der Transmobil Baustoff GmbH, einer Tochtergesellschaft von CEMEX Deutschland. „Wir mussten die Zahl der Fahrmischerfahrten dafür in enormem Maße erhöhen. Und natürlich galt das auch für die Zulieferung der Zusatzstoffe wie Zement aus Eisenhüttenstadt, Kies, Sand, sowie Zusatzmittel von der CEMEX Admixtures GmbH. Wir haben für dieses Projekt mit den Kollegen sehr eng kooperiert.“

Betonförderung von Tauchern begleitet

Beim Betoneinbau unter Wasser darf der Baustoff nicht frei durch das Wasser fallen, sondern muss als geschlossene Masse fließen. Am besten lässt sich das mit Betonfördergeräten erreichen. Die CEMEX-Betonförderung ermöglichte den Einbau von rund 100 Kubikmetern in der Stunde mit zwei Betonfördergeräten mit 52-Meter-Mast. Der gesamte Einbau wurde von Industrietauchern begleitet.

Ausblick

Nach dem Abpumpen des Grundwassers in Dock 3, steht eine ähnliche Baumaßnahme im Dock 5 an. Im Los 1 werden bis zur Fertigstellung noch ca. 60.000 m³ Beton benötigt. Die Arge A 100-Los 1, bestehend aus den Bauunternehmen HochTief und Max Bögl, wird zur Bestellung und Kontrolle zukünftig die digitale Kundenplattform CEMEX Go nutzen, die den Arbeitsablauf deutlich vereinfacht.

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