01.06.2017

Transluzenter Beton

Renovierung einer Friedhofskapelle mit LUCEM Lichtbeton

Sakralbauten zählen zu besonders anspruchsvollen Aufgaben in der Architektur. Neben den funktionalen Ansprüchen gilt es eine Atmosphäre zu erzeugen, die den sakralen Bau zu einem spirituellen Raum des jeweiligen Glaubens machen. Die Katholische Kirchengemeinde St. Andreas in Cloppenburg hat die die Kapelle auf dem St. Josef Friedhof renovieren lassen. Im Zentrum der Innengestaltung steht ein Objekt aus transluzentem Lichtbeton. Die überraschende Lichtdurchlässigkeit der LUCEM Lichtbeton-Platten hat einen Effekt, der insbesondere im sakralen Umfeld eine besondere Wirkung erzielt.

Blick von außen
Lichtbetonkreuz
Detailansicht

Bei der Renovierung der Friedhofskapelle wurde unter anderem die Decke angehoben und der gesamte Innenraum neu gestaltet. Für die Konzeption der Innengestaltung war der freischaffende Glasgestalter Nico Baarlink verantwortlich. Er wählte bewusst eine moderne und puristische Gestaltung, um das meditative Element einer Friedhofskapelle zu unterstreichen. Zur Konzentration auf das Wesentliche steht ein zentrales Element im Mittelpunkt: das Kreuz. Dieses besteht allein aus Licht, sozusagen entmaterialisiert, indem es aus einem massiven Material herausgeschnitten zu sein scheint. Die Aussage wird damit wichtiger als das Material, das aus transluzentem LUCEM Lichtbeton besteht. Die in den Betonwerkstoff eingebetteten lichtleitenden Fasern transportieren das Licht hinter dem Objekt an die Oberfläche und so beginnt der Lichtbeton, von innen heraus zu leuchten und zu strahlen. Das Licht hinter dem Objekt durchbricht die Fläche, symbolisch für eine Barriere, jedoch erst komplett durch das Kreuz. Dabei scheint die linke obere Teilfläche, die vom Kreuz quasi herausgeschnitten wird, frei zu schweben. Erreicht wurde diese Wirkung durch eine nicht sichtbare Verstrebung zum Mauerkranz und zur Wand. Das gesamte Objekt aus 3 cm dünnen LUCEM Lichtbeton-Platten ist circa 4 Meter hoch und 1,50 Meter breit und steht optisch filigran frei im Raum. Um die Stabilität zu gewährleisten, wurde das Objekt von einem schmalen Stahlband umrahmt.

Für eine sinnliche Wahrnehmung sollte die Oberfläche nicht glänzend und glatt, sondern leicht matt und sein und damit auch in der Haptik eine leichte Struktur fühlbar. Entsprechend führte die LUCEM GmbH die Lichtbeton-Platten in einer neuen Oberfläche „seidenmatt gebürstet“ aus. Die Hinterleuchtung des Objektes ist so ausgelegt, dass sie durchgehend betrieben werden kann. Damit wird das Objekt, das gegenüber einem großflächigen Glaseingang steht, auch nachts durchgehend beleuchtet und nach außen wirkungsvoll sichtbar.

Quelle: LUCEM GmbH, Fotos: Birgit Munz

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