13.10.2020

Schrittmacher der Dekarbonisierungsstrategie

Vision Rüdersdorf

Der global tätige Zementhersteller CEMEX startet in seinem Brandenburger Zementwerk Rüdersdorf mit der Untersuchung und Entwicklung weiterer Möglichkeiten zur Herstellung CO2-neutraler Baustoffe. Das Vorhaben trägt den Namen „Vision Rüdersdorf“.

Bereits vor der Verkündung des Green Deal der Europäischen Kommission Mitte September hatte CEMEX seine Vision zur Klimaneutralität kommuniziert. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in seinen europäischen Werken bis 2030 um mindestens 55% zu reduzieren und bis 2050 klimaneutralen Beton zu liefern. Die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Werke und Produkte von CEMEX ist ein entscheidender Meilenstein für die Bauindustrie. CEMEX setzt auf ein gemeinsames Handeln der gesamten Branche, um das gemeinsame Ziel für mehr Nachhaltigkeit weltweit zu erreichen.

Aus Sicht des Managements von CEMEX Europa ist klar, warum das Werk in Deutschland nun als Standort für die konkreten Umsetzungsversuche der CEMEX ausgesucht wurde. “Seit Jahren werden hier nachhaltige Erfolge bei der Reduzierung fossiler Brennstoffe und bei der Auswahl alternativer Rezepturbestandteile des Zementes erzielt. Das erfahrene Team ist immer auf der Suche nach möglichen Verbesserungen. Bei der Ermittlung der bestmöglichen CO2-Emissionswerte lag Rüdersdorf stets an der Spitze der europäischen Zementindustrie und hat sich so einen ausgezeichneten Ruf auch in der globalen CEMEX Organisation erarbeitet“, sagt Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland AG.

Parallel zur weiteren Reduzierung der energiebedingten Emissionen beschreibt die Vision Rüdersdorf die umfassende Untersuchung verschiedener Ansätze von Breakthrough-Technologien, um zu verhindern, dass prozessbedingt entstehendes CO2 in die Atmosphäre gelangt, sondern es einer nutzbringenden Verwendung zuzuführen. Die Untersuchungsbereiche lassen sich in Abscheidung, Speicherung oder Verwendung von CO2 aufteilen.

CEMEX hat gemeinsam mit verschiedenen Partnern ein innovatives Konzept entwickelt, welches primär sicherstellt, dass sowohl die Abwärme als auch das abzuscheidende CO2 in neue Energieformen umgewandelt und gespeichert werden. Die Energie kann klimaneutral und sinnvoll in den Sektoren Industrie, Wohnen und Transport genutzt werden. Die strategische Auswahl der Partner war entscheidend, um der technischen und politischen Komplexität dieses Projekts gerecht zu werden.

In dem Wissen, dass jeder Zementproduktionsstandort mit seinen geologischen, sozioökonomischen und rechtlichen Gegebenheiten einmalig ist, sollen die zur Verfügung stehenden Technologien im Detail auf ihre Anwendbarkeit oder ihre Kombinationsfähigkeit an einem Standort untersucht werden. Anschließend werden die Ergebnisse der Studie zur Planung der notwendigen Änderungen in den europäischen CEMEX-Produktionsstandorten verwendet.

Die Partnerschaft mit mehreren wissenschaftlichen und industriellen Vorreitern auf dem Gebiet hat bereits begonnen, sie ist Stand heute noch ergebnisoffen. Im Fokus steht jedoch technisch und wirtschaftlich realisierbare Teilschritte auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Zementherstellung zu ermitteln und in Angriff zu nehmen. Einige Machbarkeitsstudien sind bereits abgeschlossen, und es sind weitere Schritte erforderlich, um die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu prüfen.

„In einem interessanten Ansatz wird das bei uns abzuscheidende CO2 als möglicher Rohstoff für nachgeschaltete Prozesse in der chemischen Industrie weiterverwendet. Ein anderer Ansatz verfolgt die Überprüfung der möglichen Speicherung des CO2. Wohin diese Wege führen werden und welche Technologien sich durchsetzen werden, können wir derzeit noch nicht sagen. Mit diesen Anstrengungen und unser Engagement, diese Technologien zu überprüfen bzw. zu investieren, leistet CEMEX einen Beitrag zur der Dekarbonisierung der Industrie“, so Stefan Schmorleiz, Werksleiter und Geschäftsführer der CEMEX Zement GmbH.

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