05.08.2019

Regensburger Beton-Stadtführung

Ein Rundgang zu historischen Beton-Higlights

Zwei- bis dreimal im Jahr leitet Rüdiger Schemm, Projektleiter Marketing beim IZB, eine Stadtführung in Regensburg, bei der Beton-Highlights im städtebaulichen, technologischen und historischen Kontext besichtigt werden. Am 23. Juli brach er mit einer Teilnehmergruppe vom Studiengang Fachlehre der Universität Bayreuth zur ersten Etappe der letzten Führung auf, zum Regensburger Dom.

1. Etappe: Beton am Dom

Hier lässt sich der sogenannte Regensburger Kunststein bestaunen: ein Stampfbeton, der mit historischem Werkzeug bearbeitet wird, um optisch dem Stil der Gotik zu entsprechen. Der Dombaumeister persönlich demonstrierte, wie man den Beton mit dem "Krönel", der schon zur Zeit der Errichtung des Doms in Gebrauch war, in historische Form bringt. Beim Regensburger Kunststein handelt es sich um einen handwerklich hochwertig ausgeführten Beton aus der Vor- und Nachkriegszeit, mit dem zum Beispiel die Helme von Figuren des historischen Bauwerks saniert wurden.

2. Etappe: Beton-Relief

Der zweite Abstecher führt zum Neupfarrplatz mit dem leuchtend weißen, von Dani Karvan erbauten Denkmal der jüdischen Synagoge. Das Relief zeichnet den Grundriss der Synagoge nach, die hier während des Regensburger Pogroms im Jahr 1519 zerstört worden war. Für das beton- und bautechnisch anspruchsvolle Denkmal kamen damals neuartige Hochleistungsbindemittel zum Einsatz. Das strahlend weiße Beton-Relief wurde 2005 eingeweiht und zählt längst zu den Sehenswürdigkeiten des Regensburger Stadtbilds.

3. Etappe: das Schottenportal

Als letzte Station ging es weiter zum "Schottenportal" der Kirche St. Jakob. Der Architekt Peter Böhm setzte hier im Jahr 1999 einen Vorbau vor das älteste, noch erhaltene romanische Eingangsportal nördlich der Alpen aus dem 11. Jahrhundert. Dieser Eingriff war zum Schutz der historischen Bausubstanz erforderlich geworden. Der Vorbau besteht aus einer Konstruktion mit Beton- und Glaselementen, die ihm eine luftige, leichte Anmutung verleihen. Der Boden im Innenraum wurde mit eingelassenen Bieberschwanzziegeln versehen, die als Teil einer ausgeklügelten baulichen Maßnahmen wirken, mit der ohne Energieaufwand das aus Kalkstein bestehende historische Eingangsportal klimatisiert und somit konserviert wird.

Fotos: Rüdiger Schemm

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