19.05.2016

Plattenbelag als Strichcode

Landschaftsgestaltung mit Betonplatten in Heidelberg

Verschiedenfarbige Betonplatten und die  Anordnung der Außenraummöblierung wecken beim neuen Mathematikon in Heidelberg Assoziationen zur Welt der Mathematik und Informatik. Den bemerkenswerten Belag hat Lithonplus geliefert. Gemeinsam mit der Heidelberger Sand und Kies GmbH hat das Unternehmen auch das passgenaue Bettungsmaterial für die Außengestaltung entwickelt.

Bei der Landschaftsgestaltung rund um das Mathematikon in Heidelberg lohnt es sich genauer hinzuschauen. Der Plattenbelag rund um den Neubau stellt einen symbolischen Bezug zur Nutzung des kürzlich fertiggestellten Gebäudekomplexes her, denn in die Außenanlagen des Lehr- und Forschungsgebäudes Mathematikon wurden spielerisch Strich- und QR-Codes implementiert. Ein kreativer  Schachzug, denn in einem Trakt der umrandeten Bauten sind vor kurzem die Institute und Einrichtungen der Fakultät für Mathematik und Informatik und das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) an einem Ort zusammengeführt worden. Für Pflasterung und Möblierung des öffentlichen Raums zeichnen die Landschaftsarchitekten von faktorgruen verantwortlich. Ihr Entwurf thematisiert die binäre Darstellung von Daten in verschiedenen Codes – und zieht dafür unter anderem den Bodenbelag aus Beton mit ein.

Die großformatigen Betonplatten, die für die Gestaltung des Außenraums gewählt wurden, hat Lithonplus geliefert. Für den Leiter der Anwendungstechnik des Unternehmens, Alexander Eichler, entstehen auf diese Weise Berührungspunkte, die – wie die allgegenwärtigen Strichcodes – scheinbar beliebig, flüchtig, doch immer und eigentlich für alle ersichtlich, vorhanden sind. „Doch kaum einer ahnt beim Betreten der Zugänge, dass er über einen vom mathematischen Kontext inspirierten Barcode läuft.“ Man muss sich auch erst bewusst machen, dass das Gelände mit Bäumen und Pflanzquadraten einen QR-Code abbildet, also die Quick Reponse Methode aufgreift, die entwickelt wurde, um Informationen maschinell einlesen zu können. Es ist nun nicht so, dass man, etwa mit einem Smartphone in der Hand, rund um das Mathematikon Informationen abscannen könnte. Ebenso wenig sind die vermeintlichen Strichcodes, die durch die verschiedenfarbigen Betonplatten gebildet werden, als chiffrierte Botschaften zu verstehen. Sie weisen vielmehr zeichenhaft auf die Allgegenwart naturwissenschaftlich basierter Entwicklungen in unserem Alltag hin.

Für die Farbreihen dieser Strichcodes wurden großformatige Betonplatten ausgewählt und eingesetzt. Die zwei ausgesuchten Farbtöne Anthrazit und Mittelgrau stellen mit ihrem Kontrast den symbolischen Code dar. Allerdings bilden die Außenanlagen der neuen mathematischen Fakultät nicht nur die sichtbaren Berührungspunkte digitaler Kommunikation ab, sie müssen auch den alltäglichen Belastungen, dem regen Durchgang tausender Menschen standhalten. Die Belastbarkeit der Betonbodenplatte „Rupal“ mit einer Dicke von 14 Zentimetern und rutschsicherer Oberfläche ist enorm. Außerdem verhindern angeformte Verzahnungen jede Verschiebung. Die auf Höhe geschliffenen, kalibrierten und hochwertig bearbeiteten Betonelemente sind so verlegt, dass sie sicher in ihrer Bettung liegen. Das von den Unternehmen Lithonplus und Heidelberger Sand und Kies entwickelte Bettungsmaterial hebt sich aufgrund seiner speziell abgestimmten Sieblinie und der geringen Feinanteile in Bezug auf Verarbeitbarkeit und technische Leistungsfähigkeit von bisherigen Bettungsmaterialien für Pflasterflächen ab. „Es ist außerordentlich beständig und wirkt stabilisierend“, bestätigt Alexander Eichler. „Die planerischen Herausforderungen führten zu vielen Abstimmungsgesprächen zwischen den am Bau Beteiligten und dem technischen Vorverkauf“, erinnert er sich. Im Dialog konnten überraschend einfache und gleichzeitig überzeugende Lösungen für unterschiedliche Anforderungsbereiche der Außenanlage gefunden und umgesetzt werden. Der Betonplattenhersteller arbeitete den Landschaftsarchitekten statische Belastungsannahmen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche zu. So wurden etwa die Platten der Lieferzufahrten für die Ladengeschäfte im Mathematikon Bauteil B von der Lithonplus Anwendungstechnik dimensioniert, die Belastungen vierdimensional hochgerechnet und freigegeben. Im Vorfeld hatte der Bauherrenvertreter vom technischen und kaufmännischen Außendienst vor Ort eine maßgeschneiderte Musterfläche zur Abstimmung erhalten. Der Verarbeiter profitierte von einer detaillierten Verlegeschulung mit persönlicher Betreuung im Werk Eggenstein. Es sind gestaltete Außenanlagen entstanden, die den hohen baukulturellen Wert des Bauwerks unterstreichen.

Quelle Text: HeidelbergCement in Deutschland
Quelle Bilder: HeidelbergCement AG/Steffen Fuchs

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