11.11.2014

Neue Informationsplattform für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie

"Zement verbindet nachhaltig"

Die Sozialpartnerschaft in der Zementindustrie hat lange Tradition. Seit Jahrzehnten arbeiten Beschäftigte, Gewerkschaften, Unternehmen und Verbände erfolgreich zusammen. Gemeinsam engagieren sie sich u.a. in der Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie, die heute ihre neue Webseite www.zement-verbindet-nachhaltig.de vorgestellt hat.

Die Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie setzt sich seit 2002 für eine Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in der Branche ein. Zentrale Themen sind neben Natur- und Umweltschutzmaßnahmen auch die Sicherung der heimischen Zementproduktion, die wirtschaftlichen Belange der Unternehmen sowie die sozialen Interessen der Beschäftigten. Im Rahmen der Initiative wurden u.a. umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen für die Zementindustrie sowie ein aufschlussreicher Bericht über die Beschäftigungssituation entwickelt. Die neue Informationsplattform soll diese und weitere Themen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen.

„Biodiversität und Rohstoffabbau gehen heutzutage Hand in Hand“, sagte Robert Feiger, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bei der Vorstellung der neuen Plattform und wies zugleich auf eine Reihe von ökologischen Erfolgen der Nachhaltigkeitsinitiative hin. „Gemeinsam mit Umweltschutzorganisationen haben wir Maßnahmen entwickelt, um die Artenvielfalt in den Steinbrüchen schon während der Abbauphase zu erhöhen“, sagte Feiger. Und mit mehr als 50 Prozent sei die Nutzung als Naturschutzgebiet bereits heute die vorherrschende Folgenutzung der Abbauflächen der Zementindustrie.

„Auch im ökonomischen und sozialen Sinne von Nachhaltigkeit hat die Zementindustrie in den vergangenen Jahren viel erreicht“, sagte Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Gerade im Bereich Energieeffizienz nähmen die deutschen Hersteller eine Vorreiterrolle ein. „Dennoch sind wettbewerbsfähige Strom- und Brennstoffpreise für die Branche unabdingbar, um die Stellen der rund 7.400 Beschäftigten zu sichern.“ Trotz der Entlastungen z.B. beim EEG beliefe sich die Energiekostenbelastung der Unternehmen auf mehr als 50 Prozent ihrer Bruttowertschöpfung, so Vassiliadis weiter.

Aus Sicht der Arbeitgeber, sagte Dr. Dirk Spenner, Vorsitzender der Sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zementindustrie e.V. (SPADZ), sei vor allem der langfristige Zugang zu den heimischen Zementrohstoffen entscheidend. „Auch wenn wir den Klinkergehalt unserer Zemente durch den Einsatz alternativer Rohstoffe immer weiter reduzieren“, so Spenner, „bleiben Kalkstein und Kalkmergel die Existenzgrundlage für die Zukunft und nachhaltige Entwicklung unserer Industrie“.

Die neue Webseite stellt die Ergebnisse der in den letzten Jahren abgeschlossenen Forschungsprojekte zur Nachhaltigkeit in der Zementindustrie einem breiten Publikum vor. Damit wird das langjährige Engagement der Sozialpartner der Zementindustrie deutlich. Das neue Design der Webseite orientiert sich am Drei-Säulen-Modell für Nachhaltigkeit, das davon ausgeht, dass nachhaltige Entwicklung nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen erreicht werden kann. Informative Grafiken, ein Video und umfangreiche Projektbeispiele verdeutlichen den Besuchern die bisherigen Erfolge und Maßnahmen der Initiative. Die Inhalte der Seite werden dabei jeweils einer der drei Säulen zugeordnet und mit entsprechenden Farbcodes versehen, um den Besuchern die Einordnung der Aktivitäten der Initiative in die entsprechenden Dimensionen von Nachhaltigkeit zu erleichtern.

Ziel der Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie ist der Dialog zwischen Politik und Gesellschaft sowie Gewerkschaften und Arbeitgebern. Zu den beteiligten Sozialpartnern gehören neben den Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auch die Sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zementindustrie e.V. (SPADZ) sowie der Verein Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ).

Quelle: Verein Deutscher Zementwerke e. V.

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