31.07.2018

„Museum of the Future“ in Dubai

Schalungssysteme für außergewöhnliche Architektur

Rund, gerade, verwinkelt und gebogen – die Architektur des Museum of the Future ist außergewöhnlich, die Planung und Umsetzung daher besonders anspruchsvoll. Das Museum mit ovalem Torus wird nicht selten als eines der komplexesten Gebäude der Welt bezeichnet. Während sich selbst beim Bau spektakulärer Hochhäuser viele Strukturen wiederholen, beherrschen verschiedene Geometrien unter- und überirdisch diese Baustelle.

Das Museum mit ovalem Torus wird nicht selten als eines der komplexesten Gebäude der Welt bezeichnet.
Trotz Rundungen und unterschiedlicher Winkel dieser modernen Architektur passte sich auch die Systemdeckenschalung MevaDec der Gebäudegeometrie an.
Die Rundschalung Radius lässt sich einfach und ohne zusätzliche Anbauteile über Schalschlösser mit der Wandschalung Mammut 350 verbinden.
Die aufwändigen Formen des Museums of the Future erforderten die Kombination verschiedener Schalungssysteme.

Um die zahlreichen Details korrekt abzubilden, nutzte das verantwortliche Bauunternehmen BAM Higgs & Hill LLC die Vorteile des Building Information Modeling (BIM). Dreidimensionale Darstellungen der verschiedenen Bauabschnitte und vernetzte Kommunikation erleichterten somit die Planungsarbeiten. „Als main supplier of formwork war das genaue 3D-Modell ein großer Vorteil für uns, um den Einsatz der Schalungssysteme effizient zu planen“, erklärt MEVA KHK Ingenieur Sam Thomas.

Verwinkeltes Untergeschoss

Das verwinkelte Untergeschoss des Museums of the Future ist wesentlich kleiner als die darüber liegenden Etagen und verfügt über keine runden Wände oder schräge Decken. Mit den 3,50 m hohen Elementen der Wandschalung Mammut 350 konnten die Wände passgenau geschalt werden. Die Steiggeschwindigkeit spielte dank der Frischbetondruckaufnahme von 100 kN/m² keine Rolle. Unabhängig von Betonrezeptur, Konsistenz, Witterung und Temperatur konnten daher die Wände schnell betoniert werden. Nach dem Ausschalen wurden die äußeren Wände des Untergeschosses mit der Dreigurtstütze Triplex gehalten, um sie während der Verfüllung des Arbeitsraums zu sichern.

Einfache Handhabung großer Schalungselemente

Die künftige Ausstellung der späteren Exponate findet zu einem großen Teil auf den ersten drei Etagen des Gebäudes statt. Diese sind durch einen geschwungenen Mittelgang in zwei Bereiche getrennt. Die Rundschalung Radius erlaubte die Rundung dieser Wände millimetergenau einzustellen. Die elastisch verformbare 6 mm dicke Stahl-Schalhaut passt sich ab einem Radius von 250 cm flexibel an das Bauwerk an. Nach nur zwei Takten konnten die rund 7 m hohen Wände des Eingangsbereichs mit 3,50 m hohen Elementen der Schalung fertiggestellt werden. Zur Verbindung der Rundschalung mit den Elementen der Mammut 350 brauchte es keine zusätzlichen Anbauteile. Schalschlösser verbinden die beiden Systeme kraft- und formschlüssig. Darüber hinaus konnten so auch spitze Winkel erzeugt werden, indem man mit einem Passstück und Unischalschlössern eine Verbindung herstellt. „Die Schalungen von MEVA sind einfach in der Handhabung, was natürlich ein großer Vorteil ist“, lobt der zuständige Bauleiter (construction manager) von BAM, Seamus O’Sullivan.

Minimierte Ausgleichsflächen

Trotz Rundungen und unterschiedlicher Winkel dieser modernen Architektur passte sich auch die Systemdeckenschalung MevaDec der Gebäudegeometrie an. Haupt- und Nebenträger können rasterunabhängig eingesetzt werden und minimieren somit Ausgleichsflächen. „Die guten Betonergebnisse mit MevaDec sind uns dabei besonders aufgefallen“, betont O’Sullivan. Der MevaDec Fallkopf ermöglicht darüber hinaus das Frühausschalen, was zu einer reduzierten Materialvorhaltung beiträgt und schnellen Baufortschritt gewährleistet. In einigen Teilen des Gebäudes verbinden schräge Decken die Etagen miteinander. Diese Bereiche wurden von MEVA vorab geplant und Berechnungen für eine einfache Lösung mit der Deckenschalung MevaFlex erstellt. Die 30 cm starken Decken der dritten Etage sind ebenfalls leicht geneigt und sollen zudem mit Gras bedeckt werden. So entsteht ein Hügel, der die ersten drei Obergeschosse bedeckt.

Geführtes Klettern unter Ausnahmebedingungen

Über dieser Grünfläche erhebt sich als Blickfang des neuen Museums die Stahlkonstruktion in Form eines ovalen Torus. Der Kern des Gebäudes wird mit MEVAs geführtem Klettersystem MGC und Mammut 350 in Takthöhen von 3,50 m geschalt. Zunächst wurde das MGC System zeitsparend am Boden vormontiert und anschließend mit Führungsschienen am Gebäude befestigt. Dort verbleibt es sicher verankert während der Bau- und Hubphase. „Bei diesem Projekt bestand eine Herausforderung darin in unregelmäßigen Abständen Aussparungen einzufügen, da die Geschosshöhen teils variieren und beim Klettervorgang zu berücksichtigen sind“, erklärt Sam Thomas.

Referenz für innovatives Bauen

Nach der Fertigstellung 2019 soll das eindrucksvolle Gebäude eine innovative Plattform für Start-ups und große Technologiekonzerne bieten, um hier ihre neuesten Entwicklungen zu testen und zu präsentieren. Mit den eingesetzten Planungstools und Schalungssystemen, ist es bereits jetzt ein Referenzobjekt für innovatives Bauen.

Quelle und Fotos: MEVA Schalungs-Systeme GmbH

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