06.09.2016

Fassaden spiegeln Auwald wider

Strukturmatrizen für Fassaden-Oberflächen

Das Auwald Sportzentrum der Gemeinde Grundremmingen wurde von dem Büro Schuster Engineering GmbH aus Neuburg a. d. Kammel geplant und zeichnet sich durch seine harmonische an die Umgebung angepasste Architektur aus. Deshalb spiegelt die Fassade des Sportzentrums auch den die Sportanlage umgebenden Auwald wider. Für die Fassadenplanung entschieden sich die Architekten für Beton-Sandwichelemente. Bei der Herstellung der Vorsatzschale bzw. für das Strukturieren der Betonoberflächen setzten die Verantwortlichen Strukturmatrizen von NOE-Schaltechnik, Süssen ein.

Das Auswald-Sportzentrum der Gemeinde Gundremmingen umfasst neben der Sporthalle auch eine Schießanlage, eine Veranstaltungshalle mit Bühne und Vereinsheime. Es ist ein beliebter Treffpunkt für sportliche Aktivitäten, Kulturveranstaltungen und andere Feierlichkeiten – und das nicht ohne Grund. Das Gebäude verfügt über eine ansprechende Architektur. Das  mit dem geschwungenen Dach besticht durch seine unverwechselbare Sichtbetonfassade. Sie ist teilweise strukturiert und zeigt das stilisierte Bild eines Auwaldes. Entworfen wurde das Sportzentrum von dem Büro Schuster Engineering GmbH. Die Planer lernten auf einer Betonfachveranstaltung die NOEplast Strukturmatrizen kennen und waren fasziniert von den Möglichkeiten, die dieses Verfahren bietet. 

Mit ihm lassen sich beliebige Bildmotive, Strukturen und Ornamente in der Betonoberfläche verewigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Sichtbetonelemente auf der Baustelle oder im Fertigteilwerk entstehen, das Verfahren eignet sich für beide Einsatzgebiete gleichermaßen. 

Beliebiges Design

Um zu gewährleisten, dass die Motive immer den Anforderungen des Gebäudes entsprechen, bietet der Hersteller ein großes Sortiment an unterschiedlichen Standarddesigns an. Darüber hinaus realisiert er individuelle Motive. Ein Angebot, das die verantwortliche Architektin Sigrid Baumgärtner für das Sportzentrum in Gundremmingen gerne wahrnahm. Da sich das Sportzentrum in unmittelbarer Nähe eines Auwaldes befindet nahm sie dieses Thema auf und entwarf das Motiv eines stilisierten Auwaldes. Dabei stellte sich die Frage, ob es besser ist, das Baummotiv in den Beton einzulassen oder es erhaben zu gestalten. Um dies einschätzen zu können, ließ sie Musterplatten anfertigen und entschied sich für die zweite Version.

Befestigung

Das Sportzentrum in Gundremmingen wurde zu einem großen Teil in Fertigteilbauweise erstellt. Infolgedessen lag es nahe, auch die Fassadenplatten vorzufertigen. Dabei entschieden sich die Verantwortlichen für Sandwichelemente. Sie bestehen aus einer 8 cm dicken Vorsatzschicht, einer 14 cm dicken Styropordämmung und einer 20 cm dicken Trägerschicht. Hergestellt hat sie das Betonfertigteilwerk der Firma Dobler, Kaufbeuren. Bei der Baustelle in Gundremmingen arbeitete es als Subunternehmen und war für die Anfertigung und Montage der Fertigteilelemente zuständig. Um die strukturierte Vorsatzschicht der Sandwichelemente zu betonieren, klebten die Mitarbeiter der Firma Dobler die NOEplast Strukturmatrizen auf eine Trägerplatte und fixierten sie anschließend auf dem Rütteltisch. Ein Verfahren, das gerne verwendet wird, weil es im Fertigteilwerk für optimale Arbeitsbedingungen sorgt und auf der Baustelle Schalung spart.

Herstellung und Montage

Nachdem sichergestellt worden war, dass die Matrize nicht mehr verrutschen kann, füllten die Mitarbeiter der Firma Dobler den Beton in die Schalung. Sobald er ausgehärtet war, schalten sie das Fertigteil aus und das Motiv wurde sichtbar. Auf diese Weise stellten sie innerhalb kürzester Zeit 740m² strukturierte Elemente her. Die größten hatte eine Breite von 7,37m und eine Höhe von 3,21m. Für die Herstellung aller 73 Sandwichplatten benötigten die Mitarbeiter des Fertigteilwerkes lediglich zwei NOEplast Strukturmatrizen mit einer Größe von 2,48 x 8,43m. Möglich war dies nur, weil sie die Strukturmatrizen knapp 40-mal wiederverwendeten. Generell können alle NOEplast Strukturmatrizen bis zu 100-mal verwendet werden, was sie äußerst kosteneffizient macht. 

Belegt wird das durch eine Vergleichsrechnung der Planer. Entsprechend dieser kosteten die strukturierten Sandwichelemente nur unwesentlich mehr als nicht strukturierte. So konnte mit einem verhältnismäßig geringen Kapitaleinsatz ein sehr schönes Ergebnis erzielt werden. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass bei diesem Projekt alle Beteiligten – d. h. Planungsbüro, NOE-Schaltechnik und die ausführenden Unternehmen – sehr frühzeitig in die Planung involviert waren. Dadurch wurden ein reibungsloser Bauablauf und ein Ergebnis erzielt, mit dem alle Beteiligten – und vor allem die Nutzer des Sportzentrums – vollauf zufrieden sind.  

Quelle Text und Bilder: NOE-Schaltechnik, Süssen

Schlagworte zu passenden Webseiten in unserem Auftritt

Fassade Matrizen Sichtbeton

Newsletter & Newsfeeds

Mit unserem RSS Newsfeed bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

www.beton.org/rss

Beton. Für große Ideen.

Logo - Beton.org

Diese Internetseiten sind ein Service
der deutschen Zement- und Betonindustrie

  • E-Mail
  • Facebook
  • RSS
  • Twitter
  • YouTube