27.02.2014

Erweiterung und neuer Belag für die Raststätten Riedener Wald

Betone für LKW-Stellplätze müssen hohen Anforderungen genügen.
Bildquelle: HeidelbergCement/Fuchs

Täglich rund 45.000 Pkw und zusätzlich etwa 12.000 Lkw rollen über die A7 bei Würzburg.
Viele von Ihnen nutzen die Raststätten entlang der Verkehrsader – ob für vorgeschriebene Ruhezeiten oder geplante Pausen. Die bisherigen Kapazitäten reichten jedoch für die hohe Nachfrage nicht mehr aus. Deshalb beschloss das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtplanung, das Parkplatzangebot zu erweitern.

Ein Schwerpunkt: die beiden Raststätten Riedener Wald Ost und Riedener Wald West. Hier wurde die Kapazität der Ostseite des Rasthofes von 74 Pkw-Stellplätzen auf 148 und von 21 Lkw-Stellplätzen auf 60 erweitert. Zudem wurde ein Längsparkstreifen für Groß- und Schwertransporte mit einer Länge von 190 m geschaffen. Auch das Angebot auf der Westseite wurde erweitert. Mit nun 158 Park-
möglichkeiten für Pkw (statt bisher 102) und 88 Lkw-Stellplätzen (statt bisher 29) sowie ebenfalls einem 260 m langen Längsparkstreifen für Groß- und Schwerlasttransporter wurde auf die schwierigen Umstände reagiert. Denn vor dem Ausbau lag der Bedarf entlang der A7 laut einer Stellplatzerhebung für Lkw aus dem Jahr 2008 um das dreifache höher als das Angebot.

Doch nicht nur in die Erweiterung wurde investiert. Auch die stark belasteten Fahrbahnoberflächen, die Zu- und Abfahrten und Parkbereiche der Raststätten wurden im Zuge des Ausbaus saniert. Doch statt im gesamten Bereich herkömmliche, bituminöse Beläge zu verwenden, entschied man sich, vermehrt Beton als Baustoff für die Beläge einzusetzen. Vor allem im Bereich der Parkmöglichkeiten und den Zufahrten für den Schwerlastverkehr fand dieser Verwendung – der längeren Lebensdauer und des geringeren Wartungsbedarfs wegen. Am Ende des Ausschreibungsprozesses fiel die Wahl auf Heidelberger Beton.

Beton gemäß ZTV StB 07

Der Beton gemäß den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für den Straßenbau Nummer 07 (ZTV Beton StB 07) wurde dabei von der TBG Transportbeton Glöckle GmbH & Co. KG geliefert. Zudem stand das Werk Würzburg der TBG Transportbeton Mainfranken GmbH & Co. KG als Zusatzwerk bei Engpässen zur Verfügung. Von hier wurde auch dann geliefert, wenn die teilweise hohen Stundenleistungen bei der Betonanlieferung zu sichern waren. Beide Unternehmen sind Beteiligungen der Heidelberger Beton GmbH.

Bei der ersten Baumaßnahme zwischen März und Dezember 2011, bei der die Fahrbahnsanierung und Erweiterung der Raststätte Riedener Wald West erfolgte, wurde der Beton von der Gebrüder Stolz GmbH & Co. KG verarbeitet. Während die Fahrbahnen mit einem Fertiger erstellt wurden, mussten die Parkbereiche aus Beton aufgrund der komplexeren Geometrie händisch bearbeitet werden. Zudem beauftragte das Bauunternehmen die Chemobau GmbH zur Erstellung der Stellflächen für den Schwerlastverkehr, die ebenfalls komplett in Beton ausgeführt sind. Diese Bereiche wurden ebenfalls mit einem Fertiger aufgebracht und verarbeitet.

Ständige Güte-Überwachung


Die Güte des gelieferten Betons und die Verarbeitung wurden durch die Betotech Baustofflabor GmbH gesichert, die vor Ort durch Jürgen Hammrich vertreten wurde. Hierzu entnahmen die Prüfer jedem Betonfahrmischer, der den Beton anlieferte, eine Probe und prüften diese auf die geforderten Frischbetoneigenschaften. Diese wurden maßgeblich durch die Vorgabe bestimmt, dass der gelieferte Luftporenbeton gemäß den ZTV Beton StB 07 für den Einbau mit dem Fertiger eher steif und für den händischen Einbau eher flüssiger sein musste. Zudem wurde darauf Wert gelegt, dass der Beton verarbeitungswilliger als herkömmliche Mischungen war. Hierzu reduzierte man auf Anraten von Jürgen Hammrich von der Betotech Baustofflabor GmbH die Dosierung des Betonverflüssigers (0,2 % bis 0,45 %).

Der eingesetzte Verflüssiger BV 1075 von Sika bewährte sich in diesem Fall und sorgte im Zusammenspiel mit dem speziellen Straßenzement aus dem HeidelbergCement - Werk in Burglengenfeld dafür, dass die Verarbeitung zügig und in hoher Qualität erfolgen konnte. Dies wurde auch durch die Bohrkernprüfung nach 60 Tagen bestätigt.

Auch die stark belasteten Parkbereiche der Raststätten Riedener Wald wurden im Zuge des Ausbaus mit Beton saniert.
Bildquelle: HeidelbergCement/Fuchs

Riedener Wald Ost

Auch die neuen Betondecken der Stellplätze auf der Raststätte Riedener Wald Ost brachten bei den Bohrkernprüfungen sehr gute Ergebnisse. Naheliegend, wurde doch der gleiche Beton aus den gleichen Werken verwendet wie bereits bei der Westseite der Raststätte. Die Bereiche der Ostseite wurden zwischen März und Oktober 2012 ausgebaut und erneuert. Hier übernahm das Unternehmen Heilit+Woerner Bau GmbH im Auftrag der Stratebau den Einbau der Betone. Die Bauüberwachung erfolgte durch die zu Stratebau gehörende Prüfgesellschaft TPA (TPA Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation GmbH).
Der Einbau der Stellflächen aus Beton erfolgte mit einem eigens von Heilit+Woerner entwickelten und hergestellten Betoneinbauzug mit einer Einbaubreite von 18 Metern. Er übernahm den Großteil der Einbauarbeiten und wurde durch den händischen Einbau auf geometrisch schwierigen Flächen ergänzt.

Fit für mehr Verkehr

Mit den neuen Stellplätzen und einer sanierten Fahrbahn wurden die beiden Raststätten Riedener Wald Ost und West fit für die weiter steigende Anzahl an Pkw und Lkw gemacht, welche die A7 als wichtige Autobahn nutzen. Die dabei investierten rund 10 Millionen Euro übernimmt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtplanung und investiert damit auch in die Sicherheit. Denn die zu geringe Anzahl an Lkw-Stellplätzen hatte in den letzten Jahren gehäuft zu Unfällen geführt. Um die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten zu können, stellen die Lkw-Fahrer ihre Fahrzeuge illegal an Zu- und Abfahrten von Raststätten und Parkplätzen ab und behindern so das sichere Ab- und Auffahren von der und auf die Autobahn.

Dass zusätzlich zu den neuen Fahrbahnen und Parkierungsmöglichkeiten auch noch das Raststätten-Gebäude Riedener Wald West für rund zwei Millionen Euro erneuert wurde, steigert zwar nicht direkt die Sicherheit, jedoch deutlich den Komfort. Ein Komfort, der auch beim Befahren der neuen Verkehrsflächen bemerkbar sein dürfte.
Vor allem für den Schwerlastverkehr: Denn auch bei großer Hitze und starker Belastung entstehen auf den neuen Betonflächen, anders als bei bituminösen Lösungen, keine Fahrrillen durch Verdrückungen und damit keine der bekannten Schäden auf den Fahrbahnen. (Zeichen 6.305)

Objektsteckbrief

•   Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
•   Bauherr: Autobahndirektion Nordbayern
•   Beton: Luftporenbeton gemäß ZTV Beton StB 07 für Straßenbau
•   Beratung: Betotech Baustofflabor GmbH, Bereich Rhein-Main
•   Betonlieferung: TBG Transportbeton Glöckle GmbH & Co. KG, Werk Grafenrheinfeld;
     TBG Transportbeton Mainfranken GmbH & Co. KG, Werk Würzburg; beides Beteiligungen der
     Heidelberger Beton GmbH
•   Verarbeitung West: Gebrüder Stolz GmbH & Co. KG, Hammelburg mit Chemobau GmbH,
     Denzlingen
•   Verarbeitung Ost: HEILIT+WOERNER Bau GmbH, München im Auftrag der STRATEBAU,
     Regensburg
 
Quelle:HeidelbergCement in Deutschland

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