20.03.2015

Energetisches Bauen mit Thermowänden

SySpro, die Qualitätsgemeinschaft für Betonfertigteile, hat auf ihrer diesjährigen großen Außendiensttagung im Februar das Thema „Energetisches Bauen mit Betonfertigteilen“ in den Fokus genommen. Damit haben die Mitgliedsunternehmen den Startschuss für die Umsetzung der inzwischen hervorragend aktivierten Präzisionsbauteile gegeben. In einem Workshop über zwei Tage thematisierten namhafte Fachleute der Betonbranche und Experten fachverwandter Sachgebiete die Einsatzbedingungen anhand der ersten Referenzprojekte. Im Mittelpunkt stand der Büroneubau der Andernacher Bimswerke im Thermowand-System. Dipl.-Ing. Architekt Sven Letschert, Planfaktur Montabaur, demonstrierte die Wirtschaftlichkeit des Neubaus in Verbindung mit Betonkern aktivierten Elementdecken.

Massivbauweise mit Betonelementen punktet

Für Dr. Herbert Kahmer, Geschäftsführer der SySpro-Gruppe Betonbauteile e. V. war das Ziel dieser beiden intensiven Tage aufzuzeigen, wie die Vorteile des Einsatzes vorgefertigter Betonfertigteile wie Schall- und Wärmedämmung, Baukostenreduzierung und Bauzeitverkürzung mit energetischem Bauen intelligent zu verbinden sind. Eine Aufgabe, die nur mit einer verlässlichen Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten und insbesondere einer rechtzeitigen Einbindung der Fachplaner und Betonfertigteilehersteller zu lösen ist.

Der Baustoff Beton in Form von Fertigteilen bietet die Möglichkeit, schnell und qualitativ hochwertig zu bauen. Betonfertigteile sind nicht nur von einer genormten Qualität, sie genügen auch höchsten Ansprüchen an Wohnkomfort, Wärmespeicherung und Umweltfreundlichkeit. Damit werden sie auch zukünftigen Anforderungen an Gebäude wie dem Ressourcen- und Energieverbrauch während des gesamten Gebäudelebenszyklus gerecht. Die Idee ist die effiziente Nutzung von erneuerbaren Energien beim Gebäudebetrieb beispielsweise durch energetisch optimierte Fassaden, eine thermische Betonkernaktivierung oder aber eine spezielle Gebäudetechnik, um so komplette Gebäudekonzepte zu realisieren.

Grundlage der hochkarätigen Veranstaltung bildeten der „Statusbericht zum energetischen Bauen mit Beton“ von Prof. Dr. Ing. Matthias Middel, Geschäftsführer BetonMarketing West sowie die Neuerungen, die die „EnEV 2014“ mit sich bringt von Prof. Dr. Julian Kümmel, TH Mittelhessen. Da die Gebäudehülle durch ihre wirksame Speicherfähigkeit in der Lage ist, ganzjährig für ein behagliches Wohnklima zu sorgen, ist die Kombination von Beton und Wärmedämmung ein entscheidender Faktor für das energetische Bauen und Wohnen. Die entsprechende Basis für den Bauherren, also gute U-Werte und eine dünne Energiehülle, liefert der SySpro-Wärmebrückenatlas, der seit letztem Jahr online abrufbar ist.

Das Thema „Wohnkeller – Wert und Nutzung“ von Dipl.-Ing. Thomas Bose, BetonMarketing Süd, bot geradezu die Steilvorlage für den Vortrag von Dipl.-Ing. Jörg Falke, Business Director der Dywidag Systems International zur Fugenabdichtung von Elementwandkellern in einer wirtschaftlichen WU-Bauweise mit speziellen Abdichtungssystemen.

Mit dem Beitrag über „Sichtbeton bei Elementdecken und -wänden“ von Horst Erler, Holcim GmbH, gelang es, die Gestaltung von Energiefassaden unter den besonderen Möglichkeiten der Fertigteilproduktion abzurunden.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten darüber hinaus die ergänzenden Vorträge zu „Brandriegeln in Fassaden“ von Dipl.-Phys. Ingolf Kotthoff, Ingenieurbüro für Brandschutz und Fassaden, sowie „Schallabsorption und thermische Effizienz in bauteilaktivierten Elementdecken“ von Dr.-Ing. Horst Drotleff, Fraunhofer-Institut für Bauphysik.

Fazit: Energetisches Bauen wird eine entscheidende Konstante der Zukunft im Bau sein. Es ist daher zwingend notwendig, die Möglichkeiten und Vorteile des energetischen Bauens mit geprüften Betonfertigteilen weiter auszubauen.

Quelle:SySpro Gruppe Betonbauteile e. V.

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