22.01.2013

Einfamilienhaus aus Isolationsbeton

Traditionelle Bauweise, neu interpretiert



Tradition aus heutiger Sicht: unten massiv, oben leicht. Das klassische Satteldach scheint zu schweben und ist auf der Südhälfte mit Photovoltaikzellen gedeckt. Foto: Liapor / Frommel fotodesign

Der neue Riegelbau in Bad Kohlgrub gliedert sich von Volumen, Dachform und Firstrichtung her ganz in das Bebauungsbild der Umgebung ein, setzt aber mit seinen massiven Mauern in Sichtbetonoptik und den lichten Glasfronten auch neue Akzente im Ort. Der verwendete Liapor-Isolationsbeton sorgt für die gewünschte Schlichtheit und Einfachheit, gleichzeitig aber auch für die nötige Energieeffizienz des Einfamilienhauses.

Zwei Leitgedanken prägten die Bauherren Stefanie und Boris Alexy beim Bau ihres neuen Eigenheims samt integrierter Einliegerwohnung im bayerischen Bad Kohlgrub: Einfach bleiben und Energie sparen. Deshalb entschieden sie sich auch gegen ein Haus in Holzbauweise oder ein Passivhaus. Denn trotz intensiven Studiums aller Bauvarianten erschien ihnen der technische Aufwand für den Bau eines Holz- oder Passivhauses letztlich zu hoch. Den Vorschlag für den Baustoff Beton machte ihnen dann Architekt Wolf Frey. Seine Grundidee sah einen monolithischen Betonbau mit hoher Isolationswirkung vor, kombiniert mit viel Glas – und dabei in traditioneller Form errichtet, nämlich als Quader mit Satteldach. „Letztlich überzeugt hat uns ein Besuch bei einem Studienkollegen unseres Architekten, der schon seit 20 Jahren in seinem Liapor-Leichtbetonhaus wohnt. Das hat uns gefallen, wir haben uns dort wohl gefühlt und jeder Zweifel zur Haltbarkeit war ausgeräumt“, so die Bauherren im Rückblick.


Beton wie geschalt ist für das Ehepaar Alexy „der ideale Baustoff“: Die Blähtonkügelchen als Zuschlag im Leichtbeton sorgen für Natürlichkeit, Stabilität, ideales Raumklima, optimale Dämmung und Langlebigkeit. Foto: Liapor / Franz Zuegner

Unten schwer, oben leicht

Markant an einem Westhang mit Blick auf die Landschaft gelegen, bietet das 250 Quadratmeter große Haus neben dem Wohnbereich für die Bauherren auch eine Einliegerwohnung im Erdgeschoss. „Unser Haus ist sehr traditionell: Dicke Mauern unten, leichte Bauweise oben – so hat man in den Bergen schon immer gebaut. Hier muss ein Haus funktionieren und Wärme und Schutz geben“, erklärt Boris Alexy. Und genau diese Ansprüche erfüllt das neue Eigenheim durch den verwendeten Isolationsbeton. Denn es bietet mit einer Wandstärke von 50 Zentimetern und den dreifach verglasten Fenstern optimale Energieeffizienz, ohne dass eine zusätzliche Dämmung aufgebracht werden musste. Und das ist gut so, denn die Bauherren wollten innen wie außen genau die lebendige, markante Struktur der Betonwände beibehalten, wie sie nach dem Ausschalen zu sehen war.

Lichtdurchfluteter Raum: viel Licht auf allen Wohnebenen, sogar in der Ferienwohnung im Souterrain, dazu viele Ausblicke in die Natur. Das lässt auch den monolithischen, 50 Zentimeter dicken Beton leicht erscheinen. Foto: Liapor / Franz Zuegner

Natürlicher Temperaturausgleich

Die Rezeptur für den Liapor-Isolationsbeton entwickelte die betotech München GmbH & Co. KG, verbaut wurde Liapor-Leichtbeton LC8/9 mit der Rohdichteklasse D1,1 und der Expositionsklasse XC4, XF1. Die Decken des Hauses wurden aus LC25/28 errichtet, während die Bodenplatte und Innenwände aus Normalbeton bestehen. Das Haus hat dank der im Leichtbeton enthaltenen Liapor-Blähtonkugeln nicht nur hervorragende Werte bei Wärmedämmung und -speicherung. Vielmehr gleichen die massiven Mauern auch Temperaturschwankungen wirkungsvoll aus. „Alle umliegenden Häuser im Neubaugebiet müssen beschatten, wir jedoch nicht. Der Betonkörper reguliert die Temperatur von allein“, so das Fazit des Bauherrn.

Quelle: Liapor GmbH & Co. KG

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