02.10.2018

Dyckerhoff Architects Night

Kunst trifft Beton im Frankfurter Städel-Garten

Wie hier der Künstler Manuel Franke (links) selbst demonstriert, soll der Colormaster F die Besucher auch zum spielerischen „Benutzen“ einladen. Rechts daneben Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst des Städel sowie Martin Möllmann von der Dyckerhoff GmbH und Michael Latzik von der Dyckerhoff Beton GmbH & Co.

Mit dem Städel Museum in Frankfurt, über das wir hier bereits berichtet haben, hatte sich das Unternehmen Dyckerhoff eine Location „vom Feinsten“ ausgesucht, als es Mitte September zur Architects Night einlud. Im „Städel Garten“ trafen sich annähernd 70 Gäste, um zum einen das Kunstobjekt „Colormaster F“ des Düsseldorfer Künstlers Manuel Franke zu bewundern, zum anderen aber auch, um das damit verbundene perfekte Zusammenspiel von Kunst und Beton zu würdigen.

Annähernd 70 Gäste trafen sich Mitte September im Frankfurter Städel-Garten zur Dyckerhoff Architects Night.

Das Städel Museum Frankfurt gehört zu den ältesten Kunstmuseen Deutschlands und verfügt über einen Bestand von rund 3.000 Gemälden, 600 Skulpturen, 4.000 Fotografien und mehr als 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken. Dass sich der im benachbarten Wiesbaden ansässige Zement- und Betonhersteller Dyckerhoff gerade diesen Ort für seine Architects Night wählte, hatte gleich mehrere Gründe. Denn, wie schon Martin Möllmann, Direktor der Dyckerhoff GmbH, bei seiner Begrüßung ausführte, bestehen zwischen dem Städel Museum und Dyckerhoff bereits seit längerem enge Beziehungen. Sichtbares Zeichen dafür ist zum einen die elegante, aus weißem Betonwerkstein gefertigte Zugangstreppe zu dem nach den Entwürfen der Frankfurter Architekten schneider+schumacher vor einigen Jahren entstandene Erweiterungsbau. Zum andern besticht diese neue Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst mit einem strahlend weißen Terraplanboden, einem ästhetisch besonders ansprechenden und sehr dauerhaften Betonbodensystem auf Basis von Dyckerhoff Weisszement.

Ganz aktuell aber war es natürlich der „Colormaster F“, den der Düsseldorfer Künstler Manuel Franke im Rahmen der Reihe „Im Städel Garten“ entwickelt hat – ein monumentales, 50 Meter langes und 2,5 Meter hohes Kunstwerk. Dabei ist der Städel Garten zwischen Museum und Städelschule kein Museum im klassischen Sinne. Aber, so Dr. Martin Engler, der Sammlungsleiter Gegenwartskunst des Städel, „er verlängert und erweitert das Museum nach außen“. Vor allem aber ist der halb öffentliche, halb private Garten „ein Raum der Begegnung, der zum Verweilen einlädt“. Und genau dieser Raum und seine Funktionen waren es, die den Künstler zu dem temporären Kunstobjekt inspirierten. Mit dem „Colormaster F“ wollte er im Städel Garten „eine raumgreifende Geste eine neue, körperlich erfahrbare Begrenzung“ schaffen. Halb Skulptur, halb Malerei, setzt „Colormaster F“ der auf drei Seiten von Gebäuden begrenzten Rasenfläche eine gebogene Membran in leuchtenden monochromen Farben entgegen. Als unüberwindliches Hindernis versperrt Frankes Objekt einerseits den gewohnten Blick, macht den Rasenhügel andererseits jedoch in ganz neuer Weise erfahrbar. Bei der Wahl des Materials entschied sich der Künstler, der bei seinem Werken meist Baustoffe verwendet, die auch in der Architektur eingesetzt werden, neben gebogenen, orangenen Wellblech-Membranen im Sockelbereich für blau pigmentierten Sichtbeton aus Dyckerhoff Weiss. Hergestellt wurden die Betonelemente von der Betonmanufaktur Kleemann aus Rodgau.

Dass das Ziel des Künstlers, mit dem „Colormaster F“ nicht nur den Garten in seiner räumlichen Konstellation zu verändern, sondern zugleich einen weiteren, zusätzlichen Raum innerhalb des Gartens zu schaffen, der gleichermaßen offen wie abgeschlossen ist, voll und ganz erreicht wurde – davon konnten sich die Besucher der Dyckerhoff Architects Night selbst überzeugen. Auch für sie war es eine völlig neue und interaktive Erfahrung des vertrauten Städel Gartens, die sie vor allem dazu nutzten in angenehmer, spätsommerlicher Atmosphäre Meinungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Quelle und Fotos: Dyckerhoff GmbH

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