15.03.2018

Dränbeton als Leichtgewicht

Pervia® Classic mit niedriger Rohdichte

Die Pflasterung einer Tiefgaragendecke wird vorbereitet. Pervia® Classic mit niedriger Rohdichte sorgt als Bettungsmaterial für eine deutliche Reduzierung des Auflastgewichts.

Dieser Dränbeton ist zugleich ein Leichtgewicht: Bei einem Bauvorhaben in Hamburg ist die besondere Eigenschaftskombination von wasserdurchlässigem Pervia® und einer niedrigen Dichte gefragt.

Der Dränbeton wird mittels Schubkarre aufgebracht und glattgezogen. Dann kann die Pflasterung gesetzt werden. Der Gesamtaufbau sorgt für ein effizientes Wassermanagement.
Zur Pervia®-Produktfamilie zählen Dränbetone für Verkehrsflächen und für den Garten- und Landschaftsbau. Sie haben eine hohe Wasserdurchlässigkeit von ca. 100 l/m² pro Stunde.

Ein Einfamilienhaus in Hamburg, darunter eine Tiefgarage. Sie erstreckt sich auch unter den Innenhof der U-förmigen Villa und unter Außenbereiche des Grundstücks. Diese Bereiche auf der Tiefgaragendecke sollten nach dem Wunsch des Eigentümers eine Pflasterung bekommen. Die Herausforderung für die Planer von Meyer Terhorst Architekten, Hamburg, bestand darin, die Auflast auf der bestehenden Decke aus konstruktiven Gründen insgesamt möglichst gering zu halten.

Die Lösung in Form eines gewichtsreduzierten Bettungsmaterials hatte die CEMEX Deutschland AG im Portfolio. Pervia® Classic mit niedriger Rohdichte ist ein Spezialbeton mit gleich zwei besonderen Eigenschaften: Er ist ein Dränbeton mit einer hohen Wasserdurchlässigkeit von ca. 100 l/m² pro Stunde. Zugleich liegt seine Rohdichte dank einer leichten Gesteinskörnung um mehr als die Hälfte unter der eines konventionellen Betons. Der Baustoff erreicht einen Hohlraumgehalt von mindestens 15 %.

Rund 45 Kubikmeter des haufwerksporigen Betons produzierten die Mitarbeiter des Transportbetonwerks Hamburg-Billbrook im September für die Baustelle, wo die Bahl GmbH Garten-, Landschafts- und Schwimmteichbau aus Kiebitzreihe den Einbau übernahm. Unmittelbar auf der Tiefgaragendecke legte die Fachfirma ein dränierendes System aus Folien und einem Abfluss an. Darauf kam eine 20 cm dicke Schicht aus Pervia® Classic als Bettungsmaterial, in das dann die Pflasterung gesetzt werden konnte.

Zur Pervia®-Produktfamilie zählen Dränbetone für Verkehrsflächen und für den Garten- und Landschaftsbau. Sie zeichnen sich durch einen definierten Hohlraumgehalt aus, erzielt durch die Verwendung einer haufwerksporigen Gesteinskörnung mit eng begrenzter Korngruppe. Der Zementleim umhüllt die Gesteinskörnung, die sich nur punktuell berührt und ein durchlässiges Hohlraumgefüge bildet. Damit der Zementleim die Körner ganz umhüllt, gehört ein spezielles Zusatzmittel der CEMEX Admixtures GmbH zur Rezeptur.

Ebenso wie Pervia® Classic entspricht auch die Rezepturvariante mit niedriger Rohdichte den Grundsätzen des Merkblattes Dränbetontragschichten (M DBT) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). So erreichen auch diese Dränbetone einen Durchlässigkeitsbeiwert (DIN 18130) von kf ≥ 5x10-5 m/s. Abweichungen ergeben sich hinsichtlich der angestrebten  Druckfestigkeit.

„Pervia® Classic mit niedriger Rohdichte wird mit leichter Gesteinskörnung hergestellt. Seine Rohdichte liegt zwischen 0,6 kg/dm³ und 1,2 kg/dm³, je nach verwendeter Körnung und Zielsetzung. Der Druckfestigkeitsbereich bewegt sich zwischen 1 und 4 N/mm2. Das hängt von der gewählten Gesteinskörnung ab und davon, ob und wie stark verdichtet wird“, erklärt Romanus Diedrich, Prüfstellenleiter / Regionalkoordinator Nord-West, Gebiet Hamburg/Schleswig-Holstein der CEMEX Deutschland AG. Bei dem Projekt in Hamburg haben die Transportbetonspezialisten ein Einkorngemisch aus einer Blähtonkörnung mit Korngrößen von 4 bis 8 mm gewählt. Die Rohdichte lag bei 0,8 kg/dm³ und die Druckfestigkeit im Vortest bei 2,5 N/mm2.

Das spezielle Körnungsmaterial Blähton basiert auf kalkarmem Ton. Wird dieser Ton im Drehrohrofen gesintert, verbrennen feine organische Partikel und blähen die Körner auf das bis zu Fünffache des Ausgangsvolumens auf.

Romanus Diedrich: „Die Verarbeitung von Blähton im Transportbetonwerk ist anspruchsvoll. Man muss die Körnung vornässen, damit sie nicht Wasser aus dem Zementleim zieht. Auch dass Blähton so leicht ist, kann eine Herausforderung für die Anlage darstellen. Kompliment an die Kollegen vom Werk Billbrook, die das Projekt souverän bewältigt haben.“

Quelle: CEMEX Deutschland AG
Fotos: Meyer Terhorst Architekten

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