11.04.2019

CEMEX BetonForum 2019

„robust – dauerhaft – nachhaltig“

Sichtbeton in Höchstform, Bauvertragsrecht, innovative Bauchemie, Verfügbarkeit mineralischer Rohstoffe, klinkereffiziente und zukunftsweisende Zemente, Optimierungen in Produktion und Logistik des Transportbetons – die 150 Teilnehmer zeigten reges Interesse an den praxisnahen Themen des CEMEX BetonForums 2019 in Potsdam.

„robust – dauerhaft – nachhaltig“ – eine passende Überschrift für das CEMEX BetonForum 2019, die wissenschaftlich-technische Fachveranstaltung für Kunden und Partner der CEMEX Deutschland AG. Am 21. März 2019 sprachen interne und externe Referenten in der Potsdamer Schinkelhalle über aktuelle Problematiken und wegweisende Lösungen in der Betonbauweise.

Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland AG, begrüßte die Gäste und skizzierte die fünf wichtigsten anstehenden Herausforderungen der Branche: dem Kostendruck neue Lösungen entgegensetzen, eine digitale Strategie für den Vertrieb umsetzen, die Fokussierung auf den Kunden, die Anwendung digitaler Instrumente (BIM) auf den Baustellen und das Thema Smart Home.

CEMEX Förderpreis Beton 2018

Nach einer Einführung durch das Jury-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Horst Michael Ludwig, Bauhaus-Universität Weimar, hatten die Preisträger des CEMEX Förderpreises Beton 2018 das Wort. Dr.-Ing. Egor Secrieru, TU Dresden, resümierte seine Forschungsergebnisse zum Pumpverhalten moderner Betone und deren Einsatz in der Praxis, und Dr.-Ing. Tim Link, Bauhaus-Universität Weimar/CASEA GmbH, berichtete über die Weiterentwicklung von Dicalciumsilicat-Bindern.

Puristisch gestalten mit Sichtbeton

Markus Neuber, Geschäftsführer der ALN  |  Architekturbüro Leinhäupl  +  Neuber  GmbH aus Landshut, belegte seine in der Baupraxis gewonnene Überzeugung, dass Sichtbeton mehr sei als nur eine Mode, vielmehr ließen sich damit intelligente, puristische Entwürfe umsetzen. „Als äußerst flexibler und gleichzeitig kosteneffizienter Baustoff erlaubt Beton auch Formen jenseits des rechten Winkels und lässt eine außergewöhnliche Formensprache zu“, meint der Architekt. Eine nachhaltige Besonderheit des von ihm vorgestellten Projekts, für das er einen 1. Preis beim CEMEX Building Award 2018 zugesprochen bekam: Das flache und massive Satteldach des Gebäudes besteht aus Beton mit integrierter Betonkernaktivierung.

Höherwertiges Bauen – sicher gestalten

Rechtsanwältin Dr. Viviane Körner von der Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle Partnerschaft betonte, dass Verträge zu Bauprojekten rechtzeitig angegangen werden und so gestaltet sein sollten, dass es gar nicht erst zu Rechtsstreitigkeiten komme. Dabei sei der gesamte Lebenszyklus des Bauwerks von der Planung bis einschließlich der späteren Instandhaltung zu berücksichtigen. Das heißt neben dem eigentlichen Bauvertrag sei der – manchmal zu wenig beachtete – Planervertrag wichtig, beide sollten miteinander in Einklang stehen.

Enge Verbindung: Baustoffe und Umwelt

Die Klimaveränderungen stellen neue Herausforderungen dar, auch an die Wahl von Baustoffen, so Dr.-Ing. Veronika Märkl, CEMEX Deutschland AG. So könnten entsprechend ausgewählte Baustoffe dazu beitragen, beispielsweise das Stadtklima verbessern (Heat-Island-Effekt), die Feinstaubbelastung zu senken, die Luftqualität zu verbessern oder Lärm zu reduzieren. Offenporiger Beton als Straßenbelag sei ein gutes Beispiel dafür. Gleichzeitig gelte es, auch die Umwelteinwirkung von Baustoffen zum Beispiel durch Auslaugungen im Bereich Boden und Grundwasser zu berücksichtigen. Dies sei ebenfalls Gegenstand aktueller Forschungen.

Weltweiter Einsatz von bauchemischen Produkten

Von Wolfgang Salmen, CEMEX Admixtures, wurden spezielle bauchemische Produkte vorgestellt, die weltweit bei Projekten zum Einsatz kommen und so neue bautechnische Lösungen ermöglichen. Beispiele für solche hochwertigen Spezial-Betone sind der offenporige Beton Pervia, der Faserbeton Resilia, der auch in dünnen Lagen eine hohe Belastbarkeit aufweist, sowie der Leichtbeton Insularis, der gut dämmend wirkt und sogar schwimmfähige Konstruktionen erlaubt.

Mineralische Rohstoffe durchdringen unser gesamtes Leben

Mineralische Rohstoffe sind die Basis vieler Industriezweige, und auch fast alle Bauprojekte benötigen mineralische Rohstoffe; insgesamt liegt der jährliche Bedarf pro Bundesbürger bei ca. 7,2 Tonnen. Der nachhaltige Umgang mit diesem wertvollen Rohstoff wird seit Jahren bereits umgesetzt. Jedoch führen Fehlinformationen und zähe Genehmigungsverfahren dazu, dass mineralische Rohstoffe knapp werden, berichtete Marcel Busch, CEMEX Deutschland AG, in seinem Vortrag. An Beispielen wurde aufgezeigt, dass die in Anspruch genommenen Flächen in der Regel nach der Gewinnung höherwertig an die Gesellschaft zurückgegeben werden.

Wir müssen handeln

Benjamin Sell, CEMEX Zement GmbH, stellte den erreichten Stand und die nächsten Schritte bei der Anwendung klinkereffizienter Zemente zur Minderung der CO2-Emissionen vor. Durch die Anwendung von CEM II- und CEM III-Zementen konnten in den letzten Jahrzehnten deutliche Erfolge erzielt werden. Mit der kommenden Ausgabe der Zementnorm EN 197 werden CEM II/C-M-Zemente aufgenommen, die auf den Erfahrungen mit den bisher produzierten 23 Millionen Tonnen CEM II/B-M-Zementen und deren Einsatz in ca. 60 Millionen Kubikmeter Transportbeton aufbauen und eine weitere CO2-Reduzierung ermöglichen. „Die Umsetzung dieser Zielstellungen bedarf der Mitwirkung aller – von der Planung über die Betonherstellung bis zur Bauausführung“, so das Fazit.

„Transportbeton – produzieren, transportieren, platzieren“

Karsten Schubert, CEMEX Deutschland AG, zeigte auf, wie das Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette technische und logistische Optimierungen vornimmt und gleichzeitig den Kundenservice verbessert. So wird Versorgungsengpässen an Rohstoffen in Form einer eng abgestimmten Einkaufs- und Lieferkette zwischen allen Sparten sowie durch Forschung im Bereich alternativer Einsatzstoffe begegnet. Da rund 40 Prozent der Kosten von Transportbeton in der Logistik entstehen, nutzt CEMEX die vorhandenen logistischen Ressourcen durch eine detaillierte Vorplanung, die permanente Überwachung der Fuhrparksituation und digitale Technologien – wie die Kundenplattform CEMEX Go – effektiv aus.

Dauerhafte Bauwerke schaffen

Zum Ende der Veranstaltung schlug Peter Lyhs, Director Product Technology von CEMEX Deutschland, noch einmal den Bogen zum Motto des BetonForums und machte deutlich, dass der verantwortungsvolle Einsatz wertvoller Rohstoffe auch dadurch legitimiert wird, dass damit langfristig genutzte Bauwerke geschaffen werden, die die Kriterien „robust – dauerhaft – nachhaltig“ erfüllen. Die Veranstaltungsreihe wird am 11. April 2019 im marinaforum Regensburg fortgesetzt. Informationen unter www.cemex.de/betonforum.

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