19.03.2018

Brückensanierung

Mit Dyckerhoff XPOSAL 105

Zur Sanierung der Brücke erstellte Dyckerhoff ein den hohen Anforderungen entsprechendes Betonkonzept. (Foto: Bart van Hoek)

Die Fahrbahnplatte der niederländischen Ewijk-Brücke wurde mit dem hochfesten Beton Dyckerhoff XPOSAL 105 ertüchtigt. Dadurch werden die Spannungen in der Tragplatte im Vergleich zu einer Asphaltdecklage um bis zu 80 % reduziert, die Restlebensdauer der über 40 Jahre alten Brücke wird deutlich erhöht.

Der eigens entwickelte Einbaufertiger kann auf einer Breite von 12 m in einem Zug einbauen. (Foto: Bart van Hoek)
Die Restlebensdauer der Ewijk-Brücke wurde durch die Ertüchtigung der Fahrbahnplatte deutlich erhöht. (Foto: Bart van Hoek)
Dyckerhoff XPOSAL 105 – Konzept

Die Ewijk-Brücke wurde im Jahr 1976 als Stahlbrücke gebaut. Die Stahlplatte wird von Längs- und Querträgern getragen, die mit der Tragplatte verschweißt sind – ein sogenanntes orthotropes Plattentragwerk. Aufgrund der erhöhten Verkehrsbelastung traten Ermüdungsrisse auf, die eine Verstärkung der Tragkonstruktion erforderten.

Eine in den Niederlanden schon mehrfach angewandte Methode ist die Verstärkung der Tragplatte durch eine Decklage aus bewehrtem hochfestem Beton der Festigkeitsklasse C 90/105.

Für den Einbau dieses 8 cm starken Betons entwickelte das Auftragnehmer-Konsortium (Strukton und Ballast Nedam) einen speziellen Fertiger, der hohe Anforderungen an die Gleichmäßigkeit des Betons stellt. Der Einbauzug kann auf einer Breite von 12 m mit hoher Verdichtungsenergie eine sehr starke Verbindung zwischen Beton und Stahl herstellen. Mit einer Geschwindigkeit von 20 cm pro Minute werden 100 m Brückendecke an einem Tag gefertigt. Für eine optimale Haftung mit der Stahlbahnplatte wird eine Haftbrücke aus Bauxit und Epoxidharz aufgetragen. Es wird sowohl konventionelle Stahlbewehrung eingesetzt als auch 75 kg/m3 Stahlfaser zugegeben. Die Stahlfasern werden mit einer neuen Stahlfaser-Dosieranlage im Werk dosiert. Als zusätzliche Maßnahme zur Sicherstellung einer optimalen Konsistenz von Dyckerhoff XPOSAL 105 wurden die Mischfahrzeuge mit „Regenhauben“ versehen, um das Eindringen von Regenwasser zu vermeiden.

Sämtliche Betonlieferungen erfolgten von der Dyckerhoff Basal Anlage in Arnheim. Insgesamt wurden an 20 Betoniertagen im Zeitraum von Juni bis Dezember 2016 ca. 2.400 m3 Dyckerhoff XPOSAL 105 ausgeliefert, zweimal wurde auch nachts betoniert.

Entwicklung von Dyckerhoff XPOSAL 105 (XF4, F3/F4) auf Basis von Dyckerhoff VARIODUR 30

Der Brückenbelag aus hochfestem Beton muss hohen Ansprüchen gerecht werden, insbesondere bestehen Anforderungen an Druckfestigkeit, E-Modul, Dauerhaftigkeit, Haftfestigkeit an der Fahrbahnplatte, autogenes Schwinden sowie an die Verarbeitungseigenschaften. Als Expositionsklasse ist XF4 definiert (hoher Frost-/Tausalzwiderstand). Die von der Einbaumaschine verlangte Konsistenz liegt zwischen F3 und F4 (Ausbreitmaß 450–500 mm). Die Verarbeitbarkeitszeit sollte mehr als 2 Stunden betragen.

Die Zusammensetzung des hochfesten Betons hat Dyckerhoff Basal zusammen mit dem Wilhelm Dyckerhoff Institut in Wiesbaden entwickelt. Das Ergebnis: Dyckerhoff XPOSAL 105 steht für einen robusten hochfesten Beton der Druckfestigkeitsklasse C90/105 auf Basis von Dyckerhoff VARIODUR 30 (Normbezeichnung CEM II/B-S 52,5R). VARIODUR ist ein Premiumzement, der im Dyckerhoff Werk Neuwied auf Basis einer patentierten Technologie hergestellt wird.

Quelle und Abbildung: Dyckerhoff GmbH

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