01.03.2018

Betonwerksteinpreis 2017

Erster Preis für modulares Lichtregal

Sie hatten die Qual der Wahl: Die Jurymitglieder des Fördervereins. Von links: Peter Aicheler, Richard Scheer, Dr. Ulrich Lotz, Wolfgang Kinzebach, Beate Leinmüller, Ute Bayer und Martin Möllmann (nicht im Bild Stefanie Blank)

Der Förderverein der Bundesfachschule für Betonwerker prämierte die Meisterstücke des Jahres 2017.

Der Betonwerksteinpreis für Gestaltung 2017 geht an René Hartmann, der die Fachjury mit seinem modularen Lichtregal beeindruckte.
Simon Nies erhielt eine Belobigung für seine außergewöhnliche „Feuerstelle mit Sitzgelegenheit“.

Der Betonwerksteinpreis für Gestaltung 2017 geht an René Hartmann aus Ulm, der die Fachjury mit seinem eleganten modularen Lichtregal beeindruckte. Mit einer Belobigung zeichnete der Förderverein der Bundesfachschule für Betonwerker (FBB) die von Simon Nies gebaute „Feuerstelle mit Sitzgelegenheit“ aus – einen ganz besonders außergewöhnlich gestalteten Ort des Wohlfühlens.

Fünf angehende Betonwerksteinmeister hatten sich 2017 zur Prüfung angemeldet, das erforderliche Meisterstück angefertigt und zur fachkundigen Begutachtung präsentiert. Das Spektrum der Meisterstücke reichte dabei von einem Licht- und einem V-Regal über eine Säulenlampe bis hin zu einem Wabengrill und einer Feuerstelle. Sie alle entsprachen voll und ganz dem mit dem alljährlich ausgelobten Betonwerksteinpreis verbundenen Ziel – nämlich neben der handwerklichen Präzision insbesondere auch die Design- und Gestaltungsvielfalt des Werkstoffs Beton herauszustellen.

Somit hatten die Juroren des Fördervereins, die Ende vergangenen Jahres die Prämierung vornahmen, einmal mehr die Qual der Wahl. Der Fachjury gehörten an: Beate Leinmüller, Designerin an der Hochschule für Gestaltung in Stuttgart, die die Teilnehmer des Meisterkurses wie immer intensiv bei der Ideenfindung sowie der Gestaltungsumsetzung beraten und unterstützt hatte, Architektin Ute Bayer aus Blaubeuren, Betonsteinmeister Peter Aicheler, Aicheler + Braun GmbH, Tübingen, Betonwerksteinmeister Richard Scheer, Scheer GmbH + Co. KG. St. Goar, Wolfgang Kinzebach, Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG aus Heuchelheim, Dr. Ulrich Lotz vom Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg aus Stuttgart, Stefanie Blank von der FBF Betondienst GmbH, Veranstalter der BetonTage, sowie Martin Möllmann von der Dyckerhoff GmbH in Wiesbaden.

And the winner is: Ein modulares Lichtregal mit besonders ästhetischer Funktionalität

Der Betonwerksteinpreis für Gestaltung 2017 geht an René Hartmann aus Ulm von der Harsch Bau GmbH. Er beeindruckte die Jury mit seinem modularen „Lichtregal“, einer eleganten und gekonnten Materialkombination aus selbstverdichtendem Beton auf Basis Flowstone und geschliffenen Glas. Es besteht aus insgesamt vier Modulen, die beliebig auf- oder nebeneinandergestellt werden können. Die Fertigung der Form erfolgte mittels einer Schalung, deren Rundungen aus Betoplan mit der Wasserschneidmaschine geschnitten wurden. Betoniert wurde mit Flowstone, wobei als Gesteinskörnungen Cris Carb und Granitsilbergrau zum Einsatz kamen. Die Oberflächen wurden außen gebürstet und innen schalungsglatt gestaltet. Die Jury würdigte bei dem Meisterstück besonders seine besonders elegant geschwungenen Formen und die dazu korrelierende Wirkung der installierten LED-Beleuchtung. Insgesamt „ein Designobjekt mit einer besonders ästhetischen Funktionalität“, so die Juroren.

Ein Ort des Wohlfühlens: Feuerstelle mit Sitzgelegenheit

Eine Belobigung wurde Simon Nies von der Anton Schick GmbH aus dem unterfränkischen Waldfenster zuerkannt, dessen „Feuerstelle mit Sitzgelegenheit“ sowohl in ihrer Form, als auch in ihrer Materialität die Jury berührte. Beeindruckend vor allem die Idee, die hinter der außergewöhnlichen Form des Meisterstücks steht. „Es sollte ein Achteck werden, das außen eine Sitzgelegenheit hat und in der Mitte eine Feuerstelle“. Zur Herstellung waren zwei Schalungen notwendig: eine für die trapezförmigen Bodenplatten und eine zweite für die Sitzbänke, die vorne rund sind. Die betonierten Oberflächen der Bodenplatten sind schalungsglatt, wurden an der schmalen Seite aber scharriert. Auch die Oberflächen der Sitzbänke sind bis auf die geglättete Rückwand schalungsglatt. Alles ist in einer schlichten hellgrauen (Bodenplatten) bzw. dunkelgrauen (Sitzbänke) Farbe gehalten, um sich perfekt in die Natur einzupassen. Die Jury würdigte die Idee für diesen besonderen Ort des Wohlfühlens und der Kommunikation aus Beton, obwohl oder gerade weil die ästhetische Bedeutung des Materials dabei eher zurücktritt. Da das Objekt im Freien steht übernimmt der Beton, ein Standardbeton mit Bewehrungsmatten, hier vielmehr ganz praktische Funktionen. So muss er insbesondere allen Umweltfaktoren wie Ruß, Schmutz, Wasser, Unkraut u.ä. standhalten. Daher der graue Beton in Holzoptik und die scharrierten Oberflächen. Für die Juroren wurde hier der Leitsatz von „Form follows function“ geradezu trefflich umgesetzt.

Weitere Informationen zur Ausbildung an der Ulmer Meisterschule und zum Förderverein finden Sie unter: www.meisterschule-ulm.de

Quelle und Fotos: Förderverein der Bundesfachschule für Betonwerker (FBB)

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