25.02.2019

Betonbauteile profitieren von guter Baukonjunktur

Umsatzplus von 3 Prozent in 2018 erzielt

Die deutsche Betonfertigteilindustrie blickt erneut auf ein positives Jahr zurück. Die Hersteller von vorgefertigten Betonbauteilen rechnen mit einem Zuwachs von insgesamt rund 3 %, was einem Umsatz von knapp 6,2 Mrd. Euro entspricht. Somit konnte die Branche auch im Jahr 2018 von der guten Baukonjunktur profitieren. Die positive Entwicklung wird allerdings von Kapazitätsengpässen und dem herrschenden Fachkräftemangel getrübt. Die Suche nach qualifiziertem Personal wird angesichts der branchenübergreifend hohen Nachfrage zunehmend schwieriger. Die Zahl der Beschäftigten ist mit rund 45.000 Mitarbeitern daher konstant geblieben. Dies wurde anlässlich der Pressekonferenz der 63. BetonTage in Neu-Ulm bekanntgegeben.

Wachstumsmotor Wohnungsbau, starker Wirtschaftsbau

Der florierende Wohnungsbau und die Impulse aus der Politik waren die Gründe für die anhaltend gute Baukonjunktur. Dies bestätigt auch die amtliche Statistik. Die Zahl der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe stieg von Januar bis November 2018 um insgesamt 10,0 %. Der Wohnungsbau verzeichnete Zuwächse von 11,1 %. Davon profitierten auch die Hersteller von vorgefertigten Decken- und Wandbauteilen. Ihr Umsatz stieg in diesem Zeitraum um 1 bzw. 2 %. Bei Mauersteinen aus Leichtbeton wurde ein Plus von rund 15 % erzielt. Lediglich die Hersteller von Produkten für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau, die dem Wohnungsbau nachgelagert sind, mussten Umsatzeinbußen von 1,0 % verkraften.

Eine positive Auftragslage herrschte weiterhin auch im Wirtschaftsbau. Die Ordereingänge in diesem Bereich stiegen um 13,3 %, im öffentlichen Hochbau waren es 3,1 %. Dies machte sich in der Bilanz der Hersteller von konstruktiven Fertigteilen wie Balken, Stürzen und Bindern, typische Produkte für den Gewerbe-, Industrie- und Verwaltungsbau, bemerkbar. Ihr Umsatz stieg in den ersten drei Quartalen 2018 um rund 5 %.

Bei den Herstellern von Entwässerungsbauteilen wie Rohren und Schächten aus Beton führten die steigenden Auftragseingänge im Tiefbau (+12,7 %) zu Umsatzsteigerungen von 5,0 %. Dennoch kommt die öffentliche Hand mit den Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen nicht dem erforderlichen Bedarf nach. Laut einer aktuellen Studie der Initiative „Impulse pro Kanal“ müssen 19,4 % des öffentlichen Kanalnetzes kurz- bis mittelfristig saniert werden.

Erzeugerpreisindizes gestiegen

Die gute Wirtschaftslage hatte auch Auswirkungen auf den Erzeugerpreisindex für mineralische Baustoffe. Dieser ist im Jahr 2018 insgesamt um 2,5 % gestiegen. Zugelegt haben beispielsweise die Preisindizes für Wandbauteile mit einem Plus von 2,8 %, sowie für großformatige Deckentafeln mit +5,2 %. Zuwächse waren auch bei den Preisen für konstruktive Fertigteile (+2,0 %) zu verzeichnen. Auch der Erzeugerpreisindex für Pflastersteine stieg um 2,4 %, ebenso der für Rohre um 3,1 %.

Ausblick 2019

Für das laufende Jahr ist die Branche verhalten optimistisch. Angesichts der stabilen Baukonjunktur rechnet die Betonfertigteilindustrie für das Jahr 2019 nochmals mit einer moderaten Umsatzsteigerung von 2 %. Wachstumsmotor bleibt der Wohnungsbau, nicht zuletzt auch wegen den günstigeren Rahmenbedingungen wie dem Baukindergeld sowie den Mitteln für den verstärkten sozialen Wohnungsbau. Positive Impulse für vorgefertigte Betonbauteile erwartet die Branche zudem durch die geplante Förderung des seriellen und modularen Bauens, das als eine schnelle, preisgünstige und zugleich qualitätsvolle Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Wohnungen in Ballungsräumen gesehen wird.

Quelle: betontage.de

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