10.07.2017

Beton im Straßenbau

CEMEX liefert für 970 Meter lange Grundwasserwanne

Grundwasserwanne Ohu für die B15n – CEMEX beliefert komplexes Ingenieurbauwerk: Das größte Einzelprojekt im aktuellen Bauabschnitt der B15n ist eine rund 970 Meter lange Grundwasserwanne aus rund 110.000 Kubikmetern Beton. Im Auftrag der HOCHTIEF Infrastructure GmbH versorgt die CEMEX Deutschland AG in Liefergemeinschaft das anspruchsvolle Ingenieurbauwerk.

Die Großbaustelle liegt im Bereich des Essenbacher Ortsteils Ohu.
Die Grundwasserwanne umfasst eine Länge von ca. 970 Metern, sie ist etwa 39 Meter breit und hat eine lichte Höhe von mehr als 4,70 Metern.

„Wie komplex dieses Bauvorhaben ist, hat sich in manchen Details erst bei der Ausführungsplanung vollständig gezeigt“, sagt Markus Gleixner. Er ist als Projektleiter der HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Niederlassung Deutschland Südost, für den Bau der Grundwasserwanne  verantwortlich. Sie entsteht am Schnittpunkt der Bundesstraße 15n und der A92 im Bereich des Essenbacher Ortsteils Ohu. Das Autobahnkreuz zeigt in der Draufsicht die Form eines Kleeblatts, und diese Geometrie muss die darunter liegende Grundwasserwanne aufnehmen. „Das ist eine richtig spannende und interessante Baumaßnahme, bei der wir viele Herausforderungen zu meistern haben, auch weil das Grundwasser hier fast bis Oberkante Erdreich ansteht und das Bauwerk sehr hohen Auftriebskräften entgegenwirken muss.“

Die Bundesstraße 15 verbindet im Bundesfernstraßennetz die Oberzentren Regensburg, Landshut und Rosenheim und verknüpft als überregionale Nord-Süd-Verbindung die querlaufenden Autobahnen A93, A92, A94 und A8. Die Bestandsstrecke ist wegen der Vielzahl von Ortsdurchfahrten und wegen ihres geringen Ausbaustandards für diese Verkehrsfunktion unzureichend. Zwischen der A93 bei Saalhaupt und der A92 bei Essenbach wird deshalb mit der B15n eine neue leistungsfähige Verbindung geschaffen. Die B15n zwischen der A93 bei Saalhaupt und der Kreisstraße LA 9 bei Ergoldsbach wurde bereits seit dem Jahr 2006 abschnittsweise realisiert und ist derzeit auf einer Länge von 29 Kilometern unter Verkehr. Der derzeitig im Bau befindliche Abschnitt  Ergoldsbach–Essenbach umfasst rund 9 Kilometer und bildet den Anschluss der B15n an die A92.

Wegen des besseren Lärmschutzes und zur Erhaltung des Landschaftsbildes wird die B15n vor der Autobahn abgesenkt, um sie dann in Tieflage zu kreuzen. Die gesamte Unterführung liegt im Grundwasser, das im Isartal fast bis zur Geländeoberkante ansteht. Daher wird die vierspurige Bundesstraße hier in einer Grundwasserwanne verlaufen. Mit der Ausführungsplanung hat die HOCHTIEF Infrastructure GmbH die Ingenieurgesellschaft EDR GmbH beauftragt.

Die CEMEX Deutschland AG versorgt das Bauwerk als federführender Partner in einer Liefergemeinschaft mit Transportbeton. Die Betonlieferungen begannen im August 2016, bis Mitte 2019 sollen sie abgeschlossen sein. Der Gesamtlieferauftrag beläuft sich auf 110.000 Kubikmeter Beton der Druckfestigkeitsklasse C30/37, jeder der Partner steuert 50 Prozent bei. Auf CEMEX-Seite produzieren die Transportbetonwerke Wörth an der Isar und Landshut-Ergolding für das Großprojekt. Der höchste Tagesbedarf lag bisher bei 1200 Kubikmetern, und für die größte Betonage wird die Baustelle etwa 1900 Kubikmeter Beton am Stück abrufen.

„Zur Herstellung der massigen Bauteile brauchen wir eine Betonrezeptur mit einer sehr langsamen Festigkeitsentwicklung, um die Hydratationswärme möglichst niedrig zu halten“, erklärt Markus Gleixner. Die Grundwasserwanne sieht im Querschnitt aus wie ein U. Ihre Bodenplatte erreicht in den zentralen Bereichen eine Dicke von 2,50 Metern, 1,50 Meter dicke Seitenwände wirken dem Druck des Wassers und des Erdreichs entgegen. Dazwischen werden je zwei Richtungsfahrbahnen zuzüglich Seitenstreifen verlaufen. Ohne Rampen bringt es die Grundwasserwanne auf eine Länge von ca. 970 Metern, sie ist etwa 39 Meter breit und hat eine lichte Höhe von mehr als 4,70 Metern. Sie liegt etwa 4,0 bis 9,50 Meter tief unter Gelände – und steht damit über ihre komplette Höhe im Grundwasser.  Markus Gleixner: „Mit der Betonqualität, der Beratung und der Lieferlogistik sind wir sehr zufrieden.“

Quelle: Cemex Deutschland AG, Fotos: CEMEX Deutschland AG / Sobolewski GmbH

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