08.06.2017

Beton für Hightech-Labore

CEMEX produziert Betone mit rezyklierter Gesteinskörnung

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) ist eines der wichtigsten Zentren für biomedizinische Forschung mit Sitz in Berlin-Buch. Seine etwa 1600 Mitarbeiter und Gastwissenschaftler arbeiten daran, die Ergebnisse der molekularen Forschung in die praktische Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten zu übertragen.

Das Transportbetonwerk Hohenschönhausen der CEMEX Deutschland AG produziert rund 6500 Kubikmeter Beton für das Projekt, davon etwa 2500 Kubikmeter mit rezyklierter Gesteinskörnung. 
(Foto: CEMEX Deutschland AG/Annette Lüning)
Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums werden in dem neuen Institutsgebäude ab 2018 Grundlagenforschung betreiben.
(Foto: CEMEX Deutschland AG / Armin Okulla)

2018 werden etwa 300 Biologen, Physiker und Chemiker, Techniker und Laboranten des MDC auf den Campus Nord der Humboldt-Universität umziehen: Hier entsteht zurzeit ein neues Forschungsgebäude für das „Berlin Institute for Medical Systems Biology“ (BIMSB). Der Komplex wird auf einer Nutzfläche von rund 5400 Quadratmetern Labore und Büroräume, Flächen für Technologieplattformen und dezentrale Kommunikationsräume bereithalten. In den beiden miteinander verschränkten drei- und siebengeschossigen Teilgebäude werden interdisziplinäre Arbeitsgruppen Grundlagenforschung über die komplexe Regulation von Genen, Proteinen und Stoffwechselprozessen betreiben. Bei dieser Arbeit wird man den Forschern von außen zuschauen können: Die Gebäudehülle besteht überwiegend aus Glasflächen, die Planer setzen auf größtmögliche Transparenz.

Doch bei der Konstruktion des Innenlebens des gläsernen Hightech-Laborgebäudes sind auch schwere Baustoffe gefragt. Im Auftrag der Riedel Bauunternehmen GmbH & Co. KG aus Erfurt liefert die CEMEX Deutschland AG seit dem Frühjahr 2016 Transportbeton zur Großbaustelle an der Hannoverschen Straße. Dabei gibt es eine besondere Anforderung. „In Summe werden wir bis zum Herbst etwa 6500 Kubikmeter Beton liefern, davon etwa 2500 Kubikmeter mit rezyklierter Gesteinskörnung“, erklärt Torsten Schiller, bei der CEMEX Deutschland AG für den Vertrieb Key Account in der Region Nord-Ost zuständig.

Die Hauptmenge des Konstruktionsbetons mit rezyklierter Gesteinskörnung (RC-Körnung) hat die Druckfestigkeitsklasse C30/37 und dient zur Herstellung von wasserundurchlässigen Kellerwänden, der Kellerdecke und der Wände in den Obergeschossen. Bei diesem Beton besteht die Gesteinskörnungsfraktion 8/16 mm aus einem fachgerecht aufbereiteten Abbruchmaterial. Die Betonbruchstücke werden in Brechern und Prallmühlen auf die benötigten Korngrößen gebracht. Da Betone mit RC-Körnung nur bis zur Druckfestigkeitsklasse C30/37 zugelassen sind, kommen bei dem Bauvorhaben zusätzlich Hochbaubetone mit üblicher Gesteinskörnung und hochfeste Betone für Stützen zum Einsatz.

Im Straßen- und Tiefbau sind Betone mit RC-Körnung schon länger mit Erfolg im Einsatz. Doch die Kreislaufführung von Baustoffen kann auch im Hochbau dazu beitragen, den Abbau primärer mineralischer Rohstoffe zu minimieren und damit natürliche Ressourcen zu schonen. Dabei unterliegen Betone mit RC-Körnung denselben bautechnischen Anforderungen wie konventionelle  Betone: Weder bei den Frisch- noch bei den Festbetoneigenschaften gibt es Abweichungen.

„Das Recycling von Baustoffen ist sicher ein Thema, das perspektivisch auch im Hochbau noch wichtiger wird“, meint Torsten Schiller. „Die Ressourcen der Kiesgruben sind begrenzt, da ist es richtig, dass wir heute schon andere Möglichkeiten entwickeln. Vielleicht wird man künftig noch stärker mit Blick auf späteres Recycling bauen.“

Übrigens ist das „Berlin Institute for Medical Systems Biology“ bereits das zweite Projekt auf dem Campus der Humboldt-Universität, bei dem die CEMEX Deutschland AG gemeinsam mit den Bauausführenden und den Planern wertvolle Erfahrungen mit dem ressourcenschonenden Beton sammelt. Beim Bau des Rhoda-Erdmann-Hauses, einem Forschungs- und Laborgebäude für die Lebenswissenschaften, wurde zum ersten Mal in Berlin ein Beton mit RC-Körnung als Konstruktionsbeton im Hochbau verwendet.

Quelle: CEMEX Deutschland AG, Titelbild: CEMEX Deutschland AG / Armin Okulla

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