18.03.2019

Beton für Berliner U-Bahn-Station

CEMEX beim U-Bhf Schlossstraße

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lassen zurzeit den U-Bahnhof Schlossstraße sanieren. Bei Förderstrecken von bis zu 150 Metern können die Betonfördergeräte der CEMEX Deutschland AG ihre Vorteile zeigen. Dabei gilt: Sicherheit geht vor.

Die Station der U9 an der Schlossstraße, in unmittelbarer Nähe des markanten ehemaligen Turmrestaurants Steglitz, wird ebenso wie die Stationen Rathaus Steglitz und Walther-Schreiber-Platz bis voraussichtlich 2021 erneuert. Der U-Bahnhof unter der Schlossstraße umfasst eine Verteilerebene und zwei Bahnsteigebenen, was seine Sanierung zu einer planerisch und baulich komplexen Aufgabe macht, zumal die Arbeiten größtenteils bei laufendem Betrieb stattfinden. Unter anderem wird die ursprünglich zwischen 1971 und 1973 errichtete Station jetzt barrierefrei. Im Auftrag der Brauer Baugesellschaft mbH, Berlin, liefert die CEMEX Deutschland AG Transportbeton für die Fahrstuhlschächte.

Wasserundurchlässige Konstruktion

Für die Herstellung der Fundamente und Wände der Fahrstuhlschächte produzieren wir einen Beton der Druckfestigkeitsklasse C30/37 mit den Expositionsklassen XC4 XF1 XA1 XD1. Die Konstruktion wird als weiße Wanne ausgeführt“, erklärt Torsten Schiller, Vertrieb Key Account, Region Nord-Ost der CEMEX Deutschland AG.

Auch die CEMEX-Betonförderung ist mit ihren Spezialgeräten bei dem Sanierungsprojekt gefragt. „Gerade für Sanierungsarbeiten sind Betonfördergeräte oft unverzichtbar, ob es um die Aufstockung eines Altbaus im vierten Hinterhof geht oder wie hier um eine U-Bahn-Station“, erklärt Klaus-Dieter Himburg, Einsatzleiter Betonförderung Nord-Ost der CEMEX Deutschland AG. „Dafür eignen sich besonders unsere kompakten Betonfördergeräte M20 und M24. In Reichweite, Förderleistung, und Kosten ist ein Betonfördergerät für viele bauliche Aufgaben unschlagbar. Außerdem wäre die gelieferte Betonqualität mit einem Kleinmischer vor Ort nicht zu erzielen.“

Förderstrecke 100 Meter

Die Förderstrecke beträgt hier ca. 100 Meter – eine besondere logistische Herausforderung. Die Fahrer der CEMEX-Transportbetonmischer geben ihre Fracht an ein Betonfördergerät M20 weiter, an das Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens eine starre Rohrleitung montiert haben. Die CEMEX-Betonförderung berät ihre Kunden im Vorfeld eines Projekts jeweils, wie die Abläufe gemeinsam sicher gestaltet werden können, und stellt dafür nötigenfalls auch technische Ausrüstung zur Verfügung.

Die stählerne Rohrleitung gewährt auf der ersten besonders kritischen Teilstrecke ein Höchstmaß an Sicherheit. Der U-Bahnhof und damit der Aufstellort des Betonfördergeräts liegen in einer Einkaufsstraße mit viel Fußgängerverkehr, und ein Schlauch oder eine Schlauchkupplung könnten eher undicht werden. Über die Stahlleitung gelangt der Beton bis ins unterirdische Bauteil, wo sich eine Schlauchleitung mit dem Durchmesser DN 65 anschließt. In der Nähe öffentlich zugänglicher Bereiche innerhalb der Station muss die Schlauchleitung aus Sicherheitsgründen durch die Mitarbeiter der Brauer Baugesellschaft für jeden Betoniervorgang aufwändig eingehaust werden. Denn im Falle einer Stopferbildung kann ein Druck von bis zu 87 Bar auftreten, und falls der Schlauch dann platzt, sollen keine Personen gefährdet werden. Besondere Vorsicht lassen die CEMEX-Maschinisten jeweils beim Anpumpen walten. Wenn dann der Beton erst einmal ohne Unterbrechung fließt, ist der erste kritische Moment bewältigt.

Sicherheit vorrangig

Weil die Leitung technisch bedingt unter Druck schlägt, sind die Kopplungen weich gelagert. Der Fußbodenbelag darf nicht beschädigt werden, zumal die U-Bahnstation seit 2017 zusammen mit dem Turmrestaurant und der Joachim-Tiburtius-Brücke als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Klaus-Dieter Himburg: „Der Pumpenmaschinist muss den ganzen Bauablauf und alle involvierten Personen immer mitberücksichtigen. Über Funk steht er in ständigem Kontakt mit den Mitarbeitern des Bauunternehmens am Einbauort. Bei der Betonförderung ist Sicherheit das oberste Gebot.“

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