16.12.2019

Beste Verfahrensmechaniker Transportbeton

Top-Azubis vom DIHK ausgezeichnet

Mamadou Ba arbeitet bei der GP Alster Beton GmbH, einem Tochterunternehmen der Günter Papenburg AG, in Halstenbek (Schleswig-Holstein). Der gebürtige Senegalese lebt seit 2005 in Deutschland und hat bei der Papenburg AG seine Ausbildung abgeschlossen. Bereits im September dieses Jahres ehrte der Bundesverband Transportbeton (BTB) Mamadou Ba anlässlich der Jahrestagung der Transportbetonindustrie in Leipzig als einen der besten Auszubildenden der Transportbetonindustrie. Genau wie Jonas Ringelmann. Auch er ist Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung Transportbeton. Sein Arbeitgeber ist die Transportbeton Glöckle GmbH in Grafenrheinfeld. Jetzt konnten die beiden Verfahrensmechaniker Transportbeton die nächste Trophäe einsammeln.

Auszeichnung zum Top-Azubi

Jährlich legen in Deutschland rund 300.000 Auszubildende ihre Abschlussprüfung bei einer Industrie- und Handelskammer ab – unter ihnen rund 200, die jetzt für absolute Spitzenleistungen geehrt wurden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeichnet einmal im Jahr die Top-Azubis aller IHK-Berufe bei der so genannten Nationalen Bestenehrung aus. In diesem Jahr am 9. Dezember in Berlin und mit Mamadou Ba und Jonas Ringelmann zwei der Besten. Entscheidend für einen Platz auf der Bühne ist die in der IHK-Abschlussprüfung erreichte Gesamtnote.

Mamadou Ba im Interview

Dem vero - Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e. V. gab Mamadou Ba anlässlich der Preisverleihung dieses Interview.

vero: „Herr Ba, Verfahrensmechaniker Transportbeton, das ist nicht unbedingt der Beruf von dem man als Kind träumt. Wieso haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?“

Mamadou Ba: „Ich kannte diesen Beruf gar nicht, bin aber vor ein paar Jahren bei einer Messe zufällig mit jemandem ins Gespräch gekommen, der dann mein Ausbilder werden sollte. Wir hatten eigentlich nur ein bisschen geplaudert, aber die Chemie hat auf Anhieb gestimmt und so ging das los.“

vero: „Wie war die Ausbildung?“

Ba: „Kürzer als gedacht! In der Regel dauert sie drei Jahre, aber ich hatte das Glück, bei einem Auswahltag einen Test mitmachen zu können. Da hab ich wohl recht gut abgeschnitten, denn danach durfte ich die Ausbildung verkürzen und sie schon nach zwei Jahren abschließen. Geholfen hat mir dabei auch mein Vorwissen, denn ich hatte vor der Ausbildung zwischenzeitlich Elektro- und Informationstechnik studiert.“

vero: „Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?“

Ba: „Der Job als Anlagenführer ist super abwechslungsreich. Man erlebt da einfach keine zwei gleichen Tage. Und man muss immer hochkonzentriert bei der Sache sein. An Spitzentagen wickelt man schon mal bis zu 600 Kubikmeter Beton ab, da geht's ganz schön zur Sache. Was mir auch Spaß macht, ist der Umgang mit Privatkunden, also Selbstabholern. Die fahren manchmal vor und wollen einfach Beton, für ihre Hauseinfahrt zum Beispiel. Die muss ich dann natürlich erstmal etwas beraten. Außerdem liegt mir der Wechsel zwischen den verschiedenen Aufgaben: Als Verfahrensmechaniker arbeitet man ja im Labor, im Werk, am Computer und nicht zuletzt mit Kunden.“

vero: „Wie geht es für Sie weiter?“

Ba: „Ich will erstmal so viel wie möglich Erfahrungen sammeln und noch mehr lernen. Mein Ziel ist dann, den Meister zu machen. Das ist neuerdings möglich. Ich würde mich freuen, wenn mein Betrieb mich dabei unterstützt, denn ich will auch gerne hierbleiben.“

vero: „Vielen Dank für das Gespräch, Herr Ba, und nochmal unseren herzlichen Glückwunsch!“

Hintergrund: Das Berufsbild Verfahrensmechaniker Transportbeton

Als Anlagenführer starten und überwachen Verfahrensmechaniker Transportbeton (m/w/d) computergestützt die Produktionsanlagen eines Transportbetonwerkes. Zur Betonherstellung gehört darüber hinaus die Kontrolle der Einstellungen direkt an der Mischanlage und das Messen und Analysieren von Betonproben. Verfahrensmechaniker arbeiten vielfältig: im Büro an Computer, im Labor, um die Qualität des Baustoffs zu prüfen – und draußen bei der Überprüfung und Wartung der Werksanlage. Verfahrensmechaniker unterstützen die Organisation des Einsatzes der Fahrmischer und deren termingenaue Belieferung von Baustellen. Sie berechnen notwenige Liefermengen, disponieren die erforderlichen Rohstoffe und sind für das Aufbereiten von Restbeton verantwortlich. Weitere Informationen und einen Berufskundlichen Film über den Ausbildungsberuf gibt es im Internet unter: www.verfahrensmechaniker.de

Quellen: vero // BTB

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