21.07.2017

bbs-Mitgliederversammlung

Gute Konjunkturentwicklung in der Baustoffindustrie

(v.l.n.r.): Dr. Dominik von Achten (bbs-Präsident), Gastredner Christian Lindner (FDP-Bundesvorsitzender), Michael Basten (bbs-Hauptgeschäftsführer)

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (bbs) am 29. Juni 2017 in Berlin erklärt bbs-Präsident Dr. Dominik von Achten: „2016 war ein gutes Jahr für die deutsche Steine-Erden-Industrie. Die wertmäßige Produktion stieg real um 2,8 Prozent, der Branchenumsatz um drei Prozent. Nach dem Auf und Ab der letzten Jahre stimmen uns die Perspektiven am Markt auch für die kommenden Jahre zuversichtlich. Wir erwarten daher für 2017 einen weiteren Produktionsanstieg von mindestens zwei Prozent.“

Aus Verbandssicht bleiben einige Schlüsselthemen auch nach der Bundestagswahl auf der politischen Agenda. Beispiele hierfür sind die Schaffung bezahlbaren Wohnraums insbesondere in Metropolregionen, die energetische Sanierung im Immobiliensektor sowie die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur. Von der neuen Bundesregierung fordert von Achten aber deutlich mehr Mut: „Die steuerliche Förderung im Mietwohnungsbau muss nach der Bundestagswahl endlich angegangen werden. Außerdem sollten Schwellenhaushalte und Familien beim Erwerb von Wohneigentum durch geeignete Fördermaßnahmen unterstützt werden. Wohnen ist und bleibt ein Grundrecht. Auch die langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren, etwa im Bereich des Straßenbaus, sind zu reformieren, um den enormen Investitionsstau schnellstmöglich aufzuheben.“

Neben den baupolitischen Themen benennt von Achten die industriepolitischen Herausforderungen für die nächsten Jahre. Er plädiert u. a. für einen sicheren Zugang zu heimischen Rohstoffen, eine faire Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels sowie eine sachgerechte Bewertung des Ressourceneinsatzes im Bauwesen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: „Ohne heimische Baurohstoffe ist modernes Wohnen und Bauen heute nicht möglich. Umso wichtiger ist es, die Steine-Erden-Industrie nicht mit weiteren staatlich induzierten Kosten oder Abgaben zu belasten. Dies würde sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Branche als auch die industrielle Basis in Deutschland insgesamt gefährden."

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