10.11.2016

Anspruchsvolles Bauprojekt am Schultheiss Quartier in Berlin

CEMEX-Zement unterstützt Spezialtiefbau

Auf dem Gelände der ehemaligen traditionsreichen Schultheiss Brauerei in Berlin entsteht eine neue Shopping- und Erlebniswelt. Vor Beginn der Rohbauarbeiten hatten die Spezialtiefbauer ihren Einsatz. Mit Zementen von CEMEX stellten sie anspruchsvolle Baugrubenverbauten und Gebäudeunterfangungen für wasserdichte Trogbaugruben her.

Im Berliner Stadtteil Moabit wächst seit Mai 2015 ein neues Gebäudeensemble: Das Schultheiss Quartier wird auf 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche einen Mix aus Shopping, Gastronomie und Entertainment bieten. Zusätzlich lässt der Bauherr HGHI Schultheiss Quartier GmbH & Co. KG auf 6.000 Quadratmetern hochmoderne Büroflächen errichten, davon fast die Hälfte in denkmalgeschütztem historischem Baubestand. Im Untergeschoss werden 400 Parkplätze und ein Lebensmittelfachmarkt zur Verfügung stehen. Die Eröffnung des Schultheiss Quartiers ist für Ende 2018 geplant.

Die Arge setzte bei den Spezialtiefbaumaßnahmen verschiedene Zemente aus dem Werk Rüdersdorf der CEMEX Zement GmbH ein.
Zur Herstellung der Anker diente ein Portlandzement CEM I 42,5 R, Hochofenzemente CEM  III/A  42,5  N-NA und CEM  III/B  42,5  L-SR/NA wurden im Düsenstrahlverfahren bzw. für die Baugrubenwände eingesetzt.

Die CEMEX Zement GmbH war als Zementlieferant für den Spezialtiefbau am Projekt beteiligt. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Baugrube Schultheiss Quartier Berlin, bestehend aus Bauer Spezialtiefbau GmbH und Keller Grundbau GmbH, lieferten die Zementspezialisten von Oktober 2015 bis September 2016 eine Gesamtmenge von gut 8.000 Tonnen auf die Großbaustelle. Die Zemente dienten zur Herstellung der Verbaukonstruktionen von zwei komplexen Baugruben mit insgesamt etwa 12.000 Quadratmetern Fläche, die die Arge unter beengten innerstädtischen Verhältnissen ausführte.

Die Arge-Partner teilten sich die Aufgaben: Bohrkolonnen des technisch federführenden Partners Bauer stellten bis zu 17 Meter tiefe Mixed-in-Place-Wände her, legten Silikatgeldichtsohlen und Verankerungen an. Keller Grundbau lieferte die Ressourcen für Bohrpfahlwände und für im Düsenstrahlverfahren hergestellte Unterfangungen, die zugleich als wasserdichte Verbauwände ausgelegt waren. Zeitweilig hatten die Partner sechs Bohrgeräte parallel im Einsatz. Zu ihrem Auftrag zählten auch der Abbruch von zehn bestehenden Gebäuden und der Aushub von ca. 95.000 Kubikmetern Boden im Schutze von temporären Wasserhaltungen.

Für unterschiedliche Anwendungen nutzte die Arge verschiedene Zemente aus den Werken Rüdersdorf und Eisenhüttenstadt der CEMEX Zement GmbH. Zur Herstellung der Anker diente ein Portlandzement CEM I 42,5 R, Hochofenzemente CEM  III/A  42,5  N-NA und CEM  III/B  42,5  L-SR/NA wurden im Düsenstrahlverfahren bzw. für die Baugrubenwände eingesetzt.

Da die Arge ihre Arbeit während der Herstellung eines Düsenstrahl-Unterfangungsabschnitts oder eines begonnenen Mixed-in-Place-Wandabschnitts nicht unterbrechen konnte, dufte keinesfalls der Baustoff ausgehen. Auf der Baustelle standen zwar Silos zur Zwischenlagerung von Zement zur Verfügung, doch überwiegend lieferte CEMEX Logistik just in time. Zeitweise rief die Baustelle am Tag bis zu 200 Tonnen Zement ab.

Wie hat CEMEX als Zementlieferant das Projekt besonders unterstützt? „Schon bei der Herstellung des Zements, der für das Düsenstrahlverfahren verwendet wurde, war voller Einsatz gefordert“, erläutert Andreas Wedenig von der Bauer Spezialtiefbau GmbH. „Wenn der Zement auch nur kleine Fremdkörper enthält, kann das die an sich robusten Hochdruckpumpen beschädigen, dann hat man mit teuren Produktionsunterbrechungen und Folgeschäden zu kämpfen. Die CEMEX Zement GmbH hat deshalb im Produktionsprozess zusätzliche technische Stufen eingeführt, um eine gleichbleibend feine Qualität der Zementsuspension sicherzustellen.“

Auch die CEMEX Logistik GmbH hat sich für das Projekt besonders engagiert. Für einen reibungslosen Bauablauf sind Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bei  Zementlieferungen von großer Bedeutung. Darüber hinaus sorgte die CEMEX Logistik durch die konsequente Anwendung und Umsetzung einer Vorfrachtregelung, die seitens CEMEX für alle Baustellen des Spezialtiefbaus angewandt wird, dafür, dass der aufwändig produzierte Zement in der vom Kunden erwarteten Qualität auf die Baustelle gelangte. Durchgehende Qualitätssicherung und Engagement -  von der Zementproduktion, über die Bestellannahme und Disposition, bis hin zur Anlieferung der Zemente vor Ort - waren entscheidend für die erfolgreiche Bedienung des Bauvorhabens.

Yvonne Gotthardt, bei der CEMEX Zement GmbH im Bereich Vertrieb für das Objektgeschäft  verantwortlich, hat viel Respekt vor der Leistung der Tiefbauexperten: „Jeder Baugrund hat seine eigene Vorgeschichte und seine spezifische Geologie. Beim Düsenstrahlverfahren arbeiten die Spezialtiefbauer in beachtlichen Tiefen und ohne direkte Sicht auf den entstehenden Baukörper. Es werden im Baugrund durch Injektion einer Zementsuspension ganze Sohlen oder einzelne Säulen hergestellt. Das ist eine sehr verantwortungsvolle, wichtige, hochpräzise Arbeit, von der man später, wenn an dieser Stelle ein neues Gebäude mit Tiefgarage oder ein anderes Bauwerk steht, leider kaum noch etwas ahnt.“

Quelle: CEMEX Deutschland AG / Fotos: Armin Okulla

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