18.08.2014

Anspruchsvolle Betonage über den Amöneburger Kreisel

Über 2.000 m³ Transportbeton innerhalb von 24 Stunden – das war die Anforderung bei der Betonage des Überbaus der Autobahnbrücke über den Amöneburger Kreisel in Wiesbaden.

Bei dem zu betonierenden Bauwerk handelt es sich um eine 130 Meter lange Spannbetonbrücke, die als Durchlaufträger mit vier Feldern den Kreisverkehr der B263 überspannt. Sie ersetzt eine 1967 errichtete marode gewordene Brücke. Der Bau wird in zwei Bauabschnitten getrennt nach Richtungsfahrbahnen durchgeführt. Die Richtungsfahrbahn Wiesbaden wurde bereits im ersten Bauabschnitt im Jahr 2013 fertiggestellt. Zusätzlich zum Überbau gehören auch die Unterbauten, Bohrpfähle und Kappen zum Liefervolumen der Dyckerhoff Beton. Ausführendes Bauunternehmen ist die Bickhardt Bau AG aus Kirchheim.

Die Dyckerhoff Beton GmbH fuhr die Baustelle aus ihren Werken Wiesba-den und Flörsheim mit insgesamt 14 parallel eingesetzten Fahrmischern an und stellte das Volumen reibungslos zur Verfügung. Die Abfahrt der A 671 aus Richtung Wiesbaden sowie die Zufahrt durch den Kreisel in Richtung Mainspitze mussten während der Arbeiten voll gesperrt werden. Um den Berufsverkehr nicht zu behindern, wurde der Beginn der Betonage auf Freitag, den 4. Juli um 18.00 Uhr festgelegt – zufällig gleichzeitig mit dem Anpfiff des WM-Viertelfinalspiels Deutschland gegen Frankreich. Während die deutschen Kicker aber schon vor 20.00 Uhr einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Weltmeistertitel zurückgelegt hatten, lief die Betonage über Nacht ohne Pause weiter. Erst rund 24 Stunden später – am Samstag gegen 18.00 Uhr – wurde der letzte Fahrmischer entladen.

Die Dyckerhoff Werke Wiesbaden und Flörsheim produzierten jeweils gut 1.000 m³ Transportbeton der Festigkeitsklasse C 45/55. Zwischen der Baustelle und dem Werk Flörsheim pendelten acht Fahrmischer, zum Werk Wiesbaden reichten aufgrund der kürzeren Distanz sechs Fahrmischer. Das als Ersatzwerk vorgesehene Dyckerhoff Werk Frankfurt kam nicht zum Einsatz. Über den gesamten Zeitraum standen zwei Betonpumpen (mit 52 Meter und 58 langen Masten) im für den Verkehr gesperrten Kreisel und pumpten den Beton aus den Fahrmischern auf die Brücke.

Die Betonrezeptur musste je nach Phase der Betonage mit unterschiedlichen Verzögerungszeiten eingestellt werden, da sich die Schalung bei solchen Bauwerken unter der Last des Betons in ihre geplante Position bewegt. Problematisch hierfür war zunächst die hohe Außentemperatur, durch die sich die Zuschläge in den Werken extrem aufgewärmt hatten. Als Konsequenz mussten die Betontechnologen bei der Berechnung des jeweiligen Verzögereranteils die progressiv ansteigende „Betontemperaturkurve“ berücksichtigen. Während der gesamten Betonierzeit wurde die Konsistenz des gelieferten Betons sowohl in den Lieferwerken als auch auf der Baustelle genauestens überwacht. Der für die Herstellung des Betons verwendete Zement CEM III/A 42,5N wurde im Dyckerhoff Werk Wiesbaden hergestellt.

Quelle Fotos und Text: Dyckerhoff GmbH

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