Wege

1. Hof- und Wirtschaftswege

Beton spielt beim Bau ländlicher Wege seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle und hat sich als dauerhafte Befestigungsart bewährt. Viele Betonwege sind über 60 Jahre alt und immer noch, ohne größere Instandsetzungen, im Gebrauch. Ländliche Wege sind meist nur für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zugelassen, werden aber auch zum Viehtrieb, Rad fahren oder Wandern genutzt.

Der zunehmende Maschineneinsatz in der Landwirtschaft, auch mit hohen Achslasten, erfordert dauerhafte, wertbeständige, gut befahrbare Hof- und Wirtschaftswege, die möglichst wenig Kosten für den Unterhalt nach sich ziehen. Hier liegen die Vorteile von Beton: Betondecken besitzen eine hohe Tragfähigkeit und sind gegen Verschmutzungen, mechanische Einwirkungen sowie gegen Frost und Wasser unempfindlich. Sie haben eine besonders lange Lebensdauer, Spurrinnen oder Verdrückungen entstehen nicht. Kosten für Unterhalt und Instandhaltung sind gering. Darüber hinaus können alte Betondecken ohne Probleme zu neuem Betonzuschlag gebrochen werden.

Eine Übersicht über die Möglichkeiten des Wegebaus mit Beton und bautechnische Details enthält das Zement-Merkblatt S 19 (Downloadmodul rechts).

2. Fahrbahndecken aus Beton

Im ländlichen Wegebau gehören Fahrbahndecken aus Beton zu den bewährten Standardbauweisen. Betondecken sind verformungsstabil, haben eine gute lastverteilende Wirkung und sind unempfindlich gegen tiefe und hohe Temperaturen. Ihre Dicke beträgt je nach Tragfähigkeit des Bodens und der zu erwartenden Belastung 12 bis 16 cm.

Hinsichtlich der Zusammensetzung des Betons und den zu erfüllenden Anforderungen ist ein Beton der Festigkeitsklasse C 25/30 (LP) oder C 35/45 mit Luftporen zur Gewährleistung eines hohen Frostwiderstandes zu verwenden. Für den Einbau des Betons haben sich Gleitschalungsfertiger bewährt.

3. Spurwege aus Ortbeton

Spurwege aus Beton sind eine naturnahe Alternative zu einer Befestigung ländlicher Wege auf voller Breite. Sie kombinieren hohe Belastbarkeit mit weitgehender Verminderung der Versiegelung im Wegebereich.

Betonspuren werden mit einem Gleitschalungsfertiger verlegt. Die Spurenbreite beträgt 80 bis 90 cm, ihre Dicke reicht bis zu 16 cm.

Weitere Infos gibt das Zement-Merkblatt LB7(Downloadmodul rechts).

4. Spurwege aus Betonsteinplatten, Betonpflastersteinen oder Rasenverbundsteinen

Beim Bau von Spurwegen können neben Ortbeton auch Betonsteinplatten, Betonpflastersteine oder Rasenverbundsteine eingesetzt werden. Diese Befestigungen von Spurwegen bieten eine werksmäßige Vorfertigung, können witterungsunabhängig verlegt werden, sind nach dem Einbau sofort befahrbar und bei Schäden leicht auszuwechseln. Und es gibt sie in unterschiedlichen Formen, Farben und Oberflächenstrukruren. Sie können auch von angelernten Arbeitskräften verlegt werden.

Spurplatten haben üblicherweise eine Länge von 0,35 m bis 1,0 m. Sie sind maximal 15 cm dick, besitzen keine Bewehrung und werden untereinander verzahnt.

Beim Einsatz von Betonpflastersteinen im Spurwegebau sind ausschließlich Steine zu verwenden, die untereinander einen Verbund bilden, der die Belastbarkeit der Pflasterfläche erhöht. Die Steine haben den Anforderungen der Technischen Lieferbedingungen Pflaster (TL Pflaster) zu entsprechen. Ihre Dicke beträgt in der Regel 8 cm.

Aufgrund ihrer mit Erde verfüllten Lochkammern können die Wege mit Rasenverbundsteinen aus Beton begrünt werden Beim Auffüllen der Kammern mit Splitt sind sie äußerst wasserdurchlässig. Die Dicke der Steine sollte nicht unter 10 cm liegen.

5. Hydraulisch gebundene Tragdeckschichten

Hydraulisch gebundene Tragdeckschichten zeichnen sich durch ein naturnahes, schotterwegähnliches Erscheinungsbild aus. Sie bestehen aus einem Mineralstoffgemisch und einem hydraulischen Bindemittel. Sie werden für ländliche Wege eingesetzt, die bei jeder Witterung tragfähig sein sollen. Bei geringer Nutzung der Wege kann sich ein leichter Bewuchs in Mittel- und Randstreifen einstellen.

Ausführliche Hinweise enthält das Zement-Merkblatt S21 (Downloadmodul rechts).

6. Hofbefestigungen

Bei der Befestigung von Höfen sind vor Beginn der Baumaßnahmen Betriebsflächen mit oder ohne Verkehrsbelastungen zu unterscheiden. Für stark beanspruchte Flächen sind bei der Auswahl der geeigneten Steine Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit entscheidende Kriterien. Aber auch die Verschiebesicherheit, z. B. beim Rangieren, und die Reinigungsfreundlichkeit sind wichtig. Bei weniger befahrenen Bereichen können auch rechteckige oder quadratische Pflastersteine in verschiedenen Mustern verlegt werden.

Pflastersteine aus Beton erfüllen all diese Anforderungen und bieten ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichen Farben und Oberflächenstrukturen. Optisch sehr schön wirken Rasenpflastersteine aus Beton, die mit einem Fugenabstand von 2-3 cm verlegt und anschließend in die Zwischenräume mit einem Gemisch aus Sand, Humus und Rasensamen versehen werden. Die so entstehende Fläche wirkt wie ein grüner Teppich.

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