Stützen aus Beton

Stützen haben in der Baukunst eine besondere Bedeutung. Als lastabtragende Elemente ermöglichen sie weite offene Räume und erfuhren schon immer als raumgestaltende Elemente  die besondere Beachtung der Architekten und Baumeister.

In der Konstruktion dienen Stützen im Nichtwohnungsbau in erster Linie der Abtragung von Vertikallasten, können aber durch Einspannung in die Fundamente oder über Zweigelenkrahmen auch zur Aussteifung eines Bauwerks, d.h. z.B. zur Abtragung von Horizontallasten aus Wind oder auch Kranbetrieb, herangezogen werden.

Die Verwendung hochfester Betone erlaubt dabei die Herstellung sehr schlanker Stützen mit großen Stützenlängen. Damit sind mehrere Vorteile verbunden:

  • bei Hochhäusern geringeres Eigengewicht der Konstruktion, das über die unteren Geschosse abgetragen werden muss,
  • Raumgewinn durch kleine Stützenabmessungen,
  • Befriedigung von ästhetischen Ansprüchen durch schlanke Stützen.

Brandschutz

Besondere Vorteile der Stützen in Betonbauweise ergeben sich im baulichen Brandschutz, der drei Schutzziele erfüllen sollte:

  • Schutz von Leben und Gesundheit
  • Sachschutz für Maschinen, Geräte, Möbel und Waren
  • Umweltschutz zur Minimierung von Umweltbeeinträchtigung (Rauch und toxische Gase sowie kontaminiertes Löschwasser)

Bei Verwendung von Betonbauteilen ist es möglich, Nichtwohngebäude so zu errichten, dass alle drei Schutzziele gleichzeitig erreicht werden.

In der Regel werden in brandschutztechnisch richtig dimensionierten Betonbauteilen bei einem Brand wegen der relativ schlechten Wärmeleitung des Betons Temperaturen von 500 °C im Innern des Querschnitts nicht überschritten. Deshalb bleiben die Tragfähigkeitseigenschaften der Konstruktion weitgehend erhalten. So lassen sich Bauteile aus Beton nach einem Brand relativ einfach wieder instandsetzen.

Beton ist als nicht brennbarer Stoff in die Baustoffklasse A1 eingestuft und ist der einzige Baustoff, der zur Entfaltung seiner Brandschutzwirkung nicht auf Kühlmaßnahmen oder Bekleidungen bzw. Überdimensionierungen angewiesen ist. Tragkonstruktionen aus Beton sind so ausgelegt, dass sie die Forderung nach der Gesamtstandsicherheit im Brandfall in vielen Fällen sogar übertreffen. Zwar müssen alle Bauteile, die im Nichtwohnungsbau eingesetzt werden, den Mindestanforderungen an die Feuerwiderstandsdauer entsprechen. Ein darüber hinausgehender möglichst langer Erhalt der Standsicherheit einer Konstruktion ist aber wichtig für die Rettung von Menschenleben und für die Löscharbeiten, besonders bei größeren und mehrstöckigen Gebäuden. Aufgrund der durch einen typischen Gebäudebrand nicht wesentlich beeinträchtigten Festigkeit von Beton müssen Löschmannschaften bei ihren Rettungsmaßnahmen nicht befürchten, dass die Tragkonstruktion aus Beton plötzlich versagt.

Stützen können in Ortbetonbauweise oder als Betonfertigteil mit oder ohne angeformtes Fundament hergestellt werden. Bei allen Bauweisen ist es von Vorteil, wenn möglichst viele Stützen die gleichen Abmessungen aufweisen.

Weiterführende Literatur

Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB):
Betonfertigteile für den Geschoss- und Hallenbau

InformationsZentrum Beton GmbH (Hrsg.):
Umfassender Brandschutz mit Beton

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