Systeme für geneigte Massivdächer im Geschossbau

Die sicherste Methode, das Eindringen von Niederschlagswasser in die Baukonstruktion zu verhindern, ist das schnelle und gezielte Ableiten des Wassers. Dabei ist eine möglichst große Dachneigung von Vorteil. Bei Massivdachsystemen aus Beton wird auf die Konstruktion mit einer Tragplatte aus Beton und Wärmedämmung eine Holzlattung aufgebracht, in die abschließend die Dachsteine eingehängt werden können. Dachsteine aus Beton sind in vielen Formen und Farben lieferbar und haben sich seit mehr als 150 Jahren als besonders dauerhaft erwiesen.

Das geneigte Massivdach aus Transportbeton

Individuelle Dachgestaltung bei unregelmäßigen Grundrissen und unterschiedlichen Dachneigungen zählen zu den Vorteilen eines geneigten Massivdachs aus Transportbeton. Die Tragplatte aus Beton wird auf bzw. in einer Schalung betoniert: Bereiche geringer Neigung werden mit relativ steifen Beton z. B. der Konsistenz F1 auf einer unteren Schalung betoniert. Bei Neigungen über 75° ist dagegen immer eine geschlossene Schalung erforderlich. Abdichtung und Wärmedämmung erfolgen wie bei einem Flachdach aus Beton.

Das geneigte Massivdach aus Betonfertigteilen

Die Tragkonstruktion eines Massivdachs aus Normalbeton ist mit einer Elementdecke (siehe „Decken aus Beton“) ohne Aufbeton vergleichbar. Bei den Elementen für ein Massivdach werden allerdings spezielle Gitterträger eingesetzt, die ein einfaches Befestigen der Dachlattung aus Holz (Pfetten) am Obergurt ermöglichen. Die Elemente werden werkseitig mit der erforderlichen Wärmedämmung, mit Unterspannbahn, Dachlattung, Traufgang, Ortgang und Firstausbildung versehen. Vorgesehene Einbau- und Befestigungselemente wie z. B. Dachgauben, Dachflächenfenster und Kehldecke werden ebenfalls im Werk eingebaut bzw. vorgerichtet.

Das geneigte Massivdach aus Leichtbeton

Bei diesem System werden großformatige Dachplatten aus gefügedichtem Leichtbeton im Werk mit einer Konterlattung versehen, auf der Baustelle montiert und vor Ort zwischen der Konterlattung mit einer Wärmedämmung versehen. Ein spezieller Träger bildet meist die Firstkonstruktion, über die dann die verlegten Dachplatten miteinander zugfest verspannt werden. Am Traufpunkt müssen dann keine Horizontallasten aufgenommen werden. Die Platten sind an den Längsseiten mit Fugen versehen, die ebenso wie die kopfseitigen Fugen bei der Montage von oben mit Zementmörtel vergossen werden.

Weiterführende Literatur

Willems, W.M.; Schild, K.; Hellinger, G.:
Planungsatlas für den Hochbau

Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB):
Betonfertigteile für den Geschoss- und Hallenbau

Fachvereinigung Leichtbeton e.V.: Elemente aus Leichtbeton DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“

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