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13.06.2007
Statements zur Betonkanu-Regatta
Fahrtechnik, Taktik und Kampfgeist
„Wir freuen uns, dass die Betonkanu-Regatta in diesem Jahr in Niedersachsen stattfindet. Es ist übrigens das erste Mal. Zur Regatta auf dem Hannoverschen Maschsee erwarten wir etwa 800 - 1000 Teilnehmer und viele Zuschauer. Die rund 100 Teams werden ihre Kanus zu Wasser bringen und im sportlichen Wettkampf zeigen, wer das schnellste Boot gebaut hat. Aber auch spektakuläre Boote in der „Offenen Klasse“ werden nachweisen müssen, dass sie schwimmen können. Fahrtechnik, Taktik und Kampfgeist werden über Sieg und Niederlage entscheiden und wir versprechen den Zuschauern spannende Wettkämpfe, Technik zum Anfassen und jede Menge Spaß.“
Torsten Bernhofen, BetonMarketing Nord,
Obmann des Regatta-Ausschusses
500 Arbeitsstunden sind keine Ausnahme
„Ein Kanu aus Beton? Zugegeben, es klingt schon ein wenig verrückt. Aber gerade in dieser Unvernunft liegt wohl der besondere Reiz – wie anders wäre es wohl zu erklären, dass in Deutschland seit über zwanzig Jahren in immer größerer Zahl angehende Ingenieure, Architekten und Baufachleute mit großem Eifer und Einsatz versuchen, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen, die „starren Fesseln der Normung“ abzulegen und mit erstaunlicher Kreativität die Grenzen dieses Werkstoffes auszuloten.
Der Aufwand für den Bau eines Kanus aus Beton ist groß: 500 Arbeitsstunden sind keine Ausnahme. Das erfordert Verzicht auf Freizeit, schult aber wichtige, im späteren Beruf gefragte Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen, Einordnung in ein Team, Überzeugungskraft, Organisationstalent und die Fähigkeit zur Kommunikation, d. h. zur erfolgreichen Präsentation der Kanus bei der Bewertung durch die Juroren.“
Otmar Hersel, BetonMarkting Süd, seit der 1. Deutschen Betonkanu-Regatta Mitglied des jeweiligen Regatta-Ausschusses
Hochschulinitiative der deutschen Zement- und Betonindustrie
„Beton ist ein innovativer Baustoff, über dessen neue Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten wir in regem Austausch mit Schulen und Hochschulen stehen. Die Betonkanu-Regatta ist hierbei ein wichtiges und natürlich spektakuläres Element. Das Engagement der Zement- und Betonindustrie erstreckt sich aber nicht nur auf die künftigen „Anwender“ des Baustoffs, nämlich Studenten und Studentinnen der relevanten Fachbereiche, sondern auch auf Multiplikatoren wie Dozenten und Lehrkräften an Fachhochschulen, Universitäten und anderen Ausbildungsstätten zur Berufsentwicklung. Wir vermitteln diese Entwicklungen seit über 50 Jahren in die Aus- und Weiterbildung regelmäßig durch eine Dozententagung und informieren uns im Gegenzug über die laufenden Arbeiten an den Schulen. Regionale Betreuung mit Fachvorlesungen, Workshops oder Exkursionen und ein internationaler Studentenpreis sind weitere Bausteine unseres Engagements.“
Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer der BetonMarketing Deutschland und Mitglied des Regatta-Ausschusses
Zusammenspiel von Theorie und Praxis
„Beim Bau von Betonkanus stecken die Probleme oft im Detail. Das Hauptproblem ist es, das Kanu dicht zu bekommen und den Beton - und das ist die Herausforderung bei diesem Wettbewerb - möglichst dünn zu bauen und trotzdem dicht hinzubekommen. Moderne Betone leisten dies allemal. Und wir können sowohl tragfähige, als auch dichte Konstruktionen herstellen.
Der Reiz des Betonkanubaus liegt in der Umsetzung dessen, was in der Vorlesung theoretisch gelehrt bzw. gelernt wird: In der Umsetzung und Erprobung von theoretischem Wissen in einem konkreten Anwendungsfall. Dies betrifft sowohl die baustoffliche Komponente, also die richtige Zusammensetzung des Betons, als auch die Verarbeitung und die Konstruktion, also wie man mit dem Material umgehen muss und die Statik berechnet. Man kann den Bau eines Betonkanus insofern durchaus als interdisziplinäres Projekt innerhalb des Bauingenieurwesens sehen.“
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Lohaus, Leibniz Universität Hannover, Institut für Baustoffe, Mitglied des Regatta-Ausschusses
„Floß geht`s!"
„Wir sind eine Gruppe von 9 Fast-Bauingenieuren/-innen der FH Bochum im 6.
Semester. Nach einigen Ideen, wie wir den Bau des Kanus realisieren könnten, kamen wir zu dem Entschluss, etwas Außergewöhnlicheres, nämlich keinen klassischen Bootsrumpf zu bauen. Auslöser dieser Idee waren Recherchen über Hohlkörperdecken, bei denen das Eigengewicht und das Betonvolumen durch einbetonierte Kugeln verringert werden. Ab hier stand fest, dass wir an der offenen Klasse teilnehmen. Für die Entwicklung der endgültigen Bauform war zu berücksichtigen, dass die Masse und Abmessungen des Wasserfahrzeugs nach oben begrenzt sind, damit es von der Crew transportiert werden kann. Am einfachsten ist es, wenn wir einzelne Elemente herstellen. So war die Idee zum klassischen Floß geboren. Um ausreichend Platz für die Besatzung zu haben, besteht das Floß aus insgesamt acht Stämmen, die wir vor Ort im Wasser miteinander vertäuen. Floß geht`s!“
Carina Dolle, „Matrosin“ der FH Bochum
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