21.12.2011

WU-Beton trocken, sicher und dauerhaft

(Berlin, 19. Dezember 2011) - Der Betonkeller, als "weiße Wanne" geplant, ist heute eine gefragte Konstruktion. Seit einem halben Jahrhundert eingesetzt, schützt diese Bauweise Keller dauerhaft und sicher vor drückendem Wasser. Mit dem Fachseminar am 13. Dezember in Magdeburg endete die sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe der BetonMarketing Ost. Zusammen mit den ortsansässigen Ingenieurkammern konnte die BMO die Teilnehmer in Erfurt, Rostock, Leipzig, Berlin und Magdeburg begeistern. Ingenieure, Architeken, Planer und Bauausführende sowie Mitarbeiter aus Politik und Verwaltung erhielten auf den fünf Fachseminaren einen ausführlichen Überblick über die Planung und Ausführung von Weißen Wannen.

Das aktuelle Wissen hilft konkret bei der Bauüberwachung und der Vermeidung typischer Schäden an WU-Bauwerken - "ein großer Vorteil für die Praxis", wie zahlreiche Teilnehmer nach der Veranstaltung konstatierten.


Zu Beginn des Fachseminars gab Dr.-Ing. Thomas Richter, BetonMarketing Ost, Berlin, einen interessanten Überblick über wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton. Schwerpunkte des Vortrags waren die geltenden Regelwerke, Planungs- und Ausführungshinweise sowie Erfahrungen bei der Anwendung dieser Bauweise. So legt die DAfStB-Richtlinie zu WU-Bauwerken aus Beton zwar detaillierte Anforderungen an Planung und Ausführung fest. Bauphysikalische und weitere nutzungsbedingte Anforderungen sind vom Planer jedoch gesondert zu berücksichtigen und nicht gegenstand der WU-Richtlinie. "Die häufigste Ursache für Feuchtigkeitsschäden an erdberührten Bauteilen ist eine unzutreffende Einschätzung der Wasser- und Bodenverhältnisse", so Dr.-Ing. Richter.

Zum Thema "Bemessung und Rissbreitenbegrenzung bei wasserundurchlässigen Betonbauwerken" referierte Prof. Dr.-Ing. Andreas Fischer von der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Inhalte seines Vortrags waren die Bemessung im Grenzzustand, die Gebrauchstauglichkeit und der Nachweis der rechnerisch zulässigen Rissbreite.

Über Fugenabdichtungssysteme für Weiße Wannen informierte Frau Dipl.-Ing. Michaela Stodt-Wetzel, Stobaplan Fachplanung Abdichtungstechnik WU-Konstruktionen, Dortmund. Der Vortrag beinhaltete eine gut nachvollziehbare Erläuterung von Fugenarten, -planung, Bauausführung und nachträglichen Abdichtungsmaßnahmen (beispielsweise die Instandsetzung von Fehlstellen und Rissinjektionen) sowie anderer Vorgaben gemäß der DAfStb-Richtlinie.

Hinweise zum fachgerechten Einsatz von Dreifachwänden gab Dipl.-Ing. Karsten Ebeling, ISVP Lohmeyer+Ebeling, Burgdorf. Das Wandsystem der Dreifachwand erfordere ein anderes Vorgehen als bei der Erstellung von "üblichen" Ortbetonwänden. "Die Schwerpunkte für besonders zu beachtende kritische Punkte sind bei Dreifachwänden anders gelagert als bei einer Ortbetonwand, was bei der Planung im Ingenieurbüro wie auch bei der Bauausführung berücksichtigt werden muss", so Dipl.-Ing. Ebeling.

Die Rechtssicherheit beim Planen und Bauen von Bauwerksabdichtungen und Weißen Wannen spielt angesichts vieler Streitfälle zwischen Bauherren und bauausführenden Firmen eine sehr große Rolle. Die Teilnehmer des Fachseminars verfolgten daher mit großem Interesse die Ausführungen von RA Natalie Keller, HFK Rechtsanwälte Kanzlei Berlin, über bekannte Rechtsfälle. Sie erläuterte rechtliche Regelungen und ging auf Grundlagen für Bau- und Architektenverträge sowie Aspekte des Mängelbegriffs ein.

Die Themen "Bauphysikalische Bewertung Weißer Wannen" (Dr.-Ing. Petra Rucker-Gramm) und "Innenwannen aus Beton zur Abdichtung vernässter Keller" (Dipl.-Ing. Christoph Tetz) rundeten die Veranstaltungsreihe gelungen ab.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
BetonMarketing Ost GmbH
Teltower Damm 155
14167 Berlin
Tel: 030/ 308 777 830
Fax: 030/ 308 777 831
henzeno spam@bmo-berlin.de
www.beton.org


Foto: BMO
Die Referenten zur Veranstaltung der BetonMarketing Ost GmbH "Weiße Wannen":
von links Dipl.-Ing. K.Ebeling, Dipl.-Ing. W. Schäfer, Dipl.-Ing. M.Stodt-Wetzel, Dr. Th. Richter, Dr. P. Rucker-Gramm, Dipl.-Ing. Chr. Tetz und Prof. Dr.-Ing. A.Fischer

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