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17.10.2006

Wärmeschutz mit Wänden aus Leichtbeton

Energie sparen und den Geldbeutel schonen

Der sorgsame Umgang mit Energieträgern ist in der jüngeren Vergangenheit zur Selbstverständlichkeit geworden. Speziell seit der Einführung der Energiesparverordnung (EnEV) denken viele Bauherren und Hausbesitzer über energiesparende Bau- und Wohnkonzepte nach. Umwelt- und energiebewußte Häuslebauer können aus einer Vielzahl von ressourcenschonenden Konzepten wählen. Zu den erwähnenswerten Beispielen, die auch durch Fördermittel belohnt werden, zählen die Energiesparhäuser nach dem KfW 60 und KfW 40 Standard sowie Passivhäuser. Sie werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau mit bis zu maximal 50.000 € gefördert.

Für das KfW 60 Haus gilt als Grenzwert für den Jahresenergiebedarf des Gebäudes eine Größe von weniger als 60 kWh/m² Gebäudenutzfläche. Bezogen auf den Jahresheizwärmebedarf entspricht dies einem drei bis vier Liter-Haus. Darüber hinaus bestehen Anforderungen an die Qualität der thermischen Hülle. So muss der Transmissionswärmeverlust den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mindestens 30 % unterschreiten.

Beim KfW Energiesparhaus 40 liegen die Grenzwerte niedriger. Für den Jahresenergiebedarf gilt eine Größe von weniger als 40 kWh / m². Der Transmissionswärmeverlust muss den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mindestens 45 % unterschreiten.

Am niedrigsten liegt der Heizwärmebedarf bei den Passivhäusern. Sie kommen üblicherweise ohne eine zusätzliche konventionelle Heizungsanlage aus. Die Versorgung mit Restwärme kann über Lüftungsanlagen mit Wärme-rückgewinnung oder Wärmepumpen erfolgen. Der Jahres-Primärenergiebedarf muss, wie beim KfW 40 Haus, den Wert von 4 kWh / m² unterschreiten. Darüber hinaus darf der Jahres-Heizwärmebedarf nicht über 15 kWh je Quadratmeter Wohnfläche liegen. Unabdingbare Voraussetzung für derartige Gebäude sind hochwärmedämmende Außenwände, wobei sowohl der sommerliche als auch der winterliche Wärmeschutz eine Rolle spielt. In diesem Zusammenhang haben vor allem monolithische Wandkonstruktionen aus Leichtbeton ihre Vorteile bewiesen. Sie bieten eine gute Kombination aus Wärmedämmung und Wärmespeicherung. Die fein verteilten Luftporen in den Leichtzuschlägen sowie die Haufwerksporigkeit des Betons sorgen für ausgezeichnete Wärmedämmwerte. Darüber hinaus führt bei Mauersteinen aus Leichtbeton eine optimale Ausbildung von Löchern, Kammern oder Schlitzen zu einer nochmaligen Verbesserung der Wärmedämmung.

Weiterhin zeichnet sich Leichtbetonmauerwerk durch seine ausgezeichneten Wärmespeichereigenschaften aus. Dieser Vorteil zeigt sich vor allem im Sommer bei hohen Außentemperaturen. Die Wärme dringt in die massiven speichernden Bauteile ein und wird zeitlich verzögert an den Raum abgegeben. In der Nacht kühlen die Wände wieder aus, so dass es zu einer „natürlichen“ Klimaregulierung kommt.

Die Hersteller von Leichtbetonbaustoffen bieten zahlreiche Mauersteine und Fertigelemente an, die sich zur Erstellung monolithischer Außenwände auch ohne Zusatzdämmung eignen. Bei einer Wärmeleitfähigkeit von beispielsweise 0,10 W/mK, die von vielen Wandbaustoffen aus Leichtbeton erreicht wird (der Spitzenwert liegt sogar bei 0,09 W/mK) be-trägt der U-Wert einer 36,5-er Wand 0,25 W/m² K. Die Auf-lagen der Energiesparverordnung werden damit unterschritten.

Quelle: Bundesverband Leichtbeton


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