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13.07.2006
VPB rät: Fürs Alter Wohnhaus barrierefrei planen
In Deutschland leben rund 6,6 Millionen Menschen mit Handicap, zwei Drittel von ihnen sind über 55 Jahre alt. Manche Menschen sind von Geburt an behindert, andere verlieren erst später im Leben Sehkraft oder Hörvermögen und sind nach einem Unfall oder im Alter auf den Rollstuhl angewiesen. Behinderungen können jeden treffen, jeden Tag.
Deshalb setzt sich der Verband Privater Bauherren (VPB) dafür ein, nicht nur öffentliche Bauten, sondern auch private Ein- und Zweifamilienhäuser behindertengerecht und barrierefrei zu bauen. "Schon in der Planungsphase", so VPB-Vorsitzender Thomas Penningh, "können viele Erleichterungen für den Fall der Fälle vorgesehen werden, oft ohne die Baukosten zu erhöhen: Breite Türöffnungen, ausreichend Bewegungsflächen vor allen Türen, große Bäder, stufenlose Eingänge sollten in jedem Rohbau selbstverständlich sein."

Wer barrierefrei baut, der muss von Beginn an in allen Räumen und hinter allen Türen 1,50 Meter mal 1,50 Meter Bewegungsfläche einplanen. Diesen Platz braucht ein Rollstuhlfahrer mindestens zum rangieren. Schwellen und Stufen müssen komplett vermieden werden, schon zwei Zentimeter sind für Rollstuhlfahrer fast unüberwindbar. Wichtig auch: Türen sollten immer zum größeren Raum hin aufschlagen. Skizze: Verband Privater Bauherren (VPB)
Nach den Prognosen der Statistiker wird der Anteil älterer Menschen - über 60 Jahre - von 20 Prozent zu Beginn des Jahrtausends auf 36 Prozent im Jahr 2030 ansteigen. "Das betrifft die Generation der heutigen Bauherren!" verdeutlicht Bausachverständiger Penningh. "Wenn sie jetzt, in jungen Jahren ihr eigenes Haus schon barrierefrei planen und für eventuelle spätere Behinderungen vorbereiten, dann müssen sie im Alter, nach Unfall oder Krankheit nicht umziehen, sondern können in ihrer vertrauten Umgebung bleiben."
Barrierefreies Bauen und das Bauen für Menschen mit Behinderungen gehören zu den jüngeren Herausforderungen der Architekten. Erst Anfang der 1990er Jahre legte der Gesetzgeber Planungskriterien für barrierefreies und behindertengerechtes Bauen fest. Die DIN 18 025 setzte dabei Maßstäbe für den Miet- und den genossenschaftlichen Wohnungsbau und für öffentliche Bauten. Private Bauherren dagegen, die für sich und ihre Familie ein Haus bauen, sind auf Eigeninitiative angewiesen.
Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des barrierefreien Einfamilienhausbaus im Bauherren- Ratgeber "Vorbauen: Barrierefrei!" zusammengestellt. Die Planungshilfen basieren auf den fortschrittlichen Landsbauordnungen, auf der DIN 18 025, und vor allem auf Fachwissen der über 60 bundesweit tätigen VPB-Berater. Sie haben seit der Gründung des Verbandes vor 30 Jahren mehr als 70.000 Bauherren in der Bundesrepublik beraten. Sie kennen sich aus mit dem Umbau bestehender Familienhäuser zu Altersruhesitzen, und sie wissen: Häuser, die ihr Geld Wert sind, passen sich allen Lebensphasen an!
Die Broschüre "Vorbauen: Barrierefrei" kann bestellt werden im Internet unter
http://www.vpb.de, per E-Mail unter
versand[dont like]@[spam]vpb.de, ferner bei der VPB-Versandstelle, Fliedner-Werkstätten, Postfach 10 13 04, 45413 Mülheim an der Ruhr oder per Fax unter der Nummer 0208-4448405. Die Broschüre kostet fünf Euro plus zwei Euro Versand. Bitte gleichzeitig Kosten und Porto überweisen auf folgendes Konto: Verband Privater Bauherren, Kontonummer 61 22 89 20 25, BLZ 10120100, Weberbank Berlin. Bei der Überweisung bitte den Namen des Empfängers nicht vergessen und als Verwendungszweck "Broschüre Vorbauen: Barrierefrei" eintragen.
Quelle:
ibau Wirtschaftsnachrichten online