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25.06.2008

Tiefensee: Energieausweis wird auch für Altbauten Pflicht

Zum 1. Juli werden Energieausweise für Gebäude mit Baujahr vor 1965
Pflicht

Vom 1. Juli an können Wohnungssuchende von Vermietern und Verkäufern
die Vorlage des  Energieausweises fordern.

    Bundesminister Wolfgang Tiefensee hat eine Woche vor der
    gesetzlichen Verpflichtung zur Vorlage des Energieausweises
    auf die Chancen hingewiesen, die damit verbunden sind: "Der
    Energieausweis liefert endlich vergleichbare Daten zur
    Energieeffizienz eines Gebäudes. Damit können Wohnungssuchende
    die Energiekosten ihres zukünftigen Heims abschätzen und in
    die Entscheidung über Kauf oder Miete einfließen lassen."
  
Der Energieausweis ist für Neubauten bereits seit 2002 Pflicht, nun
wird er auch für Altbauten eingeführt: ab 1. Juli für Gebäude bis
1965, ab 1. Januar 2009 dann auch für alle übrigen Baujahre.

    "Um die Verbraucher umfassend zu informieren, kooperieren wir
    mit der deutschen Energieagentur dena und dem Immobilienportal
    ImmobilienScout24."
  
Eine kürzlich fertig gestellte Marktforschungsstudie des
Internetanbieters zeigt, dass das Interesse am Energieausweis groß
ist, aber gleichzeitig noch Aufklärungsbedarf besteht. Für 85 Prozent
der Befragten ist der energetische Zustand der von ihnen bewohnten
Immobilie wichtig. Darüber hinaus meint gut jeder Zweite (53,5
Prozent), dass die Angaben aus dem Energieausweis auf die Wahl des
nächsten Wohnobjekts einen großen Einfluss haben werden. Eigentümer
messen dem Energieausweis dabei im Vergleich zu Mietern eine höhere
Bedeutung bei (57,8 Prozent bzw. 49,2 Prozent).  Laut der Studie
fühlen sich jedoch 61 Prozent der Deutschen mit Aufbau und Funktion
des Energieausweises noch nicht ausreichend vertraut.

    "Deshalb haben wir nun eine Informationsbroschüre erarbeitet,
    die gezielt die Verbraucher anspricht", so Tiefensee. Die
    Broschüre "Energieausweise für Gebäude - nach EnEV 2007" wird
    pünktlich  zum 1. Juli ins Internet des Bauministeriums
    ein-gestellt.
  
Das Ministerium geht davon aus, dass etwa 8 Millionen Gebäude vor 1965
erbaut und damit von der Pflicht zum Energieausweis betroffen sind.
Die Prognosen gehen davon aus, dass jährlich etwa 800.000
Energieausweise ausgestellt werden.  Die Energieausweise verpflichten
nicht zur Sanierung, geben aber wirtschaftlich vertretbare
Empfehlungen.  Das Ministerium geht davon aus, dass in den nächsten
Jahren rund 2 Millionen Gebäude diesen Empfehlungen entsprechend
energetisch saniert werden. Bis 2020 sollen mit den Maßnahmen knapp 20
Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die BMVBS Broschüre und weitere Informationen zum Energieausweis
können unter unter www.bmvbs.de/bau
<http://www.bmvbs.de/-,1406/Dokument.htm> abgerufen werden.

Die von Immoscout24 vom Marktforschungsinstitut Innofact durchgeführte
Studie kann unter presse[dont like]@[spam]ImmobilienScout24.de
<file:///C:/Temp/presse@ImmobilienScout24.de>  angefordert werden.http://www.bmvbs.de/,-1043108/Pressemitteilung.htm

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


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