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13.09.2006
Stein für Stein zum Gartenglück
Wer mit dem Werkstoff Beton graue Eintönigkeit verbindet, liegt inzwischen komplett daneben. Vorbei die Zeiten, in denen allenfalls unnatürlich wirkende Waschbetonplatten Wege und Terrassen zierten.

Markanter Endpunkt des Weges ist ein lauschiges Sitzplatzrondell, bestehend aus Betonpflaster in farblich abgestimmten Schattierungen
Dank neuer Herstellungsverfahren haben Gartenbesitzer heutzutage die Qual der Wahl zwischen unterschiedlichsten Oberflächen, Formen und Farben. Diese Vielfalt liegt vor allem in der Herstellungsweise begründet: Betonsteine bestehen aus Zement, Sand, Kies, Wasser – und verschiedensten Zuschlagstoffen. Hartgesteinsplitte imitieren die Optik von Natursteinen, Farbpigmente verleihen dem Stein alle nur erdenklichen Tönungen – die mit der Zeit jedoch etwas verblassen können. Durch Bürsten, Wasser oder Sandstrahlen entsteht beispielsweise eine raue, strukturierte Oberfläche. Beim so genannten Kollern oder Rumpeln schlagen die Steine in einer rotierenden Trommel gegeneinander, so dass die Kanten gebrochen werden – es entsteht der positive Eindruck eines langsam gealterten, rustikalen Natursteins.

Das dezente Farbspiel des Betonpflasters fügt sich harmonisch in die gewachsene Umgebung ein
Die Methoden sind so ausgefeilt, dass Betonsteine ihren natürlichen Vorbildern Granit, Sandstein oder Klinker mittlerweile täuschend ähnlich sehen. Im Vergleich sind sie aber um einiges günstiger. Durch die hohe Maßgenauigkeit geht das Verlegen zudem schneller von der Hand. Häufig werden Abstandsnoppen mit angegossen, die selbst Ungeübten einen problemlosen Einbau mit gleichmäßigem Fugenbild ermöglichen. Im Sortiment gibt es zudem wasserdurchlässige Dränage- und Grasfugensteine. Mit dieser Auswahl ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, Sitzplätze und Wege im Garten zu gestalten. Grundsätzlich gilt: Um ein schönes Gesamtbild zu erzielen, sollten sich Materialien und Belagsmuster im Garten wiederholen. Bei quadratischen oder rechteckigen Flächen bieten sich große Platten an, Rundungen lassen sich gut mit Pflaster gestalten.
Damit Sie lange Freude an Ihrem Belag haben, muss der Einbau fachgerecht erfolgen: Eine Tragschicht unter dem Belag sorgt für einen stabilen Untergrund. Sie unterbindet Kapillarströme (aufsteigendes Wasser) aus dem Erdreich und lässt Oberflächenwasser versickern. Für Fußwege reicht in der Regel eine Schicht von 15–25 cm. Wird eine Fläche als Abstellplatz für den PKW genutzt, so sind 30–40 cm erforderlich. Am besten eignet sich ein Mineraliengemisch mit unterschiedlichen Korngrößen wie Kiessand (Körnung 0/32 mm) oder Schotter (0/45 mm). Fragen Sie einfach beim örtlichen Kies oder Schotterwerk nach einer geeigneten Mischung.
Fotos: MsG2006, MsG2006
Quelle:
Mein schöner Garten online

