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22.12.2008 Raumzonen aus Sichtbeton Haus FL in Berlin - neu in der beton.org-Objektdatenbank.
Bildnachweis: Jan Bitter, Berlin
An kaum einer anderen Stelle ist die ehemalige Teilung der Stadt Berlin deutlicher sichtbar als in der Bernauer Straße, an der entlang die Mauer verlief. Bis heute zeugt eine breite Schneise auf ihrer Südseite vom einstigen Verlauf der Grenzanlagen. Eine Insel bestehend aus 16 Stadthäusern füllt den ehemaligen Mauerstreifen mit neuem Leben und leitet einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Straße ein. Eines dieser Stadthäuser ist das Haus FL. Dessen Entwurf stammt von den Berliner Architekten Ludloff und Ludloff, die gleichzeitig seine Bauherren sind. Auf einem trapezförmigen, zum Garten hin breiter werdenden Grundstück, entwickelten sie das dreigeschossige, unterkellerte Wohnhaus als Abfolge verschiedener Farbräume, die optisch und räumlich fließend ineinander übergehen.
Das Haus ist als Niedrigenergiehaus mit erhöhten Anforderungen an die Wärmedämmung errichtet. Seine tragende Konstruktion besteht aus Ortbeton. Über eine 99 Meter tiefe Erdwärmesonde und eine Wärmepumpe wird es mit Energie für die Betonkernakivierung der Decken und Wände versorgt. Gleichzeitig dienen die Betonelemente als Speichermasse. Die Betonoberflächen der Flachdecken und Wände zeigen die sehr lebhafte Struktur der verwendeten Schalelemente. Sie blieben unbehandelt und sind bewusst roh belassen, um die Spuren des Herstellungsprozesses, die Materialität und die Haptik hervorzuheben.
Weitere Infos und Bilder in der beton.org-Objektdatenbank

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