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14.12.2006

Kleinkläranlagen: Beton oder Kunststoff?

Liefermöglichkeiten
· Kunststoffbehälter sind nur in Kompaktbauweise mit starren Behältermaßen lieferbar. Betonbehälter können auch in Ringbauweise hergestellt und geliefert werden. Das hat den Vorteil, dass das Nutzvolumen den Kundenwünschen angepasst werden kann. Außerdem können die Betonelemente individuell produziert werden, z.B. mit veränderten Zulaufbohrungen.
· Die Abdeckungen der Klärbehälter, die im Boden versenkt werden, können bei Betonbauweise bis zur Klasse D (von LKWs befahrbar) hergestellt werden, bei Kunststoff nur bis zur Klasse A (begehbar) oder B (PKW-befahrbar).

Einbaumöglichkeiten
· Kompakte Betonbehälter benötigen zum Versetzen schweres Baugerät und entsprechend befestigten Untergrund. Bei den „leichten“ Kunststoffbehältern (250kg) ist dies nicht erforderlich; sie eignen sich deshalb für den Einbau bei beengten Platzverhältnissen. Bei Betonbehältern in Ringbauweise können auch Bagger eingesetzt werden.
· Schon aufgrund ihres Gewichts sind kompakte Betonbehälter relativ auftriebssicher, bei Bedarf ist eine zusätzliche Auftriebssicherung möglich. Sie können deshalb unter bestimmten Bedingungen auch in grundwassergefährdeten Gebieten zum Einsatz kommen.

Besonderheiten
· Die von manchen befürchtete Undichtigkeit oder Betonkorrosion bei Behältern in Ringbauweise tritt nicht auf, wenn Einbau, Betrieb (insbesondere Belüftung) und Wartung gemäß den Herstellerangaben durchgeführt werden.
· Bei Kunststoffbehältern ist die Nachrüstung mit neuerer Anlagentechnik schwierig. Bei Betonbehältern ist dies kein Problem; außerdem gibt es bei ihnen keine Schallübertragung, d.h. es dringen keine Pumpengeräusche nach außen wie bei den Kunststoffbehältern.

Fazit
Ca. 95% aller Kleinkläranlagen in Deutschland sind aus Beton, 5% aus Kunststoff. Beton hat sich als Standard bewährt, in besonderen Situationen (siehe oben) kann Kunststoff eine gute Alternative sein.

Quelle: Lausitzer Klärtechnik LKT zitiert nach www.openpr.de

 


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