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15.10.2008

Gestaltete Estriche und Betonböden sind 'in'

Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und erhöhte Nachfrage bei gestalteten Zementestrichen und Betonböden.

Jeder Boden ein Unikat
Was bei herkömmlichen Sichtbetonflächen meist unerwünscht ist, nämlich die so genannte Wolken- oder Schlierenoptik, gilt bei gestalteten Zementestrichen und Betonböden als ein charakteristisches Merkmal. Mit verschiedenen Techniken und Farbvarianten lässt sich der ästhetische Effekt, der bei hellen Flächen stärker auftritt, sogar verstärken. Dabei gilt es zu beachten, dass jeder ausgeführte Boden ein Unikat ist, da die genaue Farbigkeit und Schattierung vom Herstellungsprozess abhängt. Die weiteren Gestaltungsmöglichkeiten von Zementestrichen und Betonböden sind vielfältig - ob farbig, geschliffen oder geprägt. Neue Entwicklungen, zum Beispiel beim Fließestrich, dem selbstverdichtenden Beton oder den Farbzusätzen, haben auch den Bodenbereich für ästhetisch hochwertige und hochbelastbare Produkte und Einbauverfahren erschlossen und die Wirtschaftlichkeit nachhaltig erhöht.

Hohe Festigkeiten auch bei gestalteten Estrichen
Für die Herstellung gestalteter Zementestriche steht heute eine Vielfalt an Zementen, Gesteinskörnungen und speziellen Pigmenten zur Verfügung. Neben den Gesteinskörnungen, die je nach Bearbeitung die Oberfläche des sichtbaren Bodens zwischen 0 bis 70 Prozent bedecken, ist vor allem die Farbe des Zementes für das optische Erscheinungsbild verantwortlich. Neben den normalen Portland- sowie den helleren Hochofenzementen bietet Weißzement beispielsweise eine gute Farbneutralität, um eine gewünschte Einfärbung mit Hilfe von Farbpigmenten zu erreichen. Der Einsatz von Pigmenten im Bereich von 0 bis 5 Prozent hat dabei nur einen geringen Einfluss auf die Festigkeit des Estrichs. Darüber hinaus bietet die entsprechende Oberflächen-Bearbeitung und Oberflächen–Behandlung eine breite Auswahl an optischen Varianten bei hohen Festigkeiten und entsprechender Dauerhaftigkeit.

Besonders für repräsentative Böden sind geschliffene oder feingeschliffene Betonoberflächen geeignet. Sie bieten den Vorteil, dass sich aufgrund ihrer Glattheit kaum Schmutz ablagert und somit eine ansprechende Optik auch für die Zukunft gewährleistet ist. Die oftmals erwünschte „Wolkenbildung“ oder „Marmorierung“ lässt sich hingegen durch das Glätten oder Flügelglätten der frischen Betonoberfläche erzeugen. Im Gegensatz zum geschliffenen Boden mit der sichtbar herausgearbeiteten Gesteinskörnung dominiert hier die Gestaltung des farbigen Zementsteins. Überwiegend geeignet für Beläge im Freien ist die Technik des Feinwaschens, bei der die Oberfläche eine Sandstein ähnliche Struktur erhält und das Grobkorn halb freiliegt. Eine Oberflächenbehandlung in Form einer Versiegelung oder Imprägnierung des Estrichs sollte bei allen Bearbeitungsmethoden je nach mechanischem oder optischem Anspruch durchgeführt werden.

Forum beleuchtet Planung und Ausführung
Die praxisgerechte Planung und Ausführung von Zementestrichen und Betonböden, besonders unter Berücksichtigung der veränderten Regelungen in den Stoff- und Anwendungsnormen DIN EN 13813 und DIN 18560, erfordern bei Architekten, Planern und Ausführenden gleichermaßen eine umfassende Marktkenntnis sowie das Wissen um die technischen Möglichkeiten und Hintergründe der eingesetzten Materialien. Innerhalb des Westdeutschen Architekten- und Ingenieurforums „Gestaltete Zementestriche“, veranstaltet von der BetonMarketing West GmbH Ende September 2008 in Münster, thematisierten anerkannte Fachleute vor rund 150 Zuhörern praxisrelevante Aspekte von der Normung bis zur Ausführung. Weitere Informationen bieten der Veranstalter und die Internetseite
www.info-b.de sowie das neu erschienene Zementmerkblatt „Zementestriche“. Es erscheint in diesen Tagen und steht dann unter www.beton.org zum Download bereit.

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich.


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