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13.11.2006
Geschwindigkeitsrekorde auf Bonner Baustelle
Wo in der Rheinbacher Straße in Bonn auf dem innerstädtischen Abbruch-Grundstück mit den Hausnummern 1 bis 5 vor kurzem noch gewaltige unansehnliche Baulücken klafften, stehen nur vier Wochen später die kompletten Rohbauten für sechs moderne Einfamilien-Wohnhäuser – Dachstühle inklusive.
Errichtet wurden die Rohbauten in nur 20 Arbeitagen. Umgerech-net auf das einzelne Gebäude bedeutet dies einen echten Geschwindigkeitsrekord in Sachen Bauzeit: Das mit Entwicklung, Planung und Ausführung der Maßnahmen beauftragte Bonner Architektur- und Bauunternehmen ABEMA benötigte je Rohbau lediglich fast unglaubliche 3,3 Arbeitage.
An dieser Stelle der Stadt Bonn standen noch bis vor kurzem mit Kindergarten, Bücherei und Pfarrhaus der katholischen Gemeinde St. Michael typische Bauten der Nachkriegszeit: erbaut in Zeiten massiven Bedarfs, zweckmäßig, aber sowohl unter dem Aspekt der Stadtästhetik wie auch dem der Qualität der Bausubstanz unbefriedigend.
Im Gegensatz dazu werden in der Rheinbacher Straße nun schon bald sechs innerstädtische Kreativ-Neubauten das Stadtbild auf-werten – eine gute Entscheidung gegenüber der Variante, min-derwertigen Wohnraum der Nachkriegszeit teuer zu restaurieren: Die Neubaukosten für die sechs neuen Häuser mit einem Gesamtvolumen insgesamt von 4.600 Kubikmeter umbauten Rau-mes und alles in allem komfortablen 1.300 Quadratmeter Nutz-fläche für ihren künftigen Bewohner werden sich lediglich auf vergleichsweise bescheidene 1.200 Euro je Quadratmeter belau-fen. Darin sind Kosten für den Abriss der ursprünglich auf dem Gelände stehenden kirchlichen Altbauten bereits eingeschlossen. Die Kosten für die Neubauten liegen damit deutlich unter den finanziellen Belastungen, die allein für die Renovierung der Alt-bauten angefallen wären.
Geschwindigkeitsrekorde bei den Rohbauzeiten statt langer Um-bauzeiten, kostensparende Stadterneuerung statt teurer Reno-vierung von Nachkriegsbauten: Ermöglicht haben dies nicht nur die professionelle Entwicklung, Planung und Umsetzung der Ar-beiten durch die ABEMA, sondern vor allem auch der Baustoff Beton.
Alle sechs Einfamilienhäuser sind in Systembauweise aus Leicht-beton errichtet. Die Wände wurden, inklusive der Aussparungen für Fenster und Türen, mit äußerster Präzision aus Blähton vor-gegossen, also aus natürlichem Ton mit Zementzusätzen – si-cherlich ein zukunftsträchtiges Material für den Bau von Wohn-häusern. Anschließend mussten die so entstandenen Wände auf der Baustelle von Monteuren nur noch zusammengefügt werden. Kein mühsames wochenlanges Stein-auf-Stein-mauern also, stattdessen eine auf ein Höchstmaß an Effizienz konzipierte und durchrationalisierte Baustelle. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven aller Beteiligten bis hin zu den Anwohnern.
Und auch in Zukunft wird der Blähtoneinsatz sich bezahlt ma-chen, denn dank seiner exzellenten Wärmedämmungseigenschaf-ten werden sich die Bewohner in den kommenden Jahren über nachhaltige Energieeffizienz und somit über einen vergleichswei-se geringen Energieverbrauch ihrer Heizungen freuen können – höchstwertige Baustoffe rationell eingesetzt.
Es sind aber nicht allein die wirtschaftlichen Vorteile, die den Ausschlag für den Baustoff Blähton gegeben haben. Vielmehr gewährleistet der Leichtbeton eine ökologisch-massive Bauweise mit natürlichen Materialien und eine entsprechend geringe Um-weltbelastung.
Bogislav Roeber-Boretius, Sprecher der ABEMA: „In Verbindung mit der geplanten Energiegewinnung für die Häuser durch Erd-wärme sind die Bauten in der Rheinbacher Straße wegweisend für das Bauen mit Beton von morgen: nämlich ebenso nachhaltig wie ökologisch sinnvoll. Und sie sind, nicht zuletzt, ein Beispiel für optisch attraktive und bezahlbare Stadterneuerung mit be-darfsgerechtem Wohnraum statt des mitunter zweifelhaften Bau-ens im Bestand.“
Die ABEMA setzt damit einen Trend: Weniger bauen im Bestand, dafür mehr bauen in den Bestand. Im Fall der Rheinbacher Stra-ße bedeutet das: Besser formschöne, preiswerte Neubauten mit bedarfsgerechtem Wohnraumschnitt, die die Umwelt wenig be-lasten, als noch mehr Geld in qualitativ minderwertige Häuser aus der Nachkriegszeit zu stecken. Denn die bleiben auch mit neuer, teurer Dämmhülle, was sie vorher auch waren: veraltet, deshalb technisch längst überholt – und außerdem immer noch unansehnlich.
Quelle und Bilder:
ABEMA GmbH /
chili communication