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16.04.2007
Energieverbrauch oder -bedarf: Zwei Varianten des Energieausweises
Ab 2008 muss beim Verkauf oder der Neuvermietung eines Wohngebäudes ein Energieausweis vorgelegt werden. Darin wird auf einen Blick zu erkennen sein, ob es sich um eine sparsame Immobilie oder um eine Energieschleuder handelt. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt (IEU) informiert Haus- und Wohnungsbesitzer über ihre Pflichten und über die verschiedenen Varianten des Ausweises.

Quelle: IEU
Energieausweise können auf zweierlei Weise ausgestellt werden: Grundlage der verbrauchsorientierten Variante ist der Energieverbrauch, den die Bewohner der Immobilie in den letzten Jahren hatten. In diese Werte fließt also auch das Verhalten der Bewohner ein. Wenn diese beispielsweise besonders warme Räume bevorzugten oder bei gekippten Fenstern heizten, so hat dies eine schlechtere Einstufung des Gebäudes zur Folge.
Der bedarfsorientierte Ausweis dagegen betrachtet allein die vorhandene Bau- und Heiztechnik: Aus der Qualität von Heizungsanlage sowie Wärmeschutz wird der Heizwärmebedarf des Gebäudes ermittelt - unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Diese Variante ist etwas aufwändiger zu erstellen, schließlich reicht nicht nur ein Blick auf die Heizkostenrechnungen.
Vorgeschrieben ist ein bedarfsorientierter Energieausweis nur bei Gebäuden mit weniger als fünf Wohneinheiten, die vor 1978 gebaut und seither nicht energetisch saniert wurden. Bei größeren, jüngeren sowie energetisch sanierten Gebäuden besteht eine Wahlfreiheit zwischen beiden Ausweisarten. Laut Initiativkreis Erdgas & Umwelt haben auch alle Hausbesitzer die freie Wahl, die schon vor dem 1. Januar 2008 einen Energieausweis ausstellen lassen.
Energieausweise sind zehn Jahre lang gültig. Immobilienbesitzer sollten darauf achten, dass der ausstellende Fachhandwerker oder Ingenieur entsprechende Berechtigungsnachweise vorlegen kann. Hinsichtlich der Kosten für die Ausstellung warnt der IEU vor überhöhten Angeboten.
Beide Ausweisvarianten werden Hinweise auf Modernisierungsmaßnahmen enthalten, mit denen der energetische Zustand der Immobilie verbessert werden kann. Nicht zuletzt aus diesem Grund erwartet der Initiativkreis Erdgas & Umwelt, dass die Einführung von Energieausweisen wichtige Impulse zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden setzen wird.
Im Rahmen der Heizungsmodernisierung wird speziell die energiesparende Kombination Gas-Brennwert und Solar zu einer deutlich besseren Einstufung von Altbauten führen - sowohl im Verbrauchs- als auch im Bedarfsausweis. Zum Thema \"Brennwert und Solar\" bietet der IEU eine kostenlose Broschüre an. Zu beziehen unter: Telefon-Hotline 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) oder Internet
http://www.ieu.de.
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Quelle:
ibau Wirtschaftsnachrichten online