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29.07.2010

Energetisch Wohnen im Wärmespeicher

Das barrierefreie Wohnhaus fügt sich als monolithischer Block perfekt in das bestehende Grün ein und bietet Naturbezug nach allen Seiten. Foto: Liapor

Einfamilienhaus aus Liapor-Isolationsbeton in Riederau

Beim Bau eines Einfamilienhauses in Riederau am Ammersee standen Klarheit und Schlichtheit im Vordergrund. Gleichzeitig galt es, eine möglichst energieeffiziente Bauweise zu finden, die die Sonnenenergie optimal ausnützt. Die Lösung bot eine monolithische Konstruktion aus Isolationsbeton, wodurch das Haus wie ein großer Wärmespeicher wirkt. Gleichzeitig schafft die Ausführung in Sichtbeton-Optik innen wie außen eine lebendige, unverwechselbare Atmosphäre.

Ein barrierefreies Wohnhaus mit Naturbezug nach allen Seiten, ausgeführt als monolithischer Block in klarem und einfachen Design – das waren die Vorgaben für den Neubau eines eingeschossigen Einfamilienhauses in Riederau am Ammersee. Inspirieren ließ sich die Bauherrin dabei vom Wohnhaus der beiden Architekten Axel Tilch und Gisela
Drexler, die im gleichen Ort bereits vor 22 Jahren ihr Haus als puristischen Sichtbetonbau realisierten. „Da das Haus als möglichst einfache Konstruktion ohne geschönte Fassade
und Innenausbauten ausgeführt werden sollte, bildet der Rohbau das ästhetische Konzept des Objekts“, erklärt Axel Tilch. „Die authentische Sichtbetonoberfläche sorgt für eine
charakterstarke, lebendige Fassade und schafft die nötige Klarheit im Inneren.“ Neben Beton kamen mit Holz und Glas nur wenige Materialien zum Einsatz, gleichzeitig wurden
lediglich drei verschiedene Öffnungsmaße realisiert, die zudem im Verhältnis des goldenen Schnitts stehen. Damit erinnert das Objekt an Le Corbusiers „Petite Maison“ oder an die „Casa Malaparte“ von Adalberto Libera auf der Insel Capri.

Neben der Ausführung in Sichtbetonoptik galt es, eine möglichst energieeffiziente Bauweise zu finden, um die entsprechenden Energiekennwerte eines Niedrigenergiehauses
bei gleichzeitig geringen Wandstärken zu erreichen. Die Lösung bot eine Errichtung als monolithische Konstruktion aus Liapor-Isolationsbeton, mit dem sich nicht nur alle architektonischen, sondern auch energietechnischen Anforderungen optimal erfüllen ließen. Als Bauunternehmer war die Lutz Bau GmbH aus Landsberg am Lech zuständig, den Liapor-Isolationsbeton lieferte die BLG Transportbeton GmbH & Co. KG in München - eine Beteiligung der Heidelberger Beton GmbH.

Durch die Verwendung des Isolationsbetons weisen die Außenwände des Neubaus einen U-Wert von unter 0,40 W/m²K auf und mussten nicht zusätzlich gedämmt werden. Gleichzeitig wirkt der Bau aus Isolationsbeton als Ganzes als kompakter Energie-
speicher, der die einfallende Sonnenenergie direkt nutzt. „Decken, Wände und Böden bilden die Speichermasse, die an sonnigen Tagen wie ein solarbeheizter Kachelofen arbeitet
und die eingefangene Wärme mit Zeitverzögerung als Strahlungswärme wieder abgibt“, so Axel Tilch. „An warmen Sommertagen wird die Speichermasse umgekehrt als natürliche Kühlung benutzt, indem man die schweren Bauteile durch die Nachtluft abkühlen lässt. Sie
sorgen dann tagsüber für eine angenehme Kühle in allen Räumen.“ Die passive Solarenergienutzung wird dabei unterstützt durch die nach Süden ausgerichtete Hauptfassade, die so ein Maximum an Strahlungswärme aufnehmen kann.

Quelle: Liapor/mk publishing GmbH


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