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20.06.2008 Ein Spielparadies aus Beton und Natur 
Eine Rampe, eine Schalung, aber verschiedene Gefälle und asymmetrische Öffnungen – für Betontechniker eine echte Herausforderung. Die lange Rampe umschließt das Grundstück und bietet gleichzeitig Schutz vor der Straße sowie ausreichend Platz für Wiese und Baumbestand. Fotos: HeidelbergCement/Fuchs
Die Berliner Kindertagesstätte in der Griechischen Allee verbindet auf ungewöhnliche Weise Beton und Spielraum. Während die Architekten von Behles & Jochimsen das vorhandene Gebäude umgestalteten, verwandelten die Landschaftsarchitekten von Topotek 1 den Außenbereich. Dennoch prägen Gelände und Gebäude gemeinsam den Ort. Ungewöhnlich an diesem Konzept ist vor allem die riesige Beton-Rampe, die am Obergeschoss des Gebäudes ansetzt. Einerseits dient sie der behindertenfreundlichen Erschließung des Gebäudes, andererseits umfasst sie das Grundstück und grenzt es kindersicher zur Straße hin ab. Landschaftsarchitekt Martin Rein-Cano von Topotek 1 erklärt das Konzept: „Leitgedanke ist die Maximierung der Freiflächen. Indem wir die Spielgeräte in die Rampenanlage an den Grundstücksgrenzen integriert haben, entsteht eine freie, mit alten Bäumen bestandene Mitte.“ Doch nicht nur Schaukeln, Wippe, Rutsche, Klettergerüst, Einpunktschwinger und Wasserspiele sind in die Rampe integriert. Sie bietet auch jede Menge Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten und damit die ebenso nötigen Ruhezonen. Wenig Ruhe fand hingegen Peter Bolzmann bei der betontechnischen Umsetzung der ungewöhnlichen Idee. Der Geschäftsführer der Betotech Berlin-Brandenburg, einem Unternehmen der HeidelbergCement AG, musste sich einiges einfallen lassen. Denn die bis zu acht Meter hohen Wände der Rampe warten mit verschiedenen Gefällen und diversen asymmetrisch angeordneten Fenstern und Gucklöchern auf, sollten jedoch mit einer festen Schalung realisiert werden. „Der Beton musste in einer Konsistenz oberer F2, unterer F3 als C 30/37 pumpfähig angeliefert werden, um die teilweise gegenläufigen Gefälle der Konstruktion abbilden zu können“, erklärt Bolzmann. „Mit einer neu entwickelten Zusammensetzung unter Verwendung eines PCE-Fließmittels konnten wir die erforderlichen Konsistenzen jedoch erzeugen.“ Nach eingehender Bemusterung gemeinsam mit Bauleiter Roland Kettner von der ausführenden Baufirma mib Märkische Ingenieurbau GmbH lieferte die TBG Berlin-Brandenburg den Spezialbeton. Die Betonagen wurden im Contractorverfahren durchgeführt. Um auch auf den Unterseiten der Fensteröffnungen mit wenig Rütteln ein vollflächiges Betongefüge zu erhalten, wurden die Öffnungen mit KG-Rohren durchdrungen, die dann nach dem Aushärten abgesägt wurden. Bolzmann ist stolz auf die gelungene Arbeit: „Die später sandgestrahlte Fläche weist über die volle Höhe ein homogenes Betongefüge auf, es gibt keine Entmischungen und kein Bluten.“ Für die Kinder hingegen ist nur eines wichtig: Sie haben Spaß mit ihrem ungewöhnlichen Betonspielzeug.
Quelle: HeidelbergCement

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