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21.04.2008

Beton: nichts für Betonköpfe

Foto: djd/HeidelbergCement

Aus einer ökologischen Forderung ist wirtschaftliche Realität
geworden: Energie ist inzwischen so teuer, dass ihre Verschwendung nicht nur der Umwelt und dem Klima, sondern auch dem Geldbeutel empfindlich zusetzt. Und die Energiepreise werden auch künftig steigen. Hausbauer achten daher nicht mehr nur auf den Einstandspreis ihres Hauses, sondern suchen nach Baustoffen und Techniken, mit denen langfristig die gesamte Energiebilanz des neuen  Gebäudes stimmt.

Ein standortnaher Baustoff

Beton, der im privaten Hausbau lange Zeit eine untergeordnete Rolle
gespielt hat, wird auch deshalb bei Häuslebauern immer beliebter. Denn
der graue Baustoff ist sehr "temperaturträge" und hat ausgezeichnete
Wärmedurchgangswerte. Beton ist zudem wertbeständig und extrem lange
haltbar. Ob als vorgefertigtes Bauteil oder vor Ort gegossen, er lässt
sich in jedem Fall schnell und einfach verarbeiten. Und was viele
vergessen: Der Werkstoff besteht ausschließlich aus natürlich und
reichlich vorkommenden Mineralien, die fast überall standortnah in
Deutschland aus dem Boden geholt werden können. Das erspart der Umwelt
lange und teure Anfahrtswege.

Beton ist hip

"Seit rund zehn Jahren ist Beton richtig hip", weiß der Berliner
Betondesigner Alexis Oehler (www.betonware.de) zu berichten. Vom
Waschbecken über Küchenmöbel bis zu Tapeten aus Beton schwört er auf das
graue, robuste und vielseitige Material. "Es ist simpler als Stein, hat
aber dessen positive Eigenschaften", sagt der Experte. Vor allem aber
schätzt er Beton, weil er keine Versiegelung benötigt. Diese Eigenschaft
gefällt auch Bauherren, die nicht unbedingt Interesse an der Avantgarde
der Designer und Architekten zeigen. Denn anders als Holz braucht Beton
keine regelmäßige Schutzbeschichtung, und im Unterschied zu einer
Fassade aus Mörtel entfällt auch das regelmäßige Verputzen. Selbst auf
einen Anstrich wird heute oft verzichtet. Denn was die Architekten
spektakulärer öffentlicher Bauwerke schon seit Jahrzehnten erkannt
haben, entdecken auch immer mehr private Bauherren: dass unverputzter
Beton auch in spannungsreichem Kontrast mit Glas, Holz oder Aluminium
harmonieren kann und wie filigran sich mit diesem Material bauen lässt.

 
Quelle: djd deutsche journalisten dienste


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