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21.11.2011 Objektbericht: Weinberghaus bei Wörrstadt Wie in fast allen Gemeinden des rheinlandpfälzischen Landkreises Alzey-Worms hat der Weinbau auch in Wörrstadt eine besondere Bedeutung und eine lange Tradition. Dies zeigt sich an den zahlreichen Weingütern ebenso wie an den Weinberghäusern. Bei ihnen handelt es sich um kleine Wirtschaftsgebäude in einem Weinberg, die der Aufbewahrung von Werkzeugen und als Unterstellort bei schlechtem Wetter dienen.
Ihre Konstruktion, die regional etwas variiert, lässt sich in die bekannten stilgeschichtlichen Bautypen nicht einordnen. Der Baustil ist insgesamt schlicht, einfach und aus einem Material bestehend. In einem Entwurfsseminar an der Technischen Universität Kaiserslautern hatten die Studenten die Aufgabe, diesen Bautyp in eine zeitgemäße Konstruktion und Form zu übertragen, ohne in weinselige Klischees zu verfallen. Da schon zu Beginn feststand, die überzeugendste Arbeit mit Betonfertigteilen zu realisieren, stand die materielle Fügung von Boden, Wand und Dach im Zentrum der studentischen Überlegungen.
Unter architektonischen und konstruktiven Gesichtspunkten wurde schließlich der Entwurf von Christoph Perka ausgewählt und umgesetzt. Sein Weinberghaus besitzt einen parallelogrammförmigen Grundriss und ein Steildach, das übergangslos von der Wand in die Schräge geht. Das auffälligste an dem Gebäude ist seine Einfachheit und die einprägsame Geometrie, welches aus nur sieben Fertigteile hergestellt und mit geklebten Steckverbindungen zusammengefügt wurde. Für die Fertigteile kam ein hochfester, selbstverdichtender, mikrobewehrter Beton zum Einsatz.
Weitere Bilder und Infos in der Beton-Objektdatenbank.
Bildnachweis: Sven Paustian, TU Kaiserslautern via Baunetz Wissen Beton


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