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28.04.2011 Neues Museum in Berlin erhält Mies-van-der-Rohe-Preis Neues Museum in Berlin erhält EU-Preis für zeitgenössische Architektur
Das ursprüngliche Neue Museum wurde nach den Plänen von Friedrich August Stüler in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es jedoch schwer beschädigt. Im Jahr 2003 begann dann der Wiederaufbau mit dem Ziel, dem Gebäude wieder zu seinem einstigen Glanz verhelfen. David Chipperfield, der zusammen mit seinem britischen Kollegen Julian Harrap an diesem Projekt arbeitete, wählte für die Restaurierung ein dynamisches Konzept. Anstatt die Unterschiede zwischen alten und neuen Elementen zu kaschieren, wurden Vergangenheit und Gegenwart auf bewundernswerte Weise kombiniert und damit ein einmaliges und vielschichtiges Gebäude geschaffen. Neues Museum Berlin (Bildnachweis: Stiftung Preußischer Kulturbesitz/David Chipperfield Architects, Fotograf: Jörg von Bruchhausen)
David Chipperfield, Leiter von David Chipperfield Architects, erklärte: "Der Wiederaufbau des Neuen Museums zeugt von der Zusammenarbeit, die in einem Umfeld mit hohen Ansprüchen der Öffentlichkeit stattfand. Nicht nur die Anstrengungen des professionellen Teams, sondern auch das Engagement des Auftraggebers und der städtischen Behörden, die sich an diesem schwierigen und außergewöhnlichen Prozess beteiligten, haben sich im Ergebnis niedergeschlagen." Mohsen Mostafavi, der Vorsitzende der Jury, sagte: "Der Wiederaufbau des Neuen Museums ist eine außerordentliche Leistung. Selten ist es einem Architekten und seinem Auftraggeber gelungen, ein Unterfangen von solch historischer Bedeutung und Komplexität zu meistern, insbesondere eines, bei dem es sowohl um Erhalt als auch um neue Konstruktionen ging. Bei diesem Projekt wurden viele ästhetische, ethische und technische Fragen angegangen und erfolgreich gelöst. Es ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, welche Erfolge heute bei einer Zusammenarbeit in der architektonischen Praxis in Europa erzielt werden können." Lluís Hortet, Direktor der Mies-van-der-Rohe-Stiftung, kommentierte: "Die Entscheidung fiel der Jury aufgrund der hohen Qualität der in die Endauswahl gelangten Projekte außerordentlich schwer. Das Neue Museum von David Chipperfield zeigt auf eindringliche Weise, wie ein architektonischer Eingriff heutzutage dazu beitragen kann, unser Kulturerbe neu zu nutzen: durch eine Verbesserung der funktionalen Qualitäten und durch die Einführung hervorragender neuer architektonischer Elemente, die dem Verwendungszweck des Gebäudes Rechnung tragen."
Weitere Bilder und Infos in der Beton-Objektdatenbank.
Die Preisträger wurden unter 343 Bewerbern aus 33 europäischen Ländern ausgewählt. Sechs Arbeiten kamen in die Endauswahl, darunter: Jugendtheater Bronks (Brüssel, Belgien, entworfen von Martine De Maeseneer, Dirk Van den Brande), MAXXI: Museum der Künste des XXI. Jahrhunderts (Rom, Italien, von Zaha Hadid, Patrick Schumacher, Gianluca Racana), Danmarks Radio Koncerthus (Kopenhagen, Dänemark, von Jean Nouvel), Akropolis-Museum (Athen, Griechenland, von Bernard Tschumi), Rehabilitationszentrum Groot Klimmendaal (Arnheim, Niederlande, von Koen van Velsen).

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