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16.01.2008
Spaß am Bauen: Tipps für die Eigenleistung
Eine Muskelhypothek für den Bau oder die Modernisierung des eigenen Hauses einzusetzen, steht hoch im Kurs. Aber Vorsicht: Nüchtern und gründlich sollte jeder Bauherr analysieren, was an Eigenleistungen tatsächlich erbracht werden kann und welche Ersparnis zu erzielen ist.
Der neue Ratgeber des BSB hilft, Umfang und Wert möglicher Eigenleistungen einzuschätzen und vermittelt wertvolle praktische Tipps. Die eigenen handwerklichen Fähigkeiten und die der Bauhelfer gilt es ebenso ehrlich unter die Lupe zu nehmen, wie die neben dem Job und der Familie zur Verfügung stehende Zeit. Eine sorgfältige Planung des notwendigen Arbeitsaufwandes und der erforderlichen Zeit ist unerlässlich.
Der Ratgeber gibt Hinweise zu möglichen Kostensenkungen – beispielsweise durch Arbeiten, die einen hohen Lohn- und einen geringen Materialanteil enthalten – und zu dem, was Banken honorieren. Eigenleistungen zählen bei Finanzierungen zum Eigenkapital genauso wie das unbelastete eigene Grundstück und vorhandene Barmittel. Dadurch kann der Kreditbedarf gesenkt werden. Aber durch „Schönrechnen“ von Eigenleistungen entstehen oft finanzielle Lücken, die nur durch teure Nachfinanzierungen oder Nachschießen eigenen Geldes zu schließen sind.
Wichtig ist deshalb herauszufinden – und auch dazu gibt’s Tipps – welche Arbeiten keine besonderen fachspezifischen Kenntnisse erfordern. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass ver- einbarte Eigenleistungen termin- und qualitätsgerecht ausgeführt werden, denn von Bauherren zu verantwortende Zeitverzögerungen lassen sich Baufirmen teuer bezahlen. Auch die Gewährleistung muss im Blick behalten werden, weil für Arbeiten in Eigenregie keine Gewährleistungspflicht der Bauunternehmen gilt.
Was an Risiken droht und wie sie zu vermeiden sind, wird kurz erklärt. Das reicht von eindeutigen vertraglichen Regelungen über die deutliche Abgrenzung zwischen den von Handwerkern und den selbst ausgeführten Arbeiten bis zu Schadenersatzansprüchen bei Mängeln.
Was zählt unter Nachbarschaftshilfe, was unter Schwarzarbeit? Dazu gibt es Faustregeln, denn der Grat ist schmal. So darf das Auftragsvolumen an Helfer nicht den Umfang der Eigenleistung überschreiten. Wie die Seriosität von Handwerksunternehmen eingeschätzt werden kann und was steuerlich zu beachten ist, rundet die Hilfestellung für Bauherren mit Ambitionen aufs Selbermachen ab.
Download des Ratgebers unter:
http://www.bsb-ev.de
Quelle:
Bau-Kalender Informationsportal