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03.07.2008

Ein eigenes Häuschen: Und es geht doch!

Der Wohnungsbau hat es derzeit schwer. Obwohl rund 80 Prozent der Deutschen vom eigenen Haus träumen, wagen immer weniger den Schritt in die eigenen vier Wände. Natürlich kann sich nicht jeder der rund 19 Millionen Mieter  in Deutschland diesen Wunsch erfüllen. Aber ein großer Teil derer, der es  könnte – das sind nach aktuellen Erhebungen etwa 8 Millionen – zögert oder bleibt unentschlossen. Zukunftsängste, unklare Vorstellungen über das eigene Finanzierungsvermögen und nicht zuletzt Publikationen, die andere  Geldanlageformen hervorheben und Bauen oder Immobilienerwerb als „uncool“ abwerten, tragen dazu bei.

Doch gerade in unsicheren Zeiten ist es sinnvoll, auf Sachwerte zu setzen. Dadurch, dass z. B. der Wert einer Immobilie im Rahmen der jeweiligen Inflationsrate mitwächst, ist das bezahlte Eigenheim im Rentenalter eine hervorragende Ergänzung der Altersvorsorge.

Außerdem würde sich für manchen der Schritt in die eigenen vier Wände ohne weiteres rechnen. Ob und wie der Wunsch Wirklichkeit wird, kann jeder relativ schnell herausfinden.
Dazu sollte man zunächst bei der Wirklichkeit anfangen – nämlich bei den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Entscheidend ist: „Wie viel Haus kann ich für mein Geld bauen oder kaufen?“ und nicht: “Wie viel Geld brauche ich für mein Traumhaus?“ Das heißt, es geht um die monatliche tragbare Belastung durch den Hausbau. Sie sollte auf Dauer gut tragbar sein. Häuser, die durch jahrelangen Verzicht auf Urlaub, karge Lebensführung oder dauernde Überstunden finanziert wurden, haben schon so manche Familie schwer belastet.

Es gibt Faustregeln für die tragbare monatliche Belastung, die Banken beispielsweise für ihre Bonitätsprüfung ansetzen, aber am einfachsten ist es, einmal andersherum zu rechnen: „Was bleibt derzeit im Monat im Durchschnitt übrig?“

Sind das zum Beispiel rund 175 Euro im Monat, so addiert man die aktuelle Miete von angenommen 700 Euro hinzu. Demnach stünden 875 Euro monatlich, das sind 10.500 Euro im Jahr zur Verfügung, um ein Haus zu finanzieren und abzubezahlen. Bei einem Zinssatz von 5 Prozent plus 1 Prozent Tilgung käme man so auf einen Fremdfinanzierungsbetrag von175.000 Euro, den die Familie abzahlen könnte, ohne ihren Lebensstil einzuschränken.(Berechnung. 10.500 € x 100 dividiert durch (5+1)= 175.000 €). Da Banken ein Haus maximal bis zu 80 Prozent beleihen, sind mindestens 20 Prozent Eigenkapital für ein Bauprojekt Voraussetzung. Eine solide Finanzierung weist als Faustregel eine Eigenkapitalquote von 30 bis 40 Prozent auf.
In unserem Beispiel würde Eigenkapital – also Bares, Sparguthaben, Wertpapiere, Bausparguthaben etc.- in Höhe von 60.000 Euro einen Gesamtbetrag von 235.000 Euro ergeben. Damit lässt sich bereits mancherorts ein annehmbar ausgestattetes Eigenheim inklusive Grundstück und aller Nebenkosten errichten.

Wer es sich leisten kann, sollte den Tilgungsanteil eventuell auf 2 Prozent erhöhen. In die sich ergebende höhere Belastung „wächst man erfahrungsgemäß hinein“, zumal man sich während der Zinsbindung von
z. B. 10 Jahren keine Gedanken um die Inflation machen muss. Ganz im Gegensatz zur Miete, bei der heute jährlich zwei oder gar drei Prozent Inflationsausgleich anstehen. Auch der sogenannten zweiten Miete, den stetig nach oben kletternden Nebenkosten, geht man durch den Bau eines heute ja im Niedrigenergiestandard errichteten Eigenheims weitgehend aus dem Weg. Bei einem noch besser gedämmten Passivhaus kommt man sogar ohne Heizung aus.

Weitere Tipps zum Bauen, Modernisieren und Immobilienkauf sowie wertvolle Kontaktadressen bietet die Initiative BAUEN SIE JETZT!,
Steinhof 39, 40699 Erkrath, info[dont like]@[spam]bauen-sie-jetzt.de in ihren Ratgebern
zu Neubau (Bestellen im Betonshop - 9 Euro) und Modernisierung (Bestellen im Betonshop - 11,80 Euro) mit Vorwort des Bundesbauministers und Bestellblatt mit weiteren Bauinformationen des Ministeriums.

Quelle: Bauen Sie jetzt - Eine Initiative für mehr Wohneigentum


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