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18.09.2008

Vorstellung des 100. PPP-Projekts im öffentlichen Hochbau

Großmann: Öffentlich-private Partnerschaften auf Erfolgskurs

17. September 2008
Im Bundesbauministerium wurden heute die Verträge für das 100. und 101. Hochbauprojekt in öffentlich-privater Partnerschaft unterzeichnet.

"Innerhalb von nur vier Jahren von Null auf Hundert", freute sich Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium, "die PPP-Initiative des Bundes ist auf Erfolgskurs. Öffentlich-private Partnerschaften haben sich beim Bau von Straßen ebenso bewährt wie beim Bau von Schulen, Kindergärten oder Bürobauten. Die Projekte zeigen, dass sich PPP als Alternative zur klassischen öffentlichen Beschaffung etabliert."

Auch das 99. Projekt, das bereits unterzeichnet ist, wird vorgestellt.
Die Bundesregierung will mit der Initiative den PPP-Anteil bei öffentlichen Hochbauten auf rund 15 Prozent steigern. Derzeit liegt die Quote bei erst etwa 4,5 Prozent. Das Investitionsvolumen der laufenden PPP-Projekte liegt bei knapp 3,5 Milliarden Euro.

Die entscheidende Motivation für die öffentlichen Auftraggeber, sich für ein PPP-Projekt zu entscheiden, ist die Aussicht auf die Erzielung von Effizienzvorteilen gegenüber dem "Eigenbau". Diese Vorteile können je nach Art des Projekts zwischen 5 und 25 Prozent liegen. Daneben soll durch die Partnerschaft mit privaten Beteiligten ein hohes Niveau bei der Instandhaltung der Gebäude gesichert werden. Der Schlüssel hierfür ist der Lebenszyklusansatz, der bei PPP-Projekten zu Grunde gelegt wird.
Das Bundesbauministerium fördert ausgewählte PPP-Pilotprojekte mit bis zu 120.000 Euro und leistet Unterstützung in Form von Beratung und Leitfäden. Daneben werden die PPP-Maßnahmen in einer Projektdatenbank zusammengefasst, um die Erkenntnisse der einzelnen Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Anlässlich der feierlichen Unterzeichnung der Verträge wurden die Projekte Nummer 99 - 101 vorgestellt. Beim Projekt Nummer 99, der Lauenburgischen Gelehrtenschule Ratzeburg mit Erweiterung der kaufmännischen Berufschule Mölln, rechnen die Experten bei einer Investitionssumme von rund 30 Millionen Euro mit einem Effizienzvorteil von 8 Prozent.

Beim Projekt Nummer 100, dem Neubau der Feuerwache in Dortmund, geht es um ein Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro, dort liegt dieser Vorteil bei 13 Prozent. Beim Projekt 101, der Sanierung und Erweiterung einer Gewerbeschule und dem Bau einer Grundschule in Baden-Baden, liegt der Effizienzvorteil bei einer Investition von 14,4 Millionen Euro sogar bei 20 Prozent.

"Bei diesen Projekten zeigt sich, dass Bauindustrie und mittelständische Bauwirtschaft bei PPP-Projekten zum Zuge kommen. Das ist gerade für die Mittelständler ein gutes Zeichen", betonte Großmann bei der Vorstellung der Projekte.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


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