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20.02.2008

Studie zu PPP-Projekten im Hochbau vorgestellt

Großmann: PPP-Projekte auch für den Mittelstand attraktiv

    "PPP im Hochbau bietet gute Chancen für den Mittelstand",
    sagte Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim
    Bundesbauminister heute in Berlin.
   
Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) erstellt wurde. 

Bei den untersuchten Projekten steuern kleine und mittlere Unternehmen
47 Prozent aller Public Private Partnership (PPP) Bauvorhaben im Hochbau. An der Wertschöpfung der nachgeordneten Aufträge sind sie sogar zu 70 bis 80 Prozent beteiligt.
Bei größeren Investitionsvolumen sinkt die Beteiligung mittelständischer Anbieter erwartungsgemäß. Die "kritische Schwelle"
eines Auftrags für den Mittelstand liegt bei etwa 15 Millionen Euro.

    "Die Studie zeigt deutlich, dass PPP-Projekte für den
    Mittelstand eine große Chance darstellen. Bei den untersuchten
    Projekten mit einem Investitionsvolumen bis 15 Millionen Euro
    waren mittelständische Unternehmen bei 12 von 15 Projekten als
    Hauptauftragnehmer oder Mitglied von Bietergemeinschaften im
    Wettbewerb erfolgreich. Das ist mehr als ein deutliches
    Signal. Das vielfach wiederholte Vorurteil,  PPP-Projekte
    seien mittelstandsfeindlich, entbehrt der Grundlage", so
    Großmann.
   
Der Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen Helmut Linssen hob besonders hervor, dass über 50 Prozent der Wertschöpfung eines PPP Projekts in der Region verbleiben und das viel gefürchtete Preisdumping ausbleibt.

    "Das ist gut für die Regionen und belegt noch einmal deutlich
    die Leistungsfähigkeit des örtlichen Mittelstandes. Die Studie
    zeigt weiterhin, dass der häufig eingewendete Verdacht des
    Preisdumpings gegenüber den bei PPP eingebundenen
    Nachunternehmern unbegründet ist."
   
Die Studie untersuchte die Beteiligung des Mittelstandes bei 30 PPP-Hochbauprojekten in Deutschland. Als Definition des Mittelstands wurde die der EU-Kommission zugrunde gelegt. Danach gehören solche Betriebe zum "Mittelstand", die den Kleinstunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angehören, die also eine Zahl von 250 Beschäftigten sowie einen Gesamtumsatz von 50 Millionen Euro oder eine Bilanzsumme von 43 Millionen Euro im Jahr nicht überschreiten. 

Studie zu PPP-Projekten im Hochbau
http://www.bmvbs.de/Bauwesen/Bauwirtschaft/Public-Private-Partnership-PPP-,1521.1023586/Public-Private-Partnership-und.htm

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


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