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04.02.2009

Private Bausparkassen: Rekordauszahlungen stützen Konjunktur

Im Jahr 2008 haben die privaten Bausparkassen Baugelder in Höhe von fast 31 Milliarden Euro ausgezahlt, die ganz überwiegend in den Bau, Kauf und die Modernisierung von Wohneigentum fließen. Das entspricht einem Plus von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt einen neuen Rekord in der 60-jährigen Verbandsgeschichte dar. „Die Bausparer leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Bauindustrie und im Handwerk“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Andreas J. Zehnder. Die Bestmarke belege zugleich die hohe Attraktivität der neuen zinsgünstigen Finanzierungstarife. „Von Kreditklemme kann bei uns keine Rede sein.“ Der Marktanteil der privaten Bausparkassen erhöhte sich in diesem Bereich von 74,3 auf 75,5 Prozent.

 BetonBild

Im Neugeschäft verzeichneten die privaten Bausparkassen rund 2,4 Millionen Verträge – ein Zuwachs von 15,4 Prozent. Die Bausparsumme dieser neuen Verträge belief sich auf 62,8 Milliarden Euro – 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieses Volumen entspricht dem zweitbesten Resultat der Verbandsgeschichte. An der Bausparsumme gemessen, ist der Anteil der privaten Bausparkassen am gesamten Bausparmarkt im Neugeschäft von 62,8 auf 63,7 Prozent gestiegen.

„Die Sicherheit des Bausparens“, so Zehnder, „steht bei den Sparern hoch im Kurs. Sie haben genug von Produkten, die nur eine schnelle Rendite versprechen.“ Das Jahresendgeschäft sei jedoch auch durch die Änderung bei der Wohnungsbauprämie beflügelt worden. Viele Sparer hätten sich noch die volle Flexibilität der Prämie sichern wollen.

Für 2009 zeigt sich der Verband überzeugt, dass sich das Bausparen gut behaupten werde. Die kapitalmarktunabhängige Zinsgarantie komme dem Bausparen weiter zugute, zumal die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung zunehme. „Die besondere Sicherheit des Bausparsystems als geschlossener Spar- und Finanzierungskreislauf bleibt ein entscheidendes Argument.“

Für zusätzliche Impulse sorge der Wohn-Riester. Zehnder: „Jeder, der jetzt baut oder irgendwann einmal vorhat zu bauen, wird nach dem Wohn-Riester fragen.“ Die Förderung helfe dem Bauherrn, die Kreditlast deutlich zu senken. Die Bausparkassen hätten ihren Kunden mit dem Start des Wohn-Riesters im November 2008 sofort zertifizierte Produkte anbieten können und befänden sich jetzt in einer „pole position“. Der klassische Bausparvertrag als attraktiver Finanzierungsbaustein mit flexiblen Wechsel- und Verwendungsmöglichkeiten bleibe aber weiter die Basis. Dieser könne auch im wachsenden Energiesparmarkt eingesetzt werden.

Für ein weiterhin hohes Niveau an Finanzierungsleistungen spreche der Anstieg der Neuzusagen, die ein vorläufiger Indikator für die späteren tatsächlichen Baugeldauszahlungen seien: Hier stünden Ende 2008 30,9 Milliarden Euro zu Buche – 15,1 Prozent mehr als Ende 2007.

Quelle: Heinze GmbH


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