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11.03.2008

Deutscher Brückenbaupreis 2008 vergeben

 

 

Humboldthafenbrücke am Berliner Hauptbahnhof 

Die Humboldthafenbrücke am Berliner Hauptbahnhof in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" und die Fuß- und Radwegbrücke "Dreiländerbrücke" in Weil am Rhein sind die Gewinner des am 10. März vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2008. Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Prof. Dr.-Ing. Jörg Schlaich und die Arbeitsgemeinschaft von Dipl.-Ing. Wolfgang Strobl und Architekt Dietmar Feichtinger ausgezeichnet. "Prof. Schlaich ist es gelungen, mit der Humboldthafenbrücke einen Meilenstein im Eisenbahnbrückenbau zu setzen." Architekt Feichtinger und Dipl.-Ing. Strobl (Leonhardt, Andrä und Partner) überzeugten mit der Eleganz ihrer "Dreiländerbrücke".

Mit den Preisträgern erlebten rund 1.200 Gäste die feierliche Veranstaltung zur Vergabe des Deutschen Brückenbaupreises 2008 im Audimax der TU Dresden. Der Preis, den die Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Verband Beratender Ingenieure VBI 2006 erstmals verliehen hatten, wurde in den beiden Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fußgänger- und Radwegbrücken" vergeben. Neben dem ausgezeichneten Bauwerk erhielt jeweils derjenige unter den beteiligten Ingenieuren die Preisskulptur, dessen schöpferische Leistung maßgeblich zum Entstehen des Bauwerks beigetragen hat.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt und fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr im Rahmen der Initiative Baukultur.Die Laudatoren waren die Präsidenten der BIngK, Dr. Karl Heinrich Schwinn, und des VBI, Dr. Volker Cornelius. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee betonte den Zusammenhang von Baukultur und innovativen Ingenieurleistungen. Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, hob das Engagement des Bauherrn Bahn für Baukultur und Brückenbaupreis hervor.

Der Deutsche Brückenbaupreis wird von BIngK und VBI alle zwei Jahre vergeben, um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Preis dient der Auszeichnung kreativer Ingenieurleistungen in der Königsdisziplin des Ingenieurbaus, dem Brückenbau. Die deutsche Zement- und Betonindustrie war über das InformationsZentrum Beton (IZB) auch in diesem Jahr einer der Förderer des Wettbewerbs. IZB-Sprecher Thomas Kaczmarek: "Mit unserem Sponsoring des Brückenbaupreises setzen wir uns dafür ein, dass sich auch im Ingenieurbau das Bewusstsein für Baukultur weiter durchsetzt. Nicht nur die Preisträger, sondern viele der eingereichten Projekte zeigen, dass sich Ästhetik und Funktionalität keinesfalls ausschließen müssen."

Zum Deutschen Brückenbaupreis 2008 waren 42 Bewerbungen eingegangen. Daraus hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke mit einer Nominierung ausgezeichnet und ein Siegerbauwerk gekürt. Neben den Preisträgern Humboldthafenbrücke und "Dreiländerbrücke" nominierte die Jury folgende Bauwerke zum Deutschen Brückenbaupreis 2008: In der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" die Saaletalbrücke Jena Göschwitz im Zuge der BAB 4 und die Lautrupsbachtalbrücke in Flensburg,

In der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" waren die die Grenzbrücke über den Inn bei Wernstein-Neuburg sowie die "Drachenschwanzbrücke" in der Neue Landschaft Ronneburg noch nominiert.

Ausführliche Informationen zur Preisverleihung und zu den ausgezeichneten Bauwerken sowie Bildmaterial im Internet unter: www.brueckenbaupreis.de

Quelle: Verband Beratender Ingenieure VBI


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