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20.02.2008

BBS: Energetische Gebäudesanierung muss steuerlich begünstigt werden

„Wenn wir es schaffen, alle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Verbrauchsminderung an Häusern und Gebäuden durchzusetzen, könnte bis 2020 rund ein Fünftel der Treibhausgasemissionen vermieden werden“, sagte BBS-Präsident Dr.-Ing. Gernot Schaefer bei der Eröffnung der internationalen Baumesse, Bautec 2008, in Berlin. Aber auch bei Neuinvestitionen oder den so genannten Ersatzneubauten rücke energieeffizientes Bauen immer stärker in den Fokus. „Wir brauchen jetzt finanzielle Anreize, damit sich die Investitionen auch schon früher als nach 10 bis 15 Jahren amortisieren. Hierzu zählen Sonderabschreibungen oder direkte Zuschüsse. Gemeinsam mit der Bauindustrie haben wir eine Änderung des Mietrechts gefordert und dafür plädiert, dass Mieter und Vermieter sich künftig die Erträge der energetischen Sanierung teilen können“, betonte Dr.-Ing. Schaefer.

Wenn ein Haus, das 1975 gebaut wurde, ständig auf dem technisch aktuellen Stand gehalten worden ist, müssen immer noch rund 17.000 Euro für die energetische Sanierung von Geschoss- und Kellerdecke, Fassaden, Fenster und Heizung erbracht werden. Wurde das Haus nicht entsprechend Instand gehalten, liegen die Kosten für die energetische Sanierung weitaus höher, (BDI-Klimastudie, McKinsey). Mit diesen Kosten dürfen die Eigentümer nicht allein gelassen werden. Denn was nützen hohe Klimaschutzziele, wenn nicht investiert wird?

Die Baustoffindustrie ist in den vergangenen Jahren dem Trend der Verbraucher gefolgt und hat viele hoch energiesparende neue Produkte auf den Markt gebracht. „Insbesondere bei den Wärmedämmverbundsystemen und beim Mauerwerksbau gibt es erhebliche Fortschritte bei den Wärmeleitwerten und im Schallschutz, aber auch die Nanotechnologie hat Einzug in die Baustoffindustrie gehalten“, berichtete Dr.-Ing. Schaefer.
Oberflächen werden dadurch robuster und können sich selbst reinigen. Durch neue Zuschläge können zudem Schadstoffe wie Stickoxide aus der Luft gebunden werden. Andere Schadstoffe, wie Formaldehyd und Lösungsmittel werden durch Photokatalyse in weniger problematische Stoffe umgewandelt.

Quelle: Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V.


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